Denkmal für die Trümmerfrauen die es nie gab

Name Denkmal für die Trümmerfrauen die es nie gab
Stadtbezirk 1. Altstadt-Lehel
Stadtbezirksteil Graggenau
Straße Marstallplatz
Übergabe 2013
Suchbegriffe Trümmerfrauen, Nachkriegszeit
Eigentum Freistaat Bayern

Inschrift

Den Trümmerfrauen und

der Aufbaugeneration

Dank und Anerkennung

München nach 1945

Denkmal für die Trümmerfrauen die es nie gab – Denkmal/Kunstwerk in München
©

Der am 8. Mai 2013 am Münchner Marstallplatz aufgestellte Gedenkstein erinnert an die sogenannten Trümmerfrauen und die Aufbaugeneration nach dem Zweiten Weltkrieg. Seine Errichtung war umstritten, nachdem der Münchner Stadtrat entsprechende Anträge zuvor mehrfach abgelehnt hatte.

Historische Untersuchungen zeigen, dass die Trümmerbeseitigung in München überwiegend von professionellen Bauunternehmen und Fachkräften durchgeführt wurde. Auch ehemalige Nationalsozialisten wurden zu Räumungsarbeiten als Sühneleistung herangezogen. Frauen waren daran beteiligt; ein massenhafter Einsatz, wie ihn das verbreitete Bild der Trümmerfrau nahelegt, ist für München jedoch nicht belegt.

Der Gedenkstein löste deshalb 2013 eine Kontroverse über die historische Genauigkeit der Darstellung und die Würdigung einer Generation aus, zu der sowohl Mitverantwortliche des NS-Regimes als auch Verfolgte und andere Betroffene gehörten. Im Zentrum der Auseinandersetzung steht die Frage, wie der Wiederaufbau gewürdigt werden kann, ohne die nationalsozialistische Vergangenheit und die tatsächlichen Arbeitsbedingungen auszublenden.

Quellen: Historisches Lexikon Bayerns, „Trümmerfrauen“; Leonie Treber, Mythos Trümmerfrauen (2014); Süddeutsche Zeitung, 10. Dezember 2013.

Weitere Bilder

Denkmal für nicht existierende Trümmerfrauen
Denkmal für nicht existierende Trümmerfrauen

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