Gedenktafel - Wilhelm von Ockham

Name Gedenktafel - Wilhelm von Ockham
Stadtbezirk 1. Altstadt-Lehel
Stadtbezirksteil Graggenau
Straße Alter Hof
Standort Alter Hof
Lage Innenhof beim Affenturm
Übergabe 25.9.2026
Personen Ockham Wilhelm von
Eigentum Rotary Club München
Künstler:innen Henselmann Josef Alexander, Vossenkuhl Wilhelm
Kategorie Gedenktafel

Inschrift

WILHELM VON OCKHAM

1286 OCKHAM – 1347 MÜNCHEN

FRANZISKANER, PHILOSOPH,
THEOLOGE,
BERATER VON KAISER LUDWIG IV.,
BERÜHMT FÜR BAHNBRECHENDE
MODERNE DENKANSÄTZE IN LOGIK,
SPRACHPHILOSOPHIE,
ERKENNTNISTHEORIE UND
METAPHYSIK.

ER LEBTE SEIT 1328 IN MÜNCHEN
IM FRANZISKANERKLOSTER AM
HEUTIGEN
MAX-JOSEPH-PLATZ, WO ER AUCH
BEGRABEN WURDE. DER ORT
SEINES WIRKENS WAR DER
„ALTE HOF“, DIE KAISERBURG.

GESTIFTET ROTARY CLUB MÜNCHEN

Gedenktafel - Wilhelm von Ockham - Henselmann Josef Alexander, Vossenkuhl Wilhelm – Denkmal/Kunstwerk in München
© Gerhard Willhalm

Die Gedenktafel wurde von Prof. Dr. Josef Henselmann und der Text von Prof. Dr. Wilhelm Vossenkuhl im Auftrag und auf Kosten des Rotary Club München am 25. September 2026 am "Affenturm" des Alten Hofes angebracht.

  • 07.02.2025: Schreiben der Münchner Universitäts- und Akademiepräsidenten an OB Reiter
  • 2025: Bitte um angemessene Erinnerung an Wilhelm von Ockham am Max-Joseph-Platz
  • 2025: Ablehnung durch OB Reiter aus Platzgründen und wegen der bestehenden Occamstraße
  • 06.08.2026: Genehmigung der Gedenktafel durch die Untere Denkmalschutzbehörde
  • 25.09.2026: Anbringung der Gedenktafel am Affenturm des Alten Hofes

Wilhelm von Ockham (um 1285 – 1347)

Der englische Franziskaner, Philosoph und Theologe wurde in Oxford ausgebildet und gilt als einer der einflussreichsten Denker des Mittelalters. Im Armutsstreit mit Papst Johannes XXII. geriet er in Konflikt mit der Kurie in Avignon, floh 1328 an den Hof Kaiser Ludwigs des Bayern und lebte ab 1330 im Münchner Franziskanerkloster, das sich in der Nähe dieses Ortes befand. Hier verfasste er seine grundlegenden Schriften zur Begrenzung geistlicher und weltlicher Macht und trat dafür ein, dass auch ein Papst irren kann und die Herrschaft des Kaisers nicht vom Papst abgeleitet ist. Sein Denken, vom Nominalismus bis zu „Ockhams Rasiermesser", prägte die europäische Geistesgeschichte nachhaltig. Er starb 1347 in München, vermutlich an der Pest; sein Grab ist nicht erhalten.

Weitere Bilder

Gedenktafel - Wilhelm von Ockham
Gedenktafel - Wilhelm von Ockham

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