Stadtportal zur Münchner Stadtgeschichte
Aus Anlass des 200. Geburtstages von König Maximilian II. werden Kartons und Ölskizzen gezeigt, die als Vorarbeiten zu den Historischen Galerien des Monarchen gedient haben. Nach der Thronbesteigung 1848 war es sein erklärtes Ziel,„das Bayerische Nationalgefühl auf alle Weise zu heben", um so den inneren Zusammenhalt und die Eigenständigkeit des Landes zu festigen. Mit seiner Kulturpolitik wollte der König das Bewusstsein für die geschichtliche Größe Bayerns stärken und die Bindung seines Volkes an das Herrscherhaus neu beleben, die nach der unrühmlichen Abdankung seines Vaters Ludwig l.und den revolutionären Ereignissen von 1848 brüchig geworden war. Die Errichtung von Denkmälern, die Förderung von Brauchtum,Tracht und Mundartdichtung waren wichtige Bestandteile seines Regierungsprogramms. Eine zentrale Position nahmen die repräsentativen Bauten an der neuen Maximilianstraße ein: Das Bayerische Nationalmuseum mit seinem Zyklus von 143 Fresken zur Geschichte Bayerns und das als Bildungsinstitut errichtete Maximilianeum mit seiner 30 Tafelgemälde umfassenden Folge zur Welt- und Heilsgeschichte.Von den beiden Bilderzyklen sind heute nur noch wenige Zeugnisse öffentlich zu sehen. Die Kartons und Ölskizzen vermitteln einen Einblick in den Entstehungsprozess der Historischen Galerien und machen die vorherrschenden Stiltendenzen in der Münchner Historienmalerei dieser Zeit sichtbar.
| Veranstalter | Bayerisches Nationalmuseum |
| Datum | 05.01.2012 |
| Uhrzeit | 18:00 |
| Referent/in | Dr. Sigrid Epp |
| Treffpunkt | Kassenraum |
| Anfahrt | U4 / U5 (Station Lehel) / Straßenbahn 17 / Bus 100 Station Nationalmuseum |
| Preis | Museumseintritt |