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Bergsträßerstraße

Gotthelf Bergsträßer (* 5. April 1886 in Oberlosa; † 16. August 1933 bei Berchtesgaden) war einer der bedeutendsten Orientalisten des 20. Jahrhunderts.

Viele seiner Schriften sind bis heute für die Islamwissenschaft und die Semitistik relevant. Vor allem die Einführung in die Semitischen Sprachen ist bis heute ein international gelesenes Standardwerk. Von herausragender Bedeutung für die Althebraistik versprach seine Hebräische Grammatik zu werden, die als völlige Neukonzeption der in der 28. Auflage von 1909 zuletzt von E. Kautzsch bearbeiteten Hebräischen Grammatik von Wilhelm Gesenius geplant war, aber Fragment blieb: von den geplanten vier Bänden (Bergsträßer selbst sprach bescheiden nur von „Heften“) sind nur die ersten beiden Teile erschienen (1918 Schrift- und Lautlehre, 1929 Verbum). Sie werden zusammen mit der Gesenius-Kautzsch-Grammatik von 1909 als Konvolut bis heute immer wieder nachgedruckt. Auf Einladung der Universität Kairo hielt er 1931/32 auf der Philosophischen Fakultät eine Vortragsreihe über philologische Fragen arabischer Quellen, an der auch der damals berühmte Literat Taha Hussein teilnahm. Die Vorträge sind unter dem Titel Uṣūl naqd an-nuṣūs wa-našr al-kitāb (Grundlagen der Textkritik und Werkpublikation) in Kairo publiziert worden (herausgegeben von Muḥammad Ḥamdī al-Bakrī, 2. Auflage. Kairo 1995).

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Bergsträßer Gotthelf
Gotthelf Bergsträßer
Bildrechte: Max Meyerhof, Bergstrasser, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons
Straßenname Bergsträßerstraße
Benennung 1947 Umbenennung
Plz 80997
Stadtbezirk 23. Allach-Untermenzing | Industriebezirk
RubrikPersonen
Kategorie Orientalist  
Gruppe Bayerische Akademie der Wissenschaften  LMU  
Lat/Lng 48.17905 11.47796   
Straßenlänge 161 m
Person Bergsträßer Gotthelf
Geboren 5.4.1886 [Oberlosa]
Gestorben 16.8.1933 [Berchtesgaden]
Kategorie Orientalist
Gruppe Bayerische Akademie der Wissenschaften LMU
Nation Deutschland
GND116134194
Leben
Gotthelf Bergsträßer

Gotthelf Bergsträßer (* 5. April 1886 in Oberlosa; † 16. August 1933 bei Berchtesgaden) war einer der bedeutendsten Orientalisten des 20. Jahrhunderts.

Viele seiner Schriften sind bis heute für die Islamwissenschaft und die Semitistik relevant. Vor allem die Einführung in die Semitischen Sprachen ist bis heute ein international gelesenes Standardwerk. Von herausragender Bedeutung für die Althebraistik versprach seine Hebräische Grammatik zu werden, die als völlige Neukonzeption der in der 28. Auflage von 1909 zuletzt von E. Kautzsch bearbeiteten Hebräischen Grammatik von Wilhelm Gesenius geplant war, aber Fragment blieb: von den geplanten vier Bänden (Bergsträßer selbst sprach bescheiden nur von „Heften“) sind nur die ersten beiden Teile erschienen (1918 Schrift- und Lautlehre, 1929 Verbum). Sie werden zusammen mit der Gesenius-Kautzsch-Grammatik von 1909 als Konvolut bis heute immer wieder nachgedruckt. Auf Einladung der Universität Kairo hielt er 1931/32 auf der Philosophischen Fakultät eine Vortragsreihe über philologische Fragen arabischer Quellen, an der auch der damals berühmte Literat Taha Hussein teilnahm. Die Vorträge sind unter dem Titel Uṣūl naqd an-nuṣūs wa-našr al-kitāb (Grundlagen der Textkritik und Werkpublikation) in Kairo publiziert worden (herausgegeben von Muḥammad Ḥamdī al-Bakrī, 2. Auflage. Kairo 1995).

Bavarikon Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche Nationalbibliothek
1965 Baureferat
Bergsträßerstraße: Gottheit Bergsträßer (1886-1933), Orientalist, Professor an der Universität München, Mitglied der Bayer. Akademie der Wissenschaften. *1947
Datum Quelle A

Straßenbenennungen

Straße Von Grund Bis Grund
Bergsträßerstraße 1947 Umbenennung
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