Gietlstraße

Gietl Franz Xaver Ritter von
Franz Xaver Ritter von Gietl
Bildrechte: Franz Hanfstaengl creator QS:P170,Q647812, Franz Xaver von Gietl - Arzt, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons
Historische Informationen, Lage und Entwicklung der Straße Gietlstraße in München.

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Straßenname Gietlstraße
Benennung 1896 Umbenennung
Plz 81541
Stadtbezirk 17. Obergiesing-Fasangarten | Obergiesing
RubrikPersonen
Kategorie Arzt  Leibarzt  
Gruppe LMU  Ehrenbürger von München  
Lat/Lng 48.117212 - 11.579140    b
Straßenlänge 271 m
Person Gietl Franz Xaver Ritter von
geboren 27.8.1803 [Höchstädt a.d. Donau]
gestorben 19.3.1888 [München]
Kategorie Arzt  Leibarzt  
Gruppe LMU  Ehrenbürger von München  
Nation Deutschland
Konfession katholisch
GND 116620900
Leben
Franz Xaver Ritter von Gietl
Historische Informationen, Lage und Entwicklung der Straße Gietlstraße in München.
Grabstätte
Grabstätte
Alter Südlicher Friedhof

Sektion: M rechts Nummer: 135/136
Bavarikon Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche National Bibliothek
Benennung 1896 Umbenennung
Person Gietl Franz Xaver Ritter von
Geboren 27.8.1803 [Höchstädt a.d. Donau]
Gestorben 19.3.1888 [München]
Kategorie Arzt Leibarzt
Gruppe LMU Ehrenbürger von München
Nation Deutschland
Konfessionkatholisch
GND116620900
Leben
Franz Xaver Ritter von Gietl
Historische Informationen, Lage und Entwicklung der Straße Gietlstraße in München.
Grabstätte
Grabstätte
Alter Südlicher Friedhof

<a href='/friedhof/d_grab.php?id=484'>Sektion: M rechts Nummer: 135/136</a>
Bavarikon Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche Nationalbibliothek
1894 Rambaldi
733. Gietlstraße. Beginnt am Areale des ehemaligen Giesinger- Friedhofes, zieht längs der Nordgrenze desselben hin und endet an der Tegernseerlandstraße. Zur Ehrung des k. Geheimrates Dr. Franz Xaver Ritter von Gietl *), geb. am 27. August 1803 in Höchstädt a. D. als Sohn des kurfürstlichen Landgerichtsassessors dortselbst und nachmaligen k. Rentbeamten in Neuburg a. D. Johann Nepomuk Gietl. Gietl besuchte die Universitäten in Würzburg und Landshut, resp. München. Im Jahre 1880, als er sich als Assistenzarzt im Hotel Dieu in Paris befand, leistete er bei den Straßenkämpfen während der Julirevolution dortselbst chirurgische Hilfe. Anfang der 80er Jahre, als die Cholera zum erstenmal in Europa austrat, wurde Gietl von der bayerischen Regierung nach Böhmen und Schlesien zum Studium der Epidemie entsendet. 1834 wurde er zum Leibarzt Sr. k. Hoheit des Kronprinzen Maximilian, 1838 zum außerordentlichen Professor der Therapie und medizinischen Klinik an der Universität München und zum Spitalarzt ernannt. 1848 erfolgte seine Ernennung zum Leibärzte Sr. Majestät des Königs Maximilian II., in welcher Eigenschaft er auch nach dem Ableben des Königs im Jahre 1864 von Sr. Majestät dent König Ludwig II. bestätigt wurde. Am 18. Januar 1841 zum Direktor des Krankenhauses l. J. ernannt, wirkte Gietl als solcher bis zum Jahre 1850 und von da bis 1887 als Oberarzt. Am 1. Mai 1841 wurde er als ordentliches Mitglied in den Obermedizinalausschuß berufen, welchem er bis an sein Lebensende angehörte. Gietl machte die Choleraepidemien in München in den Jahren 1836, 1854 und 1873/74 mit; er hat sich um die Therapie, hauptsächlich durch eine neue Behandlung des Typhus verdient gemacht. Dieselbe hat sich als sehr erfolgreich erwiesen, weshalb er allgemeine Anerkennung fand. Im Jahre 1854 wurde er für sein erfolgreiches Wirken durch eine Adresse des Magistrates ausgezeichnet, 1866 in den erblichen Adelsstand erhoben. 1883 erhielt er zu seinem 80. Geburtstage das Großkreuz des Verdienstordens der bayerischen Krone und wurde zum Ehrenbürger von München ernannt, woselbst er am 19. März 1888 starb. Diese Straße gehörte früher zur Feldmülleranlage und zur Tegernseer Landstraße und erhielt vom 7. März resp. 1. April 1856 amtlich den schon älteren Namen Gottesackerweg. Ihren gegenwärtigen Namen trägt sie seit 3. resp. 9. November 1894.

*) Ich verdanke diese Angaben der Freundlichkeit des Herrn Ministerialrates Max Ritter von Gietl, eines Sohnes des Herrn Geheimrates.
1943 Adressbuch
Dr. Franz Xaver Ritter von Gietl, Geheimrat, Königlicher Leibarzt, o. Universitätsprofessor, Direktor, später Oberarzt des Krankenhauses links der Isar, Ehrenbürger von München, * 1803, † 1888.

Beginnt am Bergsteig nächst des Giesinger Kirche und führt die Aigner- und Alois-Jegg-Straße kreuzend, zur Tegernseer Landstraße.

1965 Baureferat
Gietlstraße : Dr. Franz Xaver Ritter von Gietl (1803-1888), Geheimrat, Professor der Medizin an der Universität München, Direktor des städt. Krankenhauses l. d. I., Ehrenbürger der Stadt München, Leibarzt der Könige Max II. und Ludwig I. *1896

Straßenbenennungen

Straße Von Grund Bis Grund
Gietlstraße 1896 Umbenennung 9.11.
Straße Name Architekt Baustil Jahr
Gietlstraße 2 Kath. Pfarrhaus von Hl. Kreuz Hocheder Carl d. Ä. neubarock 1894
Gietlstraße 2 Benefiziatenhaus Hocheder Carl d. Ä. neubarock 1895
Gietlstraße 3 Mietshaus historisierend 1900
Gietlstraße 5 Mietshaus historisierend 1900
Gietlstraße 6 Kleinhaus 1845
Gietlstraße 7 Wohnhaus historisierend 1905
Gietlstraße 8 Zweigeschossiges Satteldachhaus 1845
Gietlstraße 12 Mietshaus deutsche Renaissance 1900
Gietlstraße 14 Mietshaus deutsche Renaissance 1901
Gietlstraße 16 Erdgeschossiges Kleinhaus 1845
Gietlstraße 18 Mietshaus Neurenaissance 1890
Gietlstraße 23 Vorstadthäuser 1840
Gietlstraße 31 Mietshaus neubarock 1880
Straße Name Art Jahr Bild
Gietlstraße Gedenktafel für den ehemaligen Giesinger Friedhof 1931 Gedenktafel für den ehemaligen Giesinger Friedhof
Titel Straße Standort Künstler Jahr Bild
Silberhorn Johann Nepomuk Gietlstraße 2 Pfarrhof von Heilig Kreuz (München Giesing) 0 –
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