Schuckertstraße

Johann Sigmund Schuckert (* 18. Oktober 1846 in Nürnberg; † 17. September 1895 in Wiesbaden) war ein Elektrotechniker und Gründer der Firma Schuckert & Co. (Schuckertwerke).

Er war einer der Pioniere der Industrialisierung in Nürnberg.

Die von Schuckert produzierten Maschinen waren außerdem günstiger und leistungsfähiger als die Konkurrenzprodukte jener Zeit. Der daraus resultierende Erfolg führte zur Betriebsvergrößerung. 1879 bezog er auf Anraten des Kaufmanns Alexander Wacker, seines späteren kaufmännischen Leiters, einen Teil der Meßthalerschen Maschinenfabrik.

Hier wurden Bogenlampen in großer Stückzahl produziert, deren Qualität auf der Pariser Weltausstellung 1889 große Anerkennung fand. Da die angemieteten Räumlichkeiten bald wieder zu eng wurden, baute er in der Schloßäckerstraße seine eigene große Fabrikanlage und wurde damit zum Unternehmer im eigentlichen Sinn. Er ließ die handwerklichen Traditionen hinter sich, kaufte Teile zu und stellte Mitarbeiter ein.

1885 nahm er Alexander Wacker als Teilhaber auf und stellte Ingenieure, Vertriebsfachleute und andere Spitzenfachkräfte ein, mit denen er seine Fertigung weiter ausbauen konnte. Bald hatte Schuckert & Co. über 280 Mitarbeiter und machte einen Jahresumsatz von 1,53 Millionen Mark. Um die großen Aufträge erfüllen zu können, wurden ab 1889 weitere Grundstücke in der Landgrabenstraße bebaut. Die Erfindung des Scheinwerfers beschleunigte den Aufstieg. Die Scheinwerfer, ein komplettes Produkt der Nürnberger Industrie, wurden in alle Welt exportiert. In den Schuckert-Werken wurden auch komplette elektrische Anlagen bis hin zur Straßenbahn gebaut.

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Schuckert Johann Sigismund
Johann Sigismund Schuckert
Bildrechte: UnknownUnknown author, Johann Sigmund Schuckert, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons
Straßenname Schuckertstraße
Benennung 1952 Erstnennung
Plz 81379
Stadtbezirk 19. Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln | Obersendling
RubrikPersonen
Kategorie Industrieller  
Lat/Lng 48.099786 11.51827   
Straßenlänge 239 m
Person Schuckert Johann Sigismund
Geboren 18.10.1840 [Nürnberg]
Gestorben 17.9.1895 [Wiesbaden]
Kategorie Industrieller
Nation Deutschland
Konfessionevangelisch
GND118836951
Leben
Johann Sigismund Schuckert

Johann Sigmund Schuckert (* 18. Oktober 1846 in Nürnberg; † 17. September 1895 in Wiesbaden) war ein Elektrotechniker und Gründer der Firma Schuckert & Co. (Schuckertwerke).

Er war einer der Pioniere der Industrialisierung in Nürnberg.

Die von Schuckert produzierten Maschinen waren außerdem günstiger und leistungsfähiger als die Konkurrenzprodukte jener Zeit. Der daraus resultierende Erfolg führte zur Betriebsvergrößerung. 1879 bezog er auf Anraten des Kaufmanns Alexander Wacker, seines späteren kaufmännischen Leiters, einen Teil der Meßthalerschen Maschinenfabrik.

Hier wurden Bogenlampen in großer Stückzahl produziert, deren Qualität auf der Pariser Weltausstellung 1889 große Anerkennung fand. Da die angemieteten Räumlichkeiten bald wieder zu eng wurden, baute er in der Schloßäckerstraße seine eigene große Fabrikanlage und wurde damit zum Unternehmer im eigentlichen Sinn. Er ließ die handwerklichen Traditionen hinter sich, kaufte Teile zu und stellte Mitarbeiter ein.

1885 nahm er Alexander Wacker als Teilhaber auf und stellte Ingenieure, Vertriebsfachleute und andere Spitzenfachkräfte ein, mit denen er seine Fertigung weiter ausbauen konnte. Bald hatte Schuckert & Co. über 280 Mitarbeiter und machte einen Jahresumsatz von 1,53 Millionen Mark. Um die großen Aufträge erfüllen zu können, wurden ab 1889 weitere Grundstücke in der Landgrabenstraße bebaut. Die Erfindung des Scheinwerfers beschleunigte den Aufstieg. Die Scheinwerfer, ein komplettes Produkt der Nürnberger Industrie, wurden in alle Welt exportiert. In den Schuckert-Werken wurden auch komplette elektrische Anlagen bis hin zur Straßenbahn gebaut.

Bavarikon Deutsche Biografie Deutsche Nationalbibliothek
1965 Baureferat
Schuckertstraße: Johann Sigismund Schuckert (1840-1895), Industrieller, gründete als Mechaniker eine kleine Werkstätte, aus der sich die späteren Schuckertwerke in Nürnberg entwickelten; sie vereinigten sich mit den Siemenswerken zu dem heutigen Weltunternehmen. *1952

Straßenbenennungen

Straße Von Grund Bis Grund
Schuckertstraße 1952 Erstnennung
Straße Name Architekt Baustil Jahr
Schuckertstraße 1 Fünfgeschossiger Wohnblock Freymuth Emil 1952
Schuckertstraße 2 Fünfgeschossiger Wohnblock Freymuth Emil 1952
Schuckertstraße 7 Dreigeschossiger Wohnblock Freymuth Emil 1952
Schuckertstraße 10 Zweigeschossiger Wohnblock Freymuth Emil 1952
Schuckertstraße 13 Sternhaus II. Freymuth Emil 1952
Schuckertstraße 14 Sternhaus I. Freymuth Emil 1952
Titel Straße Standort Künstler Jahr Bild
Schreitender Schuckertstraße Siemens-Siedlung Berthold Joachim 1955 –
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