Sieboldstraße

Siebold Karl Theodor Ernst von
Karl Theodor Ernst von Siebold
Bildrechte: anonym, Siebold 1804-1885, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons
Historische Informationen, Lage und Entwicklung der Straße Sieboldstraße in München.

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Straßenname Sieboldstraße
Benennung 1908 Erstnennung
Plz 81669
Stadtbezirk 5. Au-Haidhausen | Obere Au
RubrikPersonen
Kategorie Arzt  Zoologe  
Gruppe Bayerische Akademie der Wissenschaften  LMU  
Lat/Lng 48.125240 - 11.592791    b
Straßenlänge 300 m
Person Siebold Karl Theodor Ernst von
geboren 16.2.1804
gestorben 7.4.1885 [Münchern]
Kategorie Arzt  Zoologe  
Gruppe Bayerische Akademie der Wissenschaften  LMU  
Nation Deutschland
GND 117388297
Leben
Karl Theodor Ernst von Siebold
Historische Informationen, Lage und Entwicklung der Straße Sieboldstraße in München.
Grabstätte
Grabstätte
Alter Südlicher Friedhof

Sektion: 37 Reihe: 01 Nummer: 1
Bavarikon Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche National Bibliothek
Person Siebold Philipp Franz Jonkheer von
geboren 17.2.1796 [Würzburg]
gestorben 18.10.1866 [München]
Kategorie Botaniker  Ethnologe  Sammler  
Gruppe Bayerische Akademie der Wissenschaften  
Nation Deutschland
Konfession katholisch
GND 118613960
Leben
Unknown, "E. Chargouey", <a rel="nofollow" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Naturalis_Biodiversity_Center_-_Siebold_Collection_-_Philipp_Franz_von_Siebold_-_Portrait.JPG">Naturalis Biodiversity Center - Siebold Collection - Philipp Franz von Siebold - Portrait</a>, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf <a rel="nofollow" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Template:PD-old">Wikimedia Commons</a>

Philipp Franz Jonkheer von Siebold

Philipp Franz Balthasar Siebold, ab 1801 von Siebold, (* 17. Februar 1796 in Würzburg; † 18. Oktober 1866 in München) war ein bayerischer Arzt, Japan- und Naturforscher, Ethnologe, Botaniker und Sammler. Er lebte von 1823 bis 1829 sowie von 1859 bis 1862 in Japan. Siebold ist einer der wichtigsten Zeugen des isolierten Japans der späten Edo-Zeit und wird auch im heutigen Japan hochverehrt. Er gilt als Begründer der internationalen Japanforschung. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „Siebold“; früher wurde auch die Abkürzung „Sieb.“ verwendet.

Auf die Promotion im Jahre 1820 folgte eine kurze Tätigkeit als praktischer Arzt in Heidingsfeld. Zwei Jahre später erreichte ihn ein Angebot der Militärführung der Niederlande für eine Stabsarztstelle in Ostindien. Er bewarb sich mit den Worten: „Die Naturgeschichte... war es, die mich zu einem solchen Schritte in andere Weltteile bestimmte und sie wird es auch sein, die die Möglichkeit tüchtiger Resultate meiner Reisen begründet.“

1828 ging Siebolds offizielle Dienstzeit in Japan zu Ende. Seine Schätze wurden mehr oder minder verdeckt verladen, doch am 10. August, kurz vor dem Auslaufen, wurde die Cornelius Houtman durch einen Taifun an Land getrieben und manövrierunfähig. Als man, um das Schiff flott zu machen, die Ladung an Land brachte, konnte man nicht übersehen, dass Siebolds Gepäck Landkarten und andere Dinge enthielt, deren Ausfuhr streng verboten war. Diese sogenannte „Siebold-Affäre“ hatte schwerwiegende Folgen für ihn und seinen Bekanntenkreis. Etwa fünfzig Personen, die mit ihm einen engeren Umgang gepflegt hatten, wurden mit harten Strafen bis hin zur Verbannung bedacht.

Grabstätte
Grabstätte
Alter Südlicher Friedhof

Sektion: 33 - Reihe: 13 - Nummer: 5
Bavarikon Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche National Bibliothek
Benennung 1908 Erstnennung
Person Siebold Karl Theodor Ernst von
Geboren 16.2.1804
Gestorben 7.4.1885 [Münchern]
Kategorie Arzt Zoologe
Gruppe Bayerische Akademie der Wissenschaften LMU
Nation Deutschland
GND117388297
Leben
Karl Theodor Ernst von Siebold
Historische Informationen, Lage und Entwicklung der Straße Sieboldstraße in München.
Grabstätte
Grabstätte
Alter Südlicher Friedhof

<a href='/friedhof/d_grab.php?id=1426'>Sektion: 33 - Reihe: 13 - Nummer: 5</a>
Bavarikon Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche Nationalbibliothek
Person Siebold Philipp Franz Jonkheer von
geboren 17.2.1796 [Würzburg]
gestorben 18.10.1866 [München]
Kategorie Botaniker  Ethnologe  Sammler  
Gruppe Bayerische Akademie der Wissenschaften  
Nation Deutschland
Konfession katholisch
GND 118613960
Leben
Unknown, "E. Chargouey", <a rel="nofollow" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Naturalis_Biodiversity_Center_-_Siebold_Collection_-_Philipp_Franz_von_Siebold_-_Portrait.JPG">Naturalis Biodiversity Center - Siebold Collection - Philipp Franz von Siebold - Portrait</a>, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf <a rel="nofollow" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Template:PD-old">Wikimedia Commons</a>

Philipp Franz Jonkheer von Siebold

Philipp Franz Balthasar Siebold, ab 1801 von Siebold, (* 17. Februar 1796 in Würzburg; † 18. Oktober 1866 in München) war ein bayerischer Arzt, Japan- und Naturforscher, Ethnologe, Botaniker und Sammler. Er lebte von 1823 bis 1829 sowie von 1859 bis 1862 in Japan. Siebold ist einer der wichtigsten Zeugen des isolierten Japans der späten Edo-Zeit und wird auch im heutigen Japan hochverehrt. Er gilt als Begründer der internationalen Japanforschung. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „Siebold“; früher wurde auch die Abkürzung „Sieb.“ verwendet.

Auf die Promotion im Jahre 1820 folgte eine kurze Tätigkeit als praktischer Arzt in Heidingsfeld. Zwei Jahre später erreichte ihn ein Angebot der Militärführung der Niederlande für eine Stabsarztstelle in Ostindien. Er bewarb sich mit den Worten: „Die Naturgeschichte... war es, die mich zu einem solchen Schritte in andere Weltteile bestimmte und sie wird es auch sein, die die Möglichkeit tüchtiger Resultate meiner Reisen begründet.“

1828 ging Siebolds offizielle Dienstzeit in Japan zu Ende. Seine Schätze wurden mehr oder minder verdeckt verladen, doch am 10. August, kurz vor dem Auslaufen, wurde die Cornelius Houtman durch einen Taifun an Land getrieben und manövrierunfähig. Als man, um das Schiff flott zu machen, die Ladung an Land brachte, konnte man nicht übersehen, dass Siebolds Gepäck Landkarten und andere Dinge enthielt, deren Ausfuhr streng verboten war. Diese sogenannte „Siebold-Affäre“ hatte schwerwiegende Folgen für ihn und seinen Bekanntenkreis. Etwa fünfzig Personen, die mit ihm einen engeren Umgang gepflegt hatten, wurden mit harten Strafen bis hin zur Verbannung bedacht.

Grabstätte
Grabstätte
Alter Südlicher Friedhof

Sektion: 33 - Reihe: 13 - Nummer: 5
Bavarikon Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche National Bibliothek
1965 Baureferat
Sieboldstraße:
1) Karl Theodor von Siebold (1804-1885), bedeutender Zoologe, Prof, für Physiologie und vergleichende Anatomie an der Universität München.
2) Philipp Franz von Siebold (1796-1866), Botaniker, Mitglied der Bayer. Akademie der Wissenschaften, trug als Forschungsreisender zur Erschließung Japans bei. *1908

Straßenbenennungen

Straße Von Grund Bis Grund
Sieboldstraße 1908 Erstnennung

Literatur

Siebold Karl Theodor Ernst von, Philipp Franz von Siebold und München   
Straße Name Architekt Baustil Jahr
Sieboldstraße 2 Volksschule Sieboldstraße Rehlen Robert 1908
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