Straßen - Umgebungssuche

Straßen im Umkreis von 0.5 km


Erstnennung: 0 | Stadtbezirk: 2. Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt - Glockenbach | Entfernung: 0.13 |

Holzstraße: Nach einem früheren, 1822 aufgelassenen Stapel- und Trockenplatz für das Holz, das von den Landeplätzen an der Isar angefahren und über den Glocken- und Westermühlbach herangeflößt wurde. *nicht feststellbar

1965 - Baureferat




Erstnennung: 1924 | Stadtbezirk: 2. Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt - Am alten Südfriedhof | Entfernung: 0.14 |

benannt nach der nach München einverleibten Gemeinde Thalkirchen.




Erstnennung: 1998 | Stadtbezirk: 2. Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt - Glockenbach | Entfernung: 0.17 |

Karl Heinrich Ulrichs (* 28. August 1825 in Westerfeld, heute Stadtteil Kirchdorf in Aurich (Ostfriesland); † 14. Juli 1895 in L’Aquila, Italien) war ein deutscher Jurist, Journalist, Verleger, Schriftsteller, Pionier der Sexualwissenschaft und einer der ersten bekannten Vorkämpfer für die rechtliche Gleichstellung von Homosexuellen.

Er forschte und publizierte über gleichgeschlechtliche Liebe, die er „Uranismus“ nannte, und propagierte die Möglichkeit der Eheschließung zwischen zwei Männern, die er als „urnische Ehe“ bezeichnete. Das Kunstwort „homosexuell“ gab es zu dieser Zeit noch nicht. Er bekannte sich zudem öffentlich und selbstbewusst zu seiner Veranlagung, was zu seiner Zeit ein unerhörter Vorgang und wegen drohender Strafverfolgung nicht ungefährlich war. Volkmar Sigusch bezeichnete ihn als den „ersten Schwulen der Weltgeschichte“.

Auf dem deutschen Juristentag 1867 in München forderte er in einer Rede erstmals öffentlich die Straffreiheit gleichgeschlechtlicher sexueller Handlungen, da diese auf einer natürlichen Veranlagung beruhen würden, worauf es zu tumultartigen Szenen unter den Zuhörern und zum Abbruch seiner Rede kam. Ulrichs gilt als ein früher Vordenker und -kämpfer der heutigen Lesben- und Schwulenbewegung, blieb aber zu Lebzeiten mit seinen Ideen und Forderungen ein Außenseiter.




Erstnennung: 1912 | Stadtbezirk: 2. Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt - Glockenbach | Entfernung: 0.19 |

Am Glockenbach, Isarvorstadt<br> 1912 benannt nach dem hier verlaufenden Glockenbach; der Name kommt von einem Glockengußhaus, dass bereits seit 1454 bezeugt ist.[11]

1965 - Baureferat




Erstnennung: 1919 | Stadtbezirk: 2. Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt - Am alten Südfriedhof | Entfernung: 0.26 |

Franz Wilhelm Carl Ludwig Ritter von Winckel (* 5. Juni 1837 in Berleburg; † 31. Dezember 1911 in München; gebürtig Franz Wilhelm Carl Ludwig Winckel) war ein deutscher Gynäkologe und Geburtshelfer.

Winckel studierte ab 1856 an der Universität Berlin Medizin und war ab 1860 an der dortigen Universitätsfrauenklinik als Assistenzarzt tätig. 1864 wechselte er als Professor der Gynäkologie nach Rostock. Im Jahr 1872 wurde Winckel Direktor der Königlichen Landesentbindungsschule in Dresden und bemühte sich um deren Umwandlung in eine moderne Frauenklinik. In Dresden war v. Winckel u. a. Lehrer von Maximilian Nitze und Felix Martin Oberländer. Seine Wahl in die Leopoldina erfolgte 1879. 1883 wurde Winckel Direktor der Universitätsfrauenklinik in München. Er wurde 1907 emeritiert.

Franz von Winckel war der erste Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe. 1905 war er Vorsitzender der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte.

Der Wigand-Martin-Winckel-Handgriff trägt den Namen des Arztes.




Erstnennung: 2022 | Stadtbezirk: 2. Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt - Dreimühlen | Entfernung: 0.27 |

Alexander Miklösy, geb. am 22.02.1949 in Cham, gest. am 12.12.2018 in München, Diplom-Forstwirt, Politiker, Abitur am Theresiengymnasium in München, Studium der Forstwirtschaft an der LMU, Mitbegründer von Radio LORA, seit 1996 Mitglied und ab 2002 Vorsitzender des Bezirksausschusses des 2. Stadtbezirks Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt. Sein besonderes Engagement galt der LGBTIQ* - Community. Alexander Miklösy war eine über die Parteigrenzen hinaus anerkannte Persönlichkeit. Für seine Verdienste wurde er mit der Medaille „München leuchtet“ ausgezeichnet.




Erstnennung: 1999 | Stadtbezirk: 2. Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt - Glockenbach | Entfernung: 0.27 |

Der Name geht zurück auf den bis zum Jahre 1822 an der Straße gelegenen Stapel- und Trockenplatz für das aus den Landeplätzen an der Isar angefahrene Holz, das bei Bedarf in die Stadt weiterbefördert wurde.




Erstnennung: 1888 | Stadtbezirk: 2. Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt - Glockenbach | Entfernung: 0.28 |

Ernst Moritz Arndt (* 26. Dezember 1769 in Groß Schoritz, Rügen; † 29. Januar 1860 in Bonn) war ein deutscher Schriftsteller, Historiker, Freiheitskämpfer und Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung. Er widmete sich hauptsächlich der Mobilisierung gegen die Besetzung Deutschlands durch Napoleon. Er gilt als einer der bedeutendsten Lyriker der Epoche der Befreiungskriege und wird sehr unterschiedlich beurteilt: Einige betonen seine demokratischen Gedanken und sehen ihn als deutschen Patrioten in turbulenten Zeiten, andere wiederum charakterisieren ihn als Nationalisten und heben vorhandene antisemitische Tendenzen in seinen Schriften hervor.

Arndts erklärtes Ziel war es, mit seinen Texten über den Kreis der Gebildeten hinaus zu wirken; er bemühte sich daher um eine allgemeinverständliche Sprache. Er war sich im Klaren darüber, dass einige seiner Publikationen, wie zum Beispiel die Schriften Geist der Zeit, nur Leser in gebildeten Schichten finden würden, und arbeitete daher Teile davon um in ein einfacher gehaltenes Volksbuch. Dessen Auflagen waren 1813/1814 innerhalb weniger Monate vergriffen. Die Flugschriften Arndts sollten den gebildeten wie auch den ungebildeten Leser ansprechen. Er bediente sich bewusst einer Sprache, die „einfältig, klar und ohne alle Klügelei des Worts“ war.

Häufig wird die Breitenwirkung Arndts hervorgehoben, die aber schwer differenziert einzuschätzen ist. Während Arndts antifranzösische Ressentiments wohl auf fruchtbaren Boden fielen, lässt sich der Erfolg seines nationalen Engagements kaum bemessen. In der Forschung ist die Meinung vorherrschend, dass in die Landbevölkerung zwar ein „vages gemeindeutsches Empfinden“ eingegangen sein mag, jedoch der Landespatriotismus und die Verbundenheit mit dem jeweiligen Herrscher dominierte.




Erstnennung: 1899 | Stadtbezirk: 2. Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt - Am alten Südfriedhof | Entfernung: 0.28 |

Frauenlobstraße: Frauenlob (Frouwenlop), Minnesänger im 13. Jhdt. *1899

1965 - Baureferat




Erstnennung: 1880 | Stadtbezirk: 2. Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt - Glockenbach | Entfernung: 0.30 |

Johann Philipp Palm (* 18. Dezember 1766 in Schorndorf; † 26. August 1806 in Braunau am Inn, standrechtlich hingerichtet durch Erschießung auf Befehl von Napoleon) war Buchhändler in Nürnberg. Er veröffentlichte im Verlag seiner Buchhandlung das gegen Napoleon gerichtete Pamphlet Deutschland in seiner tiefen Erniedrigung und wurde dafür zum Tode verurteilt.

Nach der Besetzung Nürnbergs durch französische Truppen im März 1806 erschien dort im Juli im Verlag von Palms Buchhandlung die 144 Seiten umfassende Schrift Deutschland in seiner tiefen Erniedrigung, in der zum Widerstand gegen die Franzosen und deren bayerische Verbündeten aufgerufen wurde. In Augsburg geriet sie in die Hände französischer Offiziere, die das Ganze anzeigten. Daraufhin fanden am 28. Juli und 4. August im Hause Palms in Nürnberg Hausdurchsuchungen statt. Palm war jedoch auf Geschäftsreise und begab sich zunächst zu seinem Onkel in das preußische und damit sichere Erlangen. Trotz Warnungen kehrte er heimlich nach Nürnberg zurück, wo ihn ein Bettler, dem er kurz zuvor ein paar Taler Almosen gezahlt hatte, denunzierte.

Am 14. August wurde er zusammen mit seinem Anwalt Rudolf Sigmund von Holzschuher nach Ansbach zum französischen Oberkommandierenden Jean Baptiste Bernadotte gebracht. Dieser überstellte ihn am 22. August in die französisch besetzte Festungsstadt Braunau am Inn.

Hier erklärte man ihm, dass seine Verhaftung aufgrund eines Dekrets Napoleons vom 5. August erfolgt sei. Ein französisches Militärgericht verurteilte ihn am 25. August trotz seiner Unschuldsbeteuerungen zum Tode. Bei der Erschießung am folgenden Tage wurde Palm zweimal durch Schüsse nur verwundet, so dass er erst im dritten Versuch durch einen Gnadenschuss getötet wurde.

Ob sich der bayerische König Max I. Joseph für eine Begnadigung Palms einsetzte, wie oft kolportiert wird, ist bis heute umstritten. Dafür sprechen könnte, dass einer von Palms Mitangeklagten aufgrund der Fürsprache des Königs begnadigt wurde.

Palm verheimlichte bis zum Schluss die eigentlichen Autoren des Pamphlets. In der Literatur werden sowohl der Graf Julius von Soden als auch der Kammerassessor Julius Conrad von Yelin aus Ansbach (Geschäftsführer der 1803 in Passau eröffneten Filiale der Palmschen Buchhandlung) und Justizrat Johann Georg Leuchs genannt. Sein Tod erregte in Deutschland großes Aufsehen als Beispiel für die despotische Herrschaft Napoleons.




Erstnennung: 1877 | Stadtbezirk: 2. Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt - Glockenbach | Entfernung: 0.31 |

Johann Jacob Balde S.J. (* 3. Januar 1604 in Ensisheim, Elsass; † 9. August 1668 in Neuburg an der Donau) war ein deutscher Jesuit und neulateinischer Dichter.

Nach zwei Jahren Ausbildung ging Balde nach München, wo er am Wilhelmsgymnasium unterrichtete und durch seine ersten poetischen Werke, zunächst Schuldeklamationen, die Aufmerksamkeit seiner Umgebung auf sich zog. Der Rektor des Münchener Collegiums, Jakob Keller, förderte seine poetische Ausbildung. Als Professor der Rhetorik 1628 nach Innsbruck versetzt hatte Balde auch dort Erfolg mit Vorträgen und dramatischen Arbeiten. Auf Anordnung des Ordens ging er zum Studium der Theologie nach Ingolstadt, wurde Zeuge der Belagerung durch schwedische Truppen und wurde 1633 durch den Weihbischof Resch von Eichstätt zum Priester geweiht.

1634 bis 1635 war Balde in München, wurde aber zum Semesterbeginn 1635 als Rhetorikprofessor an die Universität Ingolstadt entsandt, wo man ihn den „wiedererstandenen Quintilian“ nannte[1]. 1637 hatte Balde mit dem biblischen Drama Jephte einen großen Erfolg. Auf Wunsch Herzogs Alberts VI. ging Balde nach München zurück, um dessen Sohn Albrecht Sigismund zu erziehen, den späteren Bischof von Freising.

1638 wurde Balde Hofprediger des Kurfürsten Maximilian I.; nach zwei Jahren musste er die Stelle aus Krankheitsgründen aufgeben und bekam stattdessen den Auftrag, die bayrische Geschichte aufzuschreiben. Er schrieb eine Expeditio Donawerdana über Maximilians Feldzug gegen Donauwörth, doch gab er die Historiographie auf, weil der Kurfürst selbst ihm vorschrieb, was er schreiben dürfe und was nicht. Er widmete sich nun vorwiegend seinen poetischen Arbeiten und gab 1643 bis 1645 seine Oden und Lyrischen Wälder heraus, die seinen Ruhm als Lyriker begründeten.




Erstnennung: 1824 | Stadtbezirk: 2. Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt - Am alten Südfriedhof | Entfernung: 0.33 |

Maistraße: Nach dem Monat Mai. Früher wanderte durch diese Straße die Schuljugend mit Fähnchen und Blumen zum Maifest im Flaucheranger an der Isar. *um 1824

1965 - Baureferat




Erstnennung: 1888 | Stadtbezirk: 2. Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt - Glockenbach | Entfernung: 0.34 |

Carl Theodor Körner (* 23. September 1791 in Dresden; † 26. August 1813 im Forst Rosenow bei Lützow bzw. in Gadebusch) war ein deutscher Dichter und Dramatiker. Berühmt wurde er durch seine Dramen für das Wiener Burgtheater und besonders durch seine Lieder in den antinapoleonischen Befreiungskriegen. Nachdem er als „Sänger und Held“ im Lützowschen Freikorps gefallen war, wurde er zur patriotischen Identifikationsfigur.

Eine glanzvolle Karriere als Dramatiker schien ihm offenzustehen, denn sowohl vom Fürsten Lobkowitz als auch vom Grafen Ferdinand Pálffy erhielt er Anstellungsverträge als Theaterdichter. Körner entschied sich für die Stelle am Burgtheater und erhielt als solcher den Titel eines k. k. Hoftheaterdichters. Auf diese Weise lernte er auch Ludwig van Beethoven kennen, für den er im Februar 1813 das Opernlibretto Ulysses’ Wiederkehr entwarf.[5] Aber bereits im März 1813 kündigte er diese Stelle, als Preußen sein Volk im Kampf gegen Napoleon zu den Waffen rief.




Erstnennung: 1823 | Stadtbezirk: 2. Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt - Glockenbach | Entfernung: 0.36 |

Baumstraße: Wahrscheinlich nach der einstigen, nahegelegenen Ausreitstelle für Floßbäume. *1894

1965 - Baureferat




Erstnennung: 1874 | Stadtbezirk: 2. Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt - Glockenbach | Entfernung: 0.37 |

Auenstraße: Nach den Isarauen. *1874

1965 - Baureferat




Erstnennung: 1904 | Stadtbezirk: 2. Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt - Dreimühlen | Entfernung: 0.37 |

Geyerstraße : Dominikus Geyer, kurfürstl. Rat und Leibchirurg im 18. Jhdt., er baute das Geyerschlößchen am Glockenbach, wo später ein Gasthaus eingerichtet wurde. *1904

1965 - Baureferat




Erstnennung: 1877 | Stadtbezirk: 2. Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt - Am alten Südfriedhof | Entfernung: 0.38 |

Waltherstraße: Dr. Philipp von Walther (1782-1849), Kgl. Leibarzt, Prof, an der Universität München, Leiter der Chirurgischen Klinik und der Augenklinik in München. *1877

1965 - Baureferat




Erstnennung: 1873 | Stadtbezirk: 2. Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt - Am alten Südfriedhof | Entfernung: 0.38 |

Stephansstraße: Nach der St.-Stephans-Friedhofskirche, erbaut 1577, Neubau 1674 bis 1681. *1873

1965 - Baureferat




Erstnennung: 1897 | Stadtbezirk: 2. Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt - Glockenbach | Entfernung: 0.39 |

Hans Sachs (* 5. November 1494 in Nürnberg; † 19. Januar 1576 ebenda) war ein Nürnberger Schuhmacher, Spruchdichter, Meistersinger und Dramatiker.

Sachs’ Werk gilt als ein bedeutendes Zeugnis der reichsstädtischen bürgerlichen Kultur des 16. Jahrhunderts.

Hans Sachs wird als talentiertester und berühmtester der Meistersinger erachtet. Er ist auch der, über den am meisten bekannt ist. Die strengen Regeln und die handwerkliche Herangehensweise an die Dichtung der Meistersinger produzierte eine Art Dichtung, die bei späteren Generationen nicht allzu viel Anklang fand.

Die historische Bedeutung der Meistersingerbewegung liegt in der Tatsache, dass diese Bürger dazu anregte, Dichtung nur zum eigenen Vergnügen und dem der eigenen Verwandtschaft zu betreiben. Seine Fastnachtsspiele gelten als seine besten Werke und werden heute noch aufgeführt. Darin und in einigen anderen seiner Werke geht er über die Regeln eines echten Meistersangs hinaus.




Erstnennung: 1873 | Stadtbezirk: 2. Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt - Am alten Südfriedhof | Entfernung: 0.39 |

Stephansplatz: Nach der St.-Stephans-Friedhofskirche, erbaut 1577, Neubau 1674 bis 1681. *1873

1965 - Baureferat




Erstnennung: 1906 | Stadtbezirk: 2. Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt - Am alten Südfriedhof | Entfernung: 0.40 |

Franz Reisinger (* 3. April 1787 in Koblenz; † 20. April 1855 in Augsburg) war ein deutscher Chirurg und Hochschullehrer.

Am 3. Mai 1819 erreichte ihn ein Ruf als außerordentlicher Professor nach Landshut. Reisingers Vorlesungen beschäftigten sich u. a. mit Pathologie, Chirurgie, Therapie, und Augenheilkunde. Des Weiteren gründete er eine Poliklinik. 1820 schrieb Reisinger eine Monographie über die künstliche Frühgeburt und gab 1824 die „Bayrischen Annalen für Abhandlungen, Erfindungen und Beobachtungen aus dem Gebiete der Chirurgie, Augenheilkunde und Geburtshülfe“ heraus. Am 7. März 1822 wurde er zum ordentlichen Professor ernannt. Streitigkeiten mit älteren Mitgliedern der Fakultät führten jedoch am 13. März 1824 zu seiner Versetzung als Professor für Entbindungskunde nach Erlangen. Einem Ruf vom 11. November 1825 als Lehrstuhlinhaber der Chirurgie an die Universität Erlangen konnte er wegen seiner angegriffenen Gesundheit nicht folgen. Am 28. August 1826 wurde seiner Emeritierungsbitte entsprochen und er zog sich nach Augsburg zurück. Dort erholte sich Reisinger und arbeitete als „Oberwundarzt“ in der chirurgischen Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses, dessen Direktor er 1831 wurde.

Reisinger starb im April 1855 an Cholera. Wegen Zerwürfnissen mit dem Augsburger Stadtrat hatte er kurz vor seinem Tod die Universität München als Haupterbin seines Vermögens von 300000 Gulden eingesetzt. Mit diesem Erbe sollte eine Bildungsanstalt für junge Ärzte gegründet werden, denn Reisinger war der Ansicht, die Absolventen der Münchener Universität würden besonders unzureichend auf ihre Aufgabe als praktische Ärzte vorbereitet.




Erstnennung: 0 | Stadtbezirk: 2. Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt - Glockenbach | Entfernung: 0.42 |

Westermühlstraße: Westermühle, Name einer ehem. Mühle , die 1345 mit Genehmigung Kaiser Ludwigs d . Bayern als „Pestermühle" entstand. *vermutl. 18./ 19. Jhdt.

1965 - Baureferat




Erstnennung: 1867 | Stadtbezirk: 2. Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt - Am alten Südfriedhof | Entfernung: 0.43 |

Das Kapuzinerkloster St. Anton ist ein Kloster des Kapuzinerordens in München. Die Klostergebäude sind als Baudenkmal in die Bayerische Denkmalliste eingetragen.

Gegen 1600 hatte Kurfürst Maximilian I. die Kapuziner nach München geholt. Ihr Kloster stand außerhalb der damaligen Stadtmauer an der Stelle des heutigen Lenbachplatzes. Als Maximilian die Wallbefestigung anlegen ließ, wurde der ein Teil der Außenanlagen des Klosters in eine Bastion einbezogen, die daher den Namen Kapuzinerbastion erhielt. Der Graben zwischen dem Kloster und dem damaligen Schwabinger Tor bekam bei der Bevölkerung den Namen Kapuzinergraben. 1802 wurde das Kloster, Im Zuge der Säkularisation, aufgelöst. Da zu dieser Zeit auch die Festungsanlage geschleift wurde, um einen weitläufigen Platz zu schaffen, wurden die Klostergebäude abgebrochen.

Erst 1845 holte König Ludwig I. den Kapuzinerorden wieder nach München zurück. Er wies ihnen ein Gelände südlich des Alten südlichen Friedhofs neben der 1702 als Rundbau errichteten Schmerzhaften Kapelle zum Bau ihres Klosters zu. 1846 bis 1856 wurde das Kloster in Form einer vierflügeligen Anlage errichtet. In den Ostflügel des Klosters wurde die bereits bestehende Kapelle integriert, die zur Klosterkirche ausgebaut wurde. Der Flügel nördlich der Kapelle diente als Langhaus der Klosterkirche, während sich der Altarraum in dem Rundbau befand. Da die Kapuziner auch die Bevölkerung der Umgebung seelsorgerisch betreuten, wurde die Klosterkirche bald zu klein. Daher wurde 1893–95 westlich des Klosters die neue Kirche St. Anton errichtet.




Erstnennung: 1877 | Stadtbezirk: 2. Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt - Glockenbach | Entfernung: 0.44 |

Johann Jacob Balde S.J. (* 3. Januar 1604 in Ensisheim, Elsass; † 9. August 1668 in Neuburg an der Donau) war ein deutscher Jesuit und neulateinischer Dichter.

Nach zwei Jahren Ausbildung ging Balde nach München, wo er am Wilhelmsgymnasium unterrichtete und durch seine ersten poetischen Werke, zunächst Schuldeklamationen, die Aufmerksamkeit seiner Umgebung auf sich zog. Der Rektor des Münchener Collegiums, Jakob Keller, förderte seine poetische Ausbildung. Als Professor der Rhetorik 1628 nach Innsbruck versetzt hatte Balde auch dort Erfolg mit Vorträgen und dramatischen Arbeiten. Auf Anordnung des Ordens ging er zum Studium der Theologie nach Ingolstadt, wurde Zeuge der Belagerung durch schwedische Truppen und wurde 1633 durch den Weihbischof Resch von Eichstätt zum Priester geweiht.

1634 bis 1635 war Balde in München, wurde aber zum Semesterbeginn 1635 als Rhetorikprofessor an die Universität Ingolstadt entsandt, wo man ihn den „wiedererstandenen Quintilian“ nannte[1]. 1637 hatte Balde mit dem biblischen Drama Jephte einen großen Erfolg. Auf Wunsch Herzogs Alberts VI. ging Balde nach München zurück, um dessen Sohn Albrecht Sigismund zu erziehen, den späteren Bischof von Freising.

1638 wurde Balde Hofprediger des Kurfürsten Maximilian I.; nach zwei Jahren musste er die Stelle aus Krankheitsgründen aufgeben und bekam stattdessen den Auftrag, die bayrische Geschichte aufzuschreiben. Er schrieb eine Expeditio Donawerdana über Maximilians Feldzug gegen Donauwörth, doch gab er die Historiographie auf, weil der Kurfürst selbst ihm vorschrieb, was er schreiben dürfe und was nicht. Er widmete sich nun vorwiegend seinen poetischen Arbeiten und gab 1643 bis 1645 seine Oden und Lyrischen Wälder heraus, die seinen Ruhm als Lyriker begründeten.




Erstnennung: 1988 | Stadtbezirk: 2. Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt - Glockenbach | Entfernung: 0.44 |

Wittelsbacherstraße: Die Wittelsbacher, bayer. Herrschergeschlecht, benannt nach der Stammburg Wittelsbach bei Aichach; die W. waren ab 1180 Herzoge, ab 1623 Kurfürsten und ab 1805 Könige von Bayern; sie stellten ferner 2 deutsche Kaiser (Ludwig der Bayer im 14. Jhdt. und Karl VII. im 18. Jhdt.), sowie in der Nebenlinie Pfalz-Zweibrücken drei schwedische Könige (Karl X. Gustav und Karl XI. im 17. Jhdt. und Karl XII. im 18. Jhdt.). *um 1888

1965 - Baureferat




Erstnennung: 1887 | Stadtbezirk: 2. Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt - Am alten Südfriedhof | Entfernung: 0.44 |

Johann Nepomuk von Ringseis (* 16. Mai 1785 in Schwarzhofen (Oberpfalz); † 22. Mai 1880 in München) war Arzt, Internist und Professor in München.

Ringseis, der neun jüngere Geschwister hatte, ging auf die Zisterzienser-Klosterschule in Walderbach, absolvierte 1797 das Gymnasium in Amberg, und studierte von 1805 bis 1812 Medizin an der Universität Landshut. Er war Hörer von Karl Friedrich Schimper und lernte dort Johann Michael Sailer und Friedrich Karl von Savigny sowie die Geschwister Clemens und Bettina Brentano kennen und schloss sich dem von diesen begründeten Romantikerkreis an.

Nach seiner Promotion begab er sich auf eine vierjährige Studienreise nach Wien (1812/13), Berlin und Paris (1814/15) und ließ sich 1817 als Primararzt am Münchner Allgemeinen Krankenhaus nieder, wo er Vertrauter von Kronprinz Ludwig wurde. Als dessen Leibarzt durfte er ihn auf drei Italienfahrten (1817–24) begleiten. 1818 ernannte Ludwig Ringseis zum Medizinalrat des Isarkreises. 1824 wurde er zum außerordentlichen Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften gewählt.[2] 1826 wurde er ordentlicher Professor an der Medizinischen Fakultät der von Landshut nach München verlegten bayerischen Landesuniversität. Im Jahr 1825 wurde er zum Mitglied der Leopoldina gewählt.[3] Von 1825 bis 1871 war er auch Obermedizinalrat und Medizinalreferent im Innenministerium. 1842 wurde er schließlich ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.




Erstnennung: 1897 | Stadtbezirk: 2. Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt - Am alten Südfriedhof | Entfernung: 0.45 |

Franz Christoph von Rothmund (* 28. Dezember 1801 in Dettelbach; † 30. November 1891 in München) war ein deutscher Chirurg.

Rothmund begann ein Studium der Philosophie und der Medizin in Würzburg. Hier gehörten von Doellinger, von Textor und Johann Lukas Schönlein zu seinen akademischen Lehrern. In Berlin vollendete er sein Studium bei Karl von Graefe. 1823 wurde er zum Dr. med. promoviert. Nach seiner Ausbildung bewarb sich von Rothmund beim Herrschaftsgericht Miltenberg. Er wurde Medizinalbeamter in der unterfränkischen Kleinstadt. Am 14. Mai 1829 erhielt er die Stelle des Gerichtsarztes und ging nach Volkach. Hier betrug sein Gehalt 450 fl., außerdem wurde er in Naturalien bezahlt. In den kommenden Jahren trieb Rothmund die Professionalisierung der Medizin im Städtchen voran. Insbesondere während der Choleraepidemie 1835/1836 bemühte er sich um hygienischere Zustände.[2] Im Jahr 1843 wurde von Rothmund zum Professor und Direktor der I. Chirurgischen Abteilung ans Städtische Krankenhaus München berufen.[3] Hier erprobte er neue Behandlungsmethoden, setzte als einer der ersten Ärzte die Äthernarkose ein. Ab dem Jahr 1848 übernahm er im Rahmen des Obersten Medizinalkomitees die Prüfung junger Ärzte. In den Kriegen der Jahre 1866 und 1870/1871 wirkte von Rothmund als Militärarzt mit. In der Folge wurde er nobilitiert und mit mehreren Orden ausgezeichnet. 1871 wurde er emeritiert. Dennoch veröffentlichte er mehrere Beiträge in Fachzeitschriften und Journalen. Im Jahr 1891 starb von Rothmund im Alter von 89 Jahren. Er gilt bis heute als Begründer der modernen Chirurgie. Der Augenarzt August von Rothmund war sein Sohn.




Erstnennung: 1823 | Stadtbezirk: 2. Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt - Am alten Südfriedhof | Entfernung: 0.46 |

Augsburgerstraße: Der Name bezieht sich nicht auf die Stadt Augsburg, sondern auf den Augsburger Boten Jos. Palmberger, der anfangs des 19. Jhdts. in dieser Straße wohnte und kurz „Augsburger" genannt wurde, *vor 1894

1965 - Baureferat




Erstnennung: 1876 | Stadtbezirk: 2. Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt - Glockenbach | Entfernung: 0.47 |

Johann Friedrich Ludwig Christoph Jahn, auch Turnvater Jahn genannt (* 11. August 1778 in Lanz (Prignitz); † 15. Oktober 1852 in Freyburg (Unstrut)) war ein deutscher Pädagoge, der die sogenannte deutsche Turnbewegung initiierte. Aus dem von ihm begründeten Turnen ging u.a. die heutige Sportart Gerätturnen hervor. Zahlreiche Turngeräte, wie beispielsweise das Reck und der Barren, wurden von ihm eingeführt. Zudem war Jahn Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung.

Die Turnbewegung (auch: Turnerbewegung, turnerische Bewegung) war von Anfang an mit der frühen Nationalbewegung verknüpft. Sie war unter anderem mit der Zielsetzung entstanden, die Jugend auf den Kampf gegen die napoleonische Besetzung und für die Rettung Preußens und Deutschlands vorzubereiten. Den ersten Turnplatz schuf Jahn 1811 in der Berliner Hasenheide. Die von ihm und seinen Mitstreitern auf dem Turnplatz in der Hasenheide demonstrierten Vorstellungen von der „Deutschen Turnkunst“ sind im heutigen Turnbetrieb noch wiederzufinden. Ebenso haben grundlegende von Jahn eingeführte Begriffe und Bezeichnungen Eingang in die Terminologie des Gerätturnens gefunden.




Erstnennung: 1877 | Stadtbezirk: 2. Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt - Glockenbach | Entfernung: 0.49 |

Johann Adam Freiherr von Ickstatt (* 6. Januar 1702 in Vockenhausen, heute Stadt Eppstein; † 17. August 1776 in Waldsassen) war Professor und Direktor der Universität Ingolstadt. Er war ein Vertreter der Aufklärung und gilt als Gründer des bayerischen Realschulwesens.

Der Sohn des Hammerschmieds und Eisenhändlers Georg und dessen Frau Maria Magdalena besuchte das Gymnasium in Oberursel und Mainz und verbrachte seine Jugend in Paris, London und in den Niederlanden. Seinen Lebensunterhalt bestritt er durch Privatunterricht. 1725 bis 1727 studierte er Mathematik und Philosophie bei Christian Wolff in Marburg. An der Universität Mainz wurde er 1730 promoviert.

Anschließend lehrte er als Professor der Rechte an der Universität Würzburg deutsches Staatsrecht, Natur- und Völkerrecht. Ickstatt erwarb sich in dieser Zeit einen Ruf als führender Staatsrechtslehrer des katholischen Deutschlands. 1741 wechselte er nach München und übernahm die Erziehung des Prinzen Maximilian Joseph sowie die Beratung des Kurfürsten Karl Albrecht und späteren Kaisers Karl VII. Ickstatt untermauerte juristisch dessen Anspruch auf die Kaiserkrone.

Nach Karls Kaiserkrönung in Frankfurt 1742 avancierte er zum Reichshofrat; eine Stellung, die er nach Karls Tod 1745 wieder verlor. Kurfürst Max III. Joseph, sein ehemaliger Schüler, erhob ihn 1745 in den Reichsfreiherrnstand. Ab 1746 war er Direktor der Universität Ingolstadt und zugleich ranghöchster Ordinarius der Juristischen Fakultät. Außerdem wirkte er als Berater des Kurfürsten in München.

In Ingolstadt drängte er die bis dahin vorherrschenden Jesuiten zurück, in deren Händen schließlich nur das kanonische Recht blieb. Unter anderem setzte er die Benutzung nichtkatholischer Literatur durch. In den langwierigen Auseinandersetzungen, insbesondere mit dem Ingolstädter Oberpfarrer Eckher, berief sich Ickstatt darauf, Aberglauben und Unwissenheit zu bekämpfen und versicherte sich der Rückendeckung nicht nur des Kurfürsten, sondern auch verschiedener Bischöfe und des Papstes.

Am 29. Oktober 1765 bestellte ihn der Kurfürst zu seinem Berater in staatsmännischen Geschäften, ließ ihm jedoch die Leitung der Universität, die er alljährlich visitierte. Als 1773 der Jesuitenorden aufgehoben wurde, richtete er eine neuartige Realschule nach Berliner Vorbild in Ingolstadt ein. Das Schulwesen sollte an den Bedürfnissen der Gesellschaft orientiert werden.

Aus der Ehe mit Maria Magdalena geborene Koch entstanden keine Kinder. Er adoptierte den zum Waisen gewordenen Adam Weishaupt und führte ihn in die Philosophie ein. Mitten in seiner Arbeit wurde Ickstatt, der seit 1759 ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften war, auf einer Dienstreise am 17. August 1776 um drei Uhr während des Durchsehens der Akten vom Schlag getroffen und in Waldsassen beigesetzt.