Beschreibung des Brandes im königlich-baierischen großen Hof- und Nationaltheater
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Ketten zum Aufziehen, und welche Vorrichtungen erforderlich seyen, um ihn im Falle der Noth auf der Stelle loslassen zu können, und man wird auf sehr bedeutende Schwierigkeiten stoßen. Sollte man auch alle diese überwinden, und sollte man so glücklich seyn, den eisernen Vorhang im Falle der Gefahr auf der Stelle herunter lassen zu können, so muß doch unmittelbar eine Brandmauer damit verbunden seyn, welche das Dachgebälke des Bühnen-Hauses von jenem des Logen-Hauses trennt, als außer dessen das Feuer von dem ersteren in das letztere von Oben doch herüberschlagen müßte.
Will man diesen Vorhang dazu benützen, dem Publikum den Schrecken des Anblickes einer brennenden Bühne zu ersparen, so dürfte er aus der Ursache ganz überflüssig erscheinen, weil in dem großen Theater für hinlängliche Ausgänge vollkommen gesorgt war. — Es soll wohl vor 30 Jahren ein solcher eiserner Vorhang in dem Theater Gaideau in Paris angebracht gewesen seyn; allein man erzählt sich, daß bey dem Herunterfallen desselben einige Menschen wie Insekten abgeschnitten worden seyen, und daß das Theater am Ende doch abgebrannt sey. — Im Coventgarden-Theater zu London soll derselbe vor 13 Jahren mit einer Brandmauer versehen von Nutzen gewesen seyn.
Die Ruinen dieses prachtvollen Musentempels stehen also als ein trauriges Denkmal da, daß wenige Stunden im Stande sind, dasjenige, woran man Jahrelang mit dem größten Vortheile gearbeitet hatte, mit Einschluß der Marmorsäulen, welche der Ewigkeit zu trotzen schienen, bis auf den Grund zu zerstören. Der kostbare königl. Sallon wurde nebst der oben befindlichen reichen Garderobe und vielen Instrumenten ein Raub der Flammen. Allein die nämlichen