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Beschreibung des Brandes im königlich-baierischen großen Hof- und Nationaltheater

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lehr betragen. — Die Erfüllung der Dienstespflicht, eine aufrichtige Fürsten- und Nächstenliebe, und ein reines Ehrgefühl hatten auf diesem Platze des Schreckens die edelsten Menschen versammelt. Es war ein Wetteifer von allen Seiten, je schwerer und kühner, je lieber sich gebrauchen zu lassen, und ich wünschte nichts sehnlicheres, als alle wackern Männer nach ihrem Verdienste namhaft machen zu können. Allein, was mir vor der Hand ohnmöglich ist, wird von der Königl. Polizey-Direktion am sichersten erzielt werden, deren zweckmäßige und rastlose Thätigkeit während der mehrtägigen Dauer des Brandes, und deren Hülfeleistung für die Beschädigten sich auf allen Seiten zu unserm lautesten Danke ausgesprochen hat. Herr Polizey-Direktor von Stetten (noch erkrankt) eilte nichts desto weniger zur Rettung auf den Feuerplatz. — Mehrere Bürger hatten alle ihre Gesellen und Arbeitsleuthe auf den Brandplatz mitgebracht, und der Magistrat hat unter mehrere Hundert jener Zimmer- und Maurergesellen, Bauarbeiter und Taglöhner, welche mitarbeiten halfen, verhältnißmäßige Geldgeschenke aus der Gemeinde-Kassa vertheilen lassen.

Um das ganze Geschäft in Einklang zu erhalten, war der schwarze Saal unfern der Brandstelle bestimmt, woselbst der Herr Stadt-Kommandant Generalmajor Bairon von Ströhl, Herr Polizey-Oberst-Kommissär Rienecker, Herr Ministerial-Rath von Plank, und Herr Hofbau-Intendant von Klenze fortwährend versammelt waren. Hier fanden die Königl. Bauräthe, welchen die verschiedenen Partien zur Rettung anvertraut waren, ihr Centrum, und von hier gingen alle Maaßregeln aus; ein Geschäftsgang, von welchem sich