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Bauwerk nicht mehr vorhanden
| Name | Karolinenplatz |
| Stadtbezirk | 3. Maxvorstadt |
| Stadtbezirksteil | Königsplatz |
| Straße | Karolinenplatz 2 |
| Kategorie | Keine Kategorie |
| Baustil | Keine Kategorie |
| Suchbegriffe | Karolinenplatz |

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Beschreibung
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Am Schnittpunkt der 1807 fertig gestellten Max-Joseph-Straße mit dem Rechteckraster der geplanten > Maxvorstadt eingefügter Rundplatz, der zusammen mit der neu angelegten -> Brienner Straße konstituierend für das Neubauviertel wurde. Der Bau des ersten Gebäudes 1809 (Palais Asbeck, Nr. 3) führte zur Diskussion über die künftige Form der Rondellbebauung: geschlossene (konkave) Platzfronten oder durch Vegetation gerahmte, zurückgesetzte Einzelbauten. Mit dieser >offenen< Bauweise setzte sich C. v. Fischer bei vier Grundstücken durch; auf dem 5. Areal bereits 1822/23 mehrstöckiger Baublock (Nr. 2) errichtet, der das Gleichgewicht der Fischer-Konzeption aufhob. - Die Einmündungen der Barer und Brienner Straße jeweils durch niedrige Nebengebäude flankiert; sie sind als einzige Bauten von Fischer noch erhalten (z. T. geringfügig verändert restauriert), während die ebenfalls nach Plänen von Fischer errichteten dazugehörenden Hauptgebäude durch spätere Umbauten verändert oder durch Bomben zerstört wurden. Dadurch ursprüngliche Platzidee mit ihrer rundum aufgelockerten Bebauung nur noch unvollständig erkennbar.-Bereits 1812 Überlegungen, den Platz durch eine Fontäne oder einen Obelisken zu zentrieren. Der Errichtung des <strong>Obelisken </strong>ging eine Reihe von Projekten für ein Armeedenkmal voraus: zunächst ein Denkmal für alle seit 1805 gefallenen Offiziere: Vorschlag von Wrede nach der Schlacht von Polozk 1812 (Rückzug der >Grande Armee<, Tod des bayerischen Infanteriegenerals Deroy, Vernichtung des bayerischen VI. Armeekorps); Zustimmung durch Maxi. )oseph, der Akademie der Künste mitVorschlägen beauftragt: 1. ein Löwenmonument, 2. ein Säulendenkmal (in Anlehnung an Trajanssäule in Rom bzw. Säule auf der Place Vendöme in Paris), 3. ein Hallendenkmal (wie Pantheon) von C. v. Fischer 1812 an Südseite des > Königsplatzes (1813 als zu teuer abgelehnt); dagegen Klenzes Befürwortung eines Obelisken auf dem -> Odeonsplatz (1818) oder Verbindung der Propyläen als triumphaler Stadtzugang mit Funktion eines Ehrenmals (am Einspruch Wredes gescheitert). Schließlich Realisierung als 29 m hoher, auf würfelförmigem Sockel (mit Widderköpfen und Lorbeerkränzen sowie Eichenlaub- und Zypressenfestons) im Zentrum des Karolinenplatzes; wegen finanzieller Schwierigkeiten erst 1828 begonnen, eingeweiht am 13.10.1833 (20. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig): ursprünglich aus Kalksandstein vorgesehen, dann über Ziegelkern montierte Erzplatten aus eroberten und eingeschmolzenen französischen, russischen, österreichischen und ausgemusterten bayerischen Kanonen (nicht, wie allgemein angenommen, aus gehobenen Kanonen von türkisch-ägyptischen Kriegsschiffen, die 1827 in der Seeschlacht von Navarino, südwestlich der Peloponnes, gesunken waren); erstes Teilstück, von insgesamt 17, gegossen von Stiglmaier. (Bereits von Zeitgenossen widersprüchliche Aufnahme der von Ludwig l. verfassten Widmungsinschrift für die 30 000 im Russlandfeldzug umgekommenen Bayern.) Grünfläche erst 1870-73 angelegt, seit 1876 im Besitz der Stadt München; Sanierung 2001.<strong> </strong></p>
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<strong>Umbauung des Platzes</strong> (ursprünglich mit Einzelgebäuden nach Plänen von C. v. Fischer): Nr. 1: ehemals Kirchmaier-Haus von 1811/12, abgebrochen 1859 und durch dreigeschossigen Wohnblock ersetzt; nach Kriegszerstörungen Neubau als Landesbausparkasse 1952-54 durch J.Wiedemann. Nr. <strong>2</strong>: ehemals Palais Montgelas, erster dreigeschossiger Bau mit geschlossener Platzfront (und Flügelbauten an beiden Seitenstraßen) bereits 1822/23 durch Metivier errichtet; im 2. Weltkrieg zerstört, als Bürohaus 1957 von Dürr neu erbaut, erweitert 1971 an Barer Straße. Nr. <strong>2 a</strong> ( > Karolinenplatz 2 a), Nebengebäude von Nr. 3: ehemals Palais Asbeck, 1809/10 als erstes Gebäude am Karolinenplatz von C. v. Fischer errichtet, später geringfügige Änderungen; durch Freiherr von Lotzbeck 1896/97 neubarock umgebaut (>Lotzbeck-Palais<); obwohl in der Bausubstanz erhalten, 1955-57 durch Neubau Amerika-Haus ersetzt (K. Fischer u. F. Simm). Nr. <strong>3 a</strong>: ursprünglich Gartensalon (mit Gewächshäusern), heute Ateliergebäude bei vorsichtiger Umgestaltung der Straßenfassaden. Nr. <strong>4</strong>: früher PalaisTörring, ursprünglich 1812 als Palais für Kronprinz Ludwig gegenüber der Einmündung der Max-Joseph-Straße als deren Point de vue errichtet; trotz relativ geringfügiger Kriegszerstörungen 1951 abgebrochen und nach Plänen von Kergl für Staatliche Lotterieverwaltung bei scheinbarer Übernahme der Fischerschen Architektur 1954-56 neu erbaut. (Ebenso die Nebengebäude an Brienner und Barer Straße, bei denen nur noch andeutungsweise originale Formen erhalten sind.) Nr. <strong>5</strong>: ursprünglich Palais Hompesch, 1812 in Anlehnung an Palladios Villa Rotonda bei Vicenza errichtet, 1895-96 einschneidender Umbau zum neubarocken herrschaftlichen Wohnhaus durch Deiglmayr; danach im Besitz des Prinzen Georg von Bayern; heute Bayern-Versicherung. Umbau der beiden zugehörigen Nebengebäude (1813): Nr. <strong>5 a</strong> ehemals Palais Freyberg-Schätz in biedermeierlichen Formen (1902; Architekten: Heibig und Haiger unter Einbeziehung des ursprünglichen Baus von C. v. Fischer; heute Auktionshaus Härtung & Karl);Nr. <strong>6</strong> ursprünglich Wohnbau (Architekt: Deiglmayr, 1894/95) an Einmündung Brienner Straße.</p>
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<strong>Nachtrag 2009</strong> KAROLINENPLATZ 6 Börse München Das für Lorenz Hut-schenreuther, Sohn des Porzellan-Fabrikanten, in neubarocken Formen errichtete, 1944 ausgebrannte und dann für die Bayern LB wiederaufgebaute Palais ab 9.9. 2009 Sitz der Börse.</div>