Karolinenplatz
| Straße / Hausnr. | Karolinenplatz |
|---|---|
| Stadtteil | 3. Maxvorstadt – Maxvorstadt |
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Seit 200 Jahren bereichert der Karolinenplatz nahezu unverändert das Münchner Stadtbild.
Von Weitem fällt der Obelisk auf, kommt man näher, so besticht der Platz durch die Schmuckbeete und die langen Blickachsen der Brienner Straße und der Barer Straße.
Der Karolinenplatz ist ein Zeitzeuge der Geschichte Bayerns, der viele Geschichten zu erzählen hat: die Geschichte seiner Namensgeberin Königin Karoline, die als erste Wittelsbacher Protestantin einen Meilenstein für die Glaubensfreiheit setzte, die Geschichte des Wittelsbacher Fürstenweges von der Residenz zum Nymphenburger Schloss, die Geschichte der geordneten Stadterweiterung und des Städtebaulichen Wettbewerbs für die Maxvorstadt, die wechselhafte Geschichte von Bayern und Frankreich. Er erzählt auch die jüngere Vergangenheit der Nationalsozialistischen Diktatur. Auf dieses Kapitel der Geschichte wird in Zukunft das NS-Dokumentationszentrum in der Brienner Straße eingehen.
Heute ist der Karolinenplatz als Ensemble unter Denkmalschutz gestellt und bleibt doch mit den benachbarten Banken, dem Amerikahaus, der Bayerischen Staatslotterie und der Münchner Börse lebendig.
Die Münchner Baukommission schrieb einen Wettbewerb für die Planung der neuen Vorstadt aus, an dem sich Münchner Architekten und Vermessungsingenieure beteiligten. Basierend auf dem Entwurf des Hofgartenintendanten Friedrich Ludwig von Sckell, Schöpfer des Englischen Gartens und geübt im Umgang mit großen Arealen, entwickelte die Baukommission aus insgesamt 17 Entwürfen den Ausführungsplan: ein weitmaschig gespanntes Straßenraster mit der heutigen Brienner Straße als Hauptachse. Friedrich Ludwig von Sckell und der Architekt Karl von Fischer wurden 1809 mit der Umsetzung der Planung beauftragt.
Der Karolinenplatz verknüpft als erster Strahlenplatz Münchens die ringförmige Gestalt der ehemaligen Festungsanlagen rund um die Altstadt mit der großzügigen Rasterstruktur der Maxvorstadt. Er ist Dreh- und Angelpunkt an der Kreuzung Brienner Straße und Barer Straße und liegt in einer Achse mit dem Odeonsplatz, dem Wittelsbacher Platz, dem Königsplatz und dem Stiglmaierplatz entlang des Wittelsbacher Fürstenweges.
Die geordnete StadterweiterungAnfang des 19. Jahrhunderts war München innerhalb des mittelalterlichen Festungsringes für die damals 40.000 Münchnerinnen und Münchner zu eng geworden. Außerdem stellte sich 1806 mit der Ernennung Max I. Joseph zum bayerischen König die Aufgabe, München zur repräsentativen Königsstadt im großstädtischen Maßstab umzubauen.
Die Planung der Maxvorstadt, mit neuen Wohnquartieren und repräsentativen Plätzen, war der Auftakt für die geordnete Stadterweiterung über die ehemaligen Festungsanlagen hinaus.
Die Münchner Baukommission schrieb einen Wettbewerb für die Planung der neuen Vorstadt aus, an dem sich Münchner Architekten und Vermessungsingenieure beteiligten. Basierend auf dem Entwurf des Hofgartenintendanten Friedrich Ludwig von Sckell, Schöpfer des Englischen Gartens und geübt im Umgang mit großen Arealen, entwickelte die Baukommission aus insgesamt 17 Entwürfen den Ausführungsplan: ein weitmaschig gespanntes Straßenraster mit der heutigen Brienner Straße als Hauptachse. Friedrich Ludwig von Sckell und der Architekt Karl von Fischer wurden 1809 mit der Umsetzung der Planung beauftragt.
Der Karolinenplatz verknüpft als erster Strahlenplatz Münchens die ringförmige Gestalt der ehemaligen Festungsanlagen rund um die Altstadt mit der großzügigen Rasterstruktur der Maxvorstadt. Er ist Dreh- und Angelpunkt an der Kreuzung Brienner Straße und Barer Straße und liegt in einer Achse mit dem Odeonsplatz, dem Wittelsbacher Platz, dem Königsplatz und dem Stiglmaierplatz entlang des Wittelsbacher Fürstenweges.
Der GartenstadtcharakterDurch Bauvorschriften wurde der Gartenstadtcharakter für die einzelnen Neuplanungen festgelegt. Das bedeutete eine aufgelockerte Bauweise und die Durchgrünung des städtischen Raumes. Die Anlage großzügiger Vorgärten verstärkte das Bild eines Landschaftsparks mit einzelnen verstreuten Villen. Der Architekt Karl von Fischer entwarf freistehende Solitärbauten, eingebettet in weitläufige, wohl meist von Sckell gestaltete Gärten.
Seit 1833 markiert der Obelisk, zunächst ohne schmückendes Grün, die Mitte des Karolinenplatzes. Erst in den 1870er Jahren, mit der Einführung des Blumenschmucks im öffentlichen Raum durch den königlichen Garteninspektor Max Kolb, wurde der Karolinenplatz zu einem Schrnuckplatz. Ihn zierten ein Rasenparterre mit Blumenbeeten für jahreszeitlich wechselnde Bepflanzung und in Form geschnittene immergrüne Gehölze.
Damals wie heute erfordert die Gestaltung und Pflege der Schmuckbeete einen hohen Arbeitsaufwand. Bereits im Herhst werden von den Gärtnerinnen und Gärtnern des Baureferates Zwiebeln und Knollen für den Frühjahrsflor gesetzt und im zeitigen Frühjahr mit Frühjahrsblühern wie z.B. Bellis und Stiefmütterchen ergänzt. Der Sommerflor folgt ab Mitte Miii nach den Eisheiligen. Die Bepflanzung der Schmuckbeete wnd vom Baureferat (Gartenbau), unter besonderer Berücksichtigung des geometrischen Platzcharakters, jedes Jahr neu konzipiert.
Das DenkmalDer weithin sichtbare Obelisk wurde 1833 zur Erinnerung an die 30.000 gefallenen bayerischen Soldaten des Russlandfeldzuges errichtet.
Er erinnert damit auch an die wechselnden Beziehungen Bayerns mit Frankreich, Osterreich und Russland. Unter Kaiser Napoleon wurde Max 1. Joseph 1806 zum König gekrönt. Als Mitglied im Rheinbund war Bayern nun verpflichtet im Russlandfeldzug 1812 an Napoleons Seite zu kämpfen. Von den 36.000 ausgesandten bayerischen Soldaten kehrten jedoch nur 6.000 zurück. Dieser Verlust führte dazu, dass Bayern sich gegen Frankreich wandte, jedoch nicht ohne sich die Souveränität als Königreich durch Osterreich und Preußen zusichern zu lassen. Als drittgrößtes Mitglied im deutschen Bund, stellte es sich 1813 in der Völkerschlacht bei Leipzig gegen den langjährigen Verbündeten Frankreich. Die Brienner Straße und die Barer Straße, die sich am Karolinenplatz kreuzen, sowie die benachbarte Arcisstraße, sind nach Schlachtfeldern der Befreiungskriege gegen Napoleon 1813-1815 benannt.
Im Kern besteht der Obelisk aus Ziegelsteinen, die mit Bronzeplatten verkleidet sind Der Entwurf stammt von Leo von Klenze, der Bronzeguss wurde durch Johann Baptist Stiglmaier durchgeführt. Das Denkmal steht in der Mitte des Karolinenplatzes auf drei Marmorstufen und erhebt sich aus einem reich verzierten viereckigen Bronzesockel in eine Gesamthöhe von 29 Metern.
Aus dem Flyer 200 Jahr Karolinenplatz der Landeshauptstadt München - Baureferat
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KarolinenplatzBaudenkmäler
| Name | Straße | Stadtteil |
|---|---|---|
| Karolinenplatz | Karolinenplatz 2 | 3. Maxvorstadt – Königsplatz |
Münchner Geschichte
| Zeit | Ereignis |
|---|---|
| 1833 | Der Obelisk wird auf dem Karolinenplatz errichtet |