Gezähmte Wilde
Die Zurschaustellung exotischer Menschen in Deutschland 1870-1940
| Autor:in | Dreesbach Anne |
|---|---|
| Verlag | Campus Verlag |
| Erscheinung | Juni 2005 |
| ISBN / B3Kat | 3593377322 (978-3593377322) |
| Schlagworte | VölkerschauenKolonialismusHofmohrenMenschenhandelMenschenschutzvereine |
Beschreibung
Größte Sehenswürdigkeit! Sudanesen im Zoologischen Garten! - Völkerschauen, in denen Menschen aus Afrika, Asien und Amerika ausgestellt wurden, faszinierten bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs ein großes Publikum in ganz Europa. Anke Dreesbach schildert, wie die Spektakel organisiert und finanziert, durchgeführt und in der Öffentlichkeit wahrgenommen wurden. Indem sie zeigt, welches Wissen über fremde Kulturen zirkulierte und welche Praktiken des Umgangs mit fremden Völkern es in europäischen Gesellschaften gab, leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Kulturgeschichte des Kolonialismus.
- Einleitung
- Kapitel 1
Zurschaustellungen »exotischer« Menschen – eine Einführung- Hofmohren, Südseeinsulaner und Grönländer
- Die Schaulust der übersättigten Großstädter
- Das Menschenausstellungsgeschäft
- Kapitel 2
Wie Wilde gemacht werden- Werbung
- Werbung mit Plakaten
- Inszenierung und Wahrnehmung
- Die Zähmung der Wilden
- Kapitel 3
Brüche- Ein starker Mumpitz
- Keine Vision von fremden Ländern
- Sorge, Mitleid und der schlechte Einfluss der Zivilisation
- »Menschenhandel« und »Menschenschutzvereine«
- Kapitel 4
Nicht alles war Kommerz- Auch Bürokraten müssen Wilde zähmen
- Deutschland braucht Kolonien
- Wissenschaftler brauchen Material
- Schlussbemerkungen
Das Verschwinden der Zurschaustellungen »exotischer« Menschen - Anhang
- Begriffe, Forschungsbericht, Quellen
- Quellen- und Literaturverzeichnis