Stadtportal zur Münchner Stadtgeschichte
21.12.1765 [München]
1.11.1836 [München]
1560 [Deventer, Niederlande]
9.3.1620
<p>Aegidius Albertinus war ein bedeutender Schriftsteller, Übersetzer und Beamter der katholischen Gegenreformation. Er wurde 1560 in Deventer (heute Niederlande) geboren und starb 1620 in München. Über seine Ausbildung ist nur wenig bekannt, doch seine umfassenden Sprachkenntnisse lassen auf ein Studium im Ausland schließen.</p><p>Ab 1593 stand er im Dienst des bayerischen Hofes in München. Dort machte er Karriere als Hofratssekretär und übernahm später die Leitung der Hofbibliothek. In dieser Position hatte er großen Einfluss auf das geistige und kulturelle Leben der Residenzstadt.</p><p>Albertinus verfasste mehr als 50 Werke, vor allem Übersetzungen und Bearbeitungen aus dem Lateinischen, Italienischen, Französischen und Spanischen. Besonders bekannt wurde seine deutsche Fassung des Schelmenromans „Guzmán de Alfarache“, die er nicht nur übersetzte, sondern stark bearbeitete und moralisch umformte. Dadurch prägte er die Entwicklung der deutschen Barockliteratur nachhaltig.</p><p>Seine Schriften stehen ganz im Zeichen der Gegenreformation. Sie verfolgen das Ziel, katholische Glaubensinhalte zu vermitteln und moralische Werte zu stärken. Dabei verbindet er unterhaltsame Erzählformen mit belehrenden Inhalten.</p><p>Albertinus gilt als wichtiger Vertreter der frühen deutschen Barockliteratur, dessen Werke sowohl literarisch als auch religiös-politisch von großer Bedeutung sind und die Kultur seiner Zeit wesentlich mitgeprägt haben.</p>
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1739
1811
1
1
1465
1
23.10.1410 [Nürnberg]
24.1.1473 [München]
<h2>Conrad Paumann – Leben und Wirken</h2><p><strong>Conrad Paumann</strong> gehört zu den bedeutendsten deutschen Organisten und Musikern des 15. Jahrhunderts. Er wurde nach den Angaben des Münchner Komponistenverzeichnisses am <strong>23. Oktober 1409 in Nürnberg</strong> blind geboren; andere Quellen setzen seine Geburt zwischen <strong>1410 und 1415</strong> an. Bereits früh wurde sein außergewöhnliches musikalisches Talent erkannt. Der Nürnberger Patrizier <strong>Ulrich Grundherr</strong> und später dessen Sohn Paul ermöglichten ihm eine umfassende musikalische Ausbildung.</p><h3>Die Nürnberger Jahre</h3><p>Paumann wurde zu einem herausragenden Organisten seiner Heimatstadt. <strong>1446</strong> heiratete er die Nürnberger Bürgerstochter <strong>Margarete Weichserin</strong>. Kurz zuvor war er zum Organisten an der von <strong>Heinrich Traxdorf</strong> neu erbauten Orgel der Nürnberger Sebalduskirche bestellt worden. Damit hatte er bereits in Nürnberg eine angesehene Stellung erreicht.</p><p>Sein Ruf verbreitete sich weit über Nürnberg hinaus. Der Dichter <strong>Hans Rosenplüt</strong> pries Paumann bereits 1447 in einem Lobgedicht auf Nürnberg. Paumann galt nicht nur als hervorragender Organist, sondern beherrschte auch mehrere andere Instrumente. Seine Blindheit wurde dabei nicht als Hindernis wahrgenommen, sondern trug später sogar zu seinem legendären Ruf bei.</p><h3>Berufung nach München</h3><p><strong>1451 trat Paumann in den Dienst der bayerischen Herzöge</strong> und übersiedelte nach München. Nach dem Münchner Musikgeschichtswerk von Robert Münster wurde er von <strong>Herzog Albrecht III.</strong> ohne Wissen des Nürnberger Magistrats nach München berufen.</p><p>In München besaß Paumann ein eigenes Haus und wirkte als Hoforganist. Seine Stellung am bayerischen Hof machte ihn zu einer wichtigen Persönlichkeit des noch jungen Münchner Hofmusiklebens. Der Grabstein beziehungsweise die Grabtafel im Münchner Liebfrauendom erinnert bis heute an ihn.</p><h3>Der „wunderbare Blinde“</h3><p>Paumanns außergewöhnliches Können machte ihn zu einem europaweit bekannten Musiker. Auf einer Reise nach Italien erregte er mit seinem Orgelspiel und seiner Beherrschung verschiedener Instrumente großes Aufsehen. Dort wurde er als <strong>„Cieco miracoloso“ – der „wunderbare Blinde“</strong> bezeichnet. Mehrere Fürsten versuchten daraufhin, ihn für ihre Höfe zu gewinnen.</p><p>Seinen Ruhm konnte Paumann auch bei einem Auftritt auf dem <strong>Reichstag zu Nürnberg 1471</strong> unter Beweis stellen. Dort spielte er vor zahlreichen deutschen Fürsten und wurde mit besonderen Ehren ausgezeichnet.</p><h3>Tod und Nachwirkung</h3><p>Conrad Paumann starb am <strong>24. Januar 1473 in München</strong>. Er wurde in der Münchner Marienkirche, der heutigen <strong>Frauenkirche</strong>, beigesetzt. Seine Grabtafel ist ein Zeugnis für die außerordentliche Wertschätzung, die ihm wegen seiner musikalischen Fähigkeiten entgegengebracht wurde.</p><p>Von seinen zahlreichen Kompositionen ist nur ein kleiner Teil erhalten. Berühmt ist insbesondere ein <strong>dreistimmiges Lied</strong>, daneben sind verschiedene Orgelstücke und Liedsätze überliefert. Von besonderer Bedeutung sind seine <strong>„Fundamenta“</strong>, Lehrwerke für Orgelspiel und Kontrapunkt, die die Kunst des Improvisierens und des mehrstimmigen Satzes systematisch vermitteln.</p><p>Sein Sohn und Schüler <strong>Paul Paumann</strong> führte die Tradition fort und übernahm später das Amt seines Vaters als Münchner Hoforganist.</p><p><strong>Bedeutung:</strong> Paumann steht am Beginn der großen deutschen Orgeltradition. In der Münchner Musikgeschichte markiert sein Wirken im 15. Jahrhundert einen frühen Höhepunkt der instrumentalen Musik und der höfischen Musikkultur.</p>
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1
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1380 [München]
1432
1371
1439
8.6.1594 [Treuchtlingen]
17.11.1632 [Gefallen]
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1
2.1559 [Schloss Tilly im Herzogtum Brabant]
30.4.1632 [Ingolstadt]
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<p>Nur dem Interesse und der Umsicht der Münchner Bürgerin Anna Reitmorin ist es zu verdanken, dass Jörg Katzmairs Erinnerungen an den Münchner Bürgeraufstand der Wende vom 14. zum 15. Jahrhundert erhalten blieben. Reitmorin fand das Manuskript an einem verworfenen Ort und schrieb es mit großer Mühe ab, weil es die eigene Handschrift von Jörg Katzmair war.</p><p>Katzmair, Mitglied eines alten und wohlhabenden Münchner Patriziergeschlechts, war mehrfach Bürgermeister von München. Er dokumentierte die Unruhen von 1397 bis 1403 in seiner Chronik, die eine Zeit wirtschaftlicher Not und politischer Auseinandersetzungen beschreibt. Die Bürger verlangten Einsicht in die städtischen Finanzen und vertrieben die Patrizier, bildeten einen neuen Rat und besetzten städtische Schlüsselpositionen. Katzmair wurde zunächst in den Inneren Rat gewählt, musste jedoch 1398 fliehen. Sein Vermögen wurde eingezogen, und er suchte Schutz bei Herzog Ernst.</p><p>Die Unruhen endeten mit der Rückkehr der Herzöge Ernst und Wilhelm nach München im Jahr 1403, die wieder in ihre Rechte eingesetzt wurden. Die aufständischen Bürger wurden mit Geldstrafen belegt und teilweise verbannt. Katzmair und andere vertriebene Patrizier kehrten zurück und erhielten ihr Vermögen zurück.</p>
1665
29.1.1706 [Hingerichtet]
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1
1
8.12.1765 [Waltershausen (Thüringen)]
4.12.1822 [München]
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1460
1530
1
1446 [München]
1519
<p>Erbauer der Kesselbergstraße</p>
2.5.1763 [Rieden am Staffelsee]
31.1.1840 [München][verunglückt]
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1
1532 [ Amberg]
1587
1
1716 [Essing b. Kelheim (?)]
1790
1
1
1763
1