Heinrothstraße

Oskar Heinroth (* 1. März 1871 in Kastel; † 31. Mai 1945 in Berlin) war ein deutscher Zoologe. Internationale wissenschaftliche Bedeutung erlangte er durch seine grundlegenden Arbeiten zur vergleichenden Verhaltensforschung in der Ornithologie. Er führte den Begriff Ethologie in seiner heute üblichen Bedeutung in die moderne Verhaltensbiologie ein. Von 1911 bis 1913 war er maßgeblich am Aufbau des Berliner Zoo-Aquariums beteiligt, dem er mehr als 30 Jahre lang als Leiter vorstand.

Schon als Assistent zog er zwischen 1898 und 1913 fast alle europäischen Entenarten mit der Hand auf. Er erkannte 1906 bei Kreuzungsversuchen an Enten, dass bestimmte Verhaltensmuster, wie beispielsweise das Kopf-ins-Wasser-tauchen während der Balz, vererbbar und demnach angeboren sind. Heinroth verglich auch die Rufe und die Bewegungsweisen diverser Schwan- und Gänsearten bei der Balz und bei der Aufzucht ihrer Küken. Durch diese Analysen legte er den Grundstein für eine vergleichende Verhaltensforschung, die Verhaltensmerkmale in ähnlicher Weise auf stammesgeschichtliche Verwandtschaft und auf Gemeinsamkeiten untersucht, wie dies bei körperlichen Merkmalen schon lange zuvor der Fall war.

Dieser Text basiert auf dem Artikel Oskar_Heinroth aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz CC-BY-SA 3.0 .

| | | |

Heinroth Oskar
Oskar Heinroth
Bildrechte: Unknown, Oskar Heinroth, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons
Straßenname Heinrothstraße
Benennung 1947 Umbenennung
Plz 81249
Stadtbezirk 22. Aubing-Lochhausen-Langwied | Lochhausen
RubrikPersonen
Kategorie Ornithologe  
Lat/Lng 48.19696 11.39022   
Person Heinroth Oskar
Geboren 1.3.1871 [Kastel]
Gestorben 31.5.1945 [Berlin]
Kategorie Ornithologe
Nation Deutschland
Konfessionkonfessionslos
GND118709909
Leben
Oskar Heinroth

Oskar Heinroth (* 1. März 1871 in Kastel; † 31. Mai 1945 in Berlin) war ein deutscher Zoologe. Internationale wissenschaftliche Bedeutung erlangte er durch seine grundlegenden Arbeiten zur vergleichenden Verhaltensforschung in der Ornithologie. Er führte den Begriff Ethologie in seiner heute üblichen Bedeutung in die moderne Verhaltensbiologie ein. Von 1911 bis 1913 war er maßgeblich am Aufbau des Berliner Zoo-Aquariums beteiligt, dem er mehr als 30 Jahre lang als Leiter vorstand.

Schon als Assistent zog er zwischen 1898 und 1913 fast alle europäischen Entenarten mit der Hand auf. Er erkannte 1906 bei Kreuzungsversuchen an Enten, dass bestimmte Verhaltensmuster, wie beispielsweise das Kopf-ins-Wasser-tauchen während der Balz, vererbbar und demnach angeboren sind. Heinroth verglich auch die Rufe und die Bewegungsweisen diverser Schwan- und Gänsearten bei der Balz und bei der Aufzucht ihrer Küken. Durch diese Analysen legte er den Grundstein für eine vergleichende Verhaltensforschung, die Verhaltensmerkmale in ähnlicher Weise auf stammesgeschichtliche Verwandtschaft und auf Gemeinsamkeiten untersucht, wie dies bei körperlichen Merkmalen schon lange zuvor der Fall war.

Bavarikon Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche Nationalbibliothek
1965 Baureferat
Heinrothstraße: Dr. Oskar Heinroth (1871-1945), deutscher Ornithologe von Weltruf. *1947
Datum Quelle A

Straßenbenennungen

Straße Von Grund Bis Grund
Heinrothstraße 1947 Umbenennung
Wikipedia Google Maps Google Maps