Kunigundenstraße

Kunigunde von Österreich (* 16. März 1465 in Wiener Neustadt; † 6. August 1520 in München) war die Frau des bayerischen Herzogs Albrecht IV und Schwester von Kaiser Maximilian I. (HRR).

In Innsbruck lernte sie 1485 am Hof ihres Onkels den bayerischen Herzog Albrecht IV. kennen. Der charmante 18 Jahre ältere Albrecht erhoffte sich durch die Heirat mit der Kaisertochter einen Machtgewinn. Er hatte sich nach dem Tod seines Freundes Niklas von Abensberg dessen Erbe, welches ein Reichslehen war, widerrechtlich angeeignet. Friedrich III., der ständig unter Geldmangel litt, war einverstanden, dass das Abensberg-Erbe als Kunigundes Mitgift in den Besitz des Herzogs überging.

Noch während der Hochzeitsverhandlungen besetzte Albrecht jedoch die Reichsstadt Regensburg. Daraufhin zog der Kaiser seine Einwilligung zur Hochzeit zurück. Albrecht legte Kunigunde mit Hilfe von Siegmund eine gefälschte Einwilligung des Kaisers vor, und so fand am 2. Jänner 1487 in der Innsbrucker Schlosskapelle die Hochzeit statt. Die Ehe wurde unmittelbar danach vollzogen.

Nur durch Vermittlung ihres Bruders Maximilian konnte Kunigunde eine drohende Reichsacht abwenden. Bei ihrem Vater war nicht nur ihr Ehemann, sondern auch sie in Ungnade gefallen. Doch der Betrug belastete die ersten Jahre der Ehe. Dazu kam noch, dass die ersten drei Kinder Mädchen waren, was Albrechts Ambitionen beeinträchtigte, Bayern zu einer Großmacht zu machen. Nach der Aussöhnung mit Friedrich III. im Jahre 1492, die ebenfalls von Maximilian vermittelt worden war und zu der Kunigunde mit ihren drei Töchtern angereist war, besserte sich das Verhältnis der Ehegatten. Schließlich schenkte Kunigunde auch noch drei Söhnen das Leben.

Nach dem Tod ihres Mannes 1508 zog Kunigunde sich in das Püttrichkloster zurück, wo sie bis zu ihrem Tod im Jahre 1520 lebte. Sie erkämpfte für ihre beiden älteren Söhne entgegen dem geltenden Primogenitur eine gleichberechtigte Erbschaft.

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Kunigunde von Bayern und Österreich
Kunigunde von Bayern und Österreich
Bildrechte: Christian Horvat, Marienberg wuerzburg, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons
Straßenname Kunigundenstraße
Benennung 1897 Erstnennung
Plz 80802/80805
Stadtbezirk 12. Schwabing-Freimann | Münchner Freiheit
RubrikPersonen
Gruppe Wittelsbacher  
Lat/Lng 48.166813 11.592661   
Straßenlänge 777 m
Person Kunigunde von Bayern und Österreich
Geboren 16.3.1465 [Wiener Neustadt]
Gestorben 6.8.1520 [München]
Gruppe Wittelsbacher
Nation Deutschland
Konfessionkatholisch
GND122504852
Leben
Kunigunde von Bayern und Österreich

Kunigunde von Österreich (* 16. März 1465 in Wiener Neustadt; † 6. August 1520 in München) war die Frau des bayerischen Herzogs Albrecht IV und Schwester von Kaiser Maximilian I. (HRR).

In Innsbruck lernte sie 1485 am Hof ihres Onkels den bayerischen Herzog Albrecht IV. kennen. Der charmante 18 Jahre ältere Albrecht erhoffte sich durch die Heirat mit der Kaisertochter einen Machtgewinn. Er hatte sich nach dem Tod seines Freundes Niklas von Abensberg dessen Erbe, welches ein Reichslehen war, widerrechtlich angeeignet. Friedrich III., der ständig unter Geldmangel litt, war einverstanden, dass das Abensberg-Erbe als Kunigundes Mitgift in den Besitz des Herzogs überging.

Noch während der Hochzeitsverhandlungen besetzte Albrecht jedoch die Reichsstadt Regensburg. Daraufhin zog der Kaiser seine Einwilligung zur Hochzeit zurück. Albrecht legte Kunigunde mit Hilfe von Siegmund eine gefälschte Einwilligung des Kaisers vor, und so fand am 2. Jänner 1487 in der Innsbrucker Schlosskapelle die Hochzeit statt. Die Ehe wurde unmittelbar danach vollzogen.

Nur durch Vermittlung ihres Bruders Maximilian konnte Kunigunde eine drohende Reichsacht abwenden. Bei ihrem Vater war nicht nur ihr Ehemann, sondern auch sie in Ungnade gefallen. Doch der Betrug belastete die ersten Jahre der Ehe. Dazu kam noch, dass die ersten drei Kinder Mädchen waren, was Albrechts Ambitionen beeinträchtigte, Bayern zu einer Großmacht zu machen. Nach der Aussöhnung mit Friedrich III. im Jahre 1492, die ebenfalls von Maximilian vermittelt worden war und zu der Kunigunde mit ihren drei Töchtern angereist war, besserte sich das Verhältnis der Ehegatten. Schließlich schenkte Kunigunde auch noch drei Söhnen das Leben.

Nach dem Tod ihres Mannes 1508 zog Kunigunde sich in das Püttrichkloster zurück, wo sie bis zu ihrem Tod im Jahre 1520 lebte. Sie erkämpfte für ihre beiden älteren Söhne entgegen dem geltenden Primogenitur eine gleichberechtigte Erbschaft.

Grabstätte
Grabstätte
Gruft Frauenkirche

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Bavarikon Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche Nationalbibliothek

Benennung 1897 Erstnennung
Straßenverlauf Die südl Fortsetzung der Kunigundenstraße, bisher Sackstraße benannt.
1943 Adressbuch
Herzogin Kunigunde von Bayern, Tochter des Römischen Kaisers Friedrich III., Gemahlin des Herzog Albrechts IV., des Weisen, * 1465 in Bittrich-Regerlhaus zu München, † 6.8.1520.

Zweigt von der Marschallstraße ab, zieht an der Frey-, Antonien-, Dietlinden-, Wiltruden- und Gundelindenstraße vorbei und mündet in die Stengelstraße (Schwabing).

1965 Baureferat
Kunigundenstraße: Herzogin Kunigunde von Bayern (1465-1520), Tochter Kaiser Friedrichs III., Gemahlin Herzog Albrechts IV. des Weisen. *1897

Straßenbenennungen

Straße Von Grund Bis Grund
Kunigundenstraße 1897 Erstnennung
Straße Name Architekt Baustil Jahr
Kunigundenstraße 22 Wohnhaus Neumann Max 1928
Kunigundenstraße 23 Mietshaus 0
Kunigundenstraße 29 Mietshaus Jugendstil 1910
Kunigundenstraße 32 Mietshaus deutsche Renaissance 1900
Kunigundenstraße 44 Wohnhaus historisierend 1900
Kunigundenstraße 46 Villenartiges Mietshaus Jugendstil 1910
Kunigundenstraße 56 Einfamilienhaus Hanauer Ernst 1930
Kunigundenstraße 57 Wohnhaus neuklassizistisch 1910
Kunigundenstraße 59 Mietshaus Jugendstil 1910
Kunigundenstraße 60 Villa barockisierend 1920
Kunigundenstraße 62 Zweigeschossiges Satteldachhaus Birkenholz Peter barockisierend 1923
Kunigundenstraße 64 Zweigeschossiges Satteldachhaus Birkenholz Peter barockisierend 1923
Straße Name Beruf Von Bis
Kunigundenstraße 51 Guardini Romano
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