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Pacellistraße

Pius XII. (bürgerlicher Name Eugenio Maria Giuseppe Giovanni Pacelli; * 2. März 1876 in Rom; † 9. Oktober 1958 in Castel Gandolfo) war vom 2. März 1939 bis zu seinem Tode Papst.

Pacelli wurde am 2. März 1939, seinem 63. Geburtstag, im dritten Wahlgang des Konklave zum Papst gewählt und am 12. März auf der Loggia des Petersdoms gekrönt. Er war der dritte Kardinalstaatssekretär seit 1655 und 1667, der anschließend zum Papst gewählt wurde, und der erste in Rom geborene Papst seit Innozenz XIII. (1721–1724). Seine Wahl wurde weltweit begrüßt.

Botschafter, Bischöfe und Nuntii informierten Pacelli laufend, frühzeitig und detailliert über die Lage in Deutschland, besonders über die sich verschärfende Judenverfolgung. Seit Januar 1933 baten viele Prominente ihn darum, auf den Papst einzuwirken, um die Judenverfolgung öffentlich anzuprangern. Doch Pacelli sprach dieses Thema in seinen regelmäßigen Audienzen mit Pius XI. 1933–1939 nach Aktenlage fast nie an und ließ alle Bittbriefe bis auf einen unbeantwortet.

Pius XI. plante seit Sommer 1938 ein Lehrschreiben gegen den Rassismus und Antisemitismus, zu dem er weder das zuständige Heilige Offizium noch Pacelli beauftragte. Zudem wollte er am 11. Februar 1939, dem Zehnjahrestag der Lateranverträge, die Leugnung der nationalsozialistischen Judenverfolgung in der italienischen Presse und die rassistischen Gesetze des italienischen Faschismus vom Juli 1938 als Bruch des Italienkonkordats öffentlich anprangern. Pacelli dagegen wollte diesen Konfrontationskurs vermeiden, um das Konkordat nicht zu gefährden und Mussolini als Vermittler gegenüber Hitler zu behalten.

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Papst Pius XII.  Eugenio Pacelli
Papst Pius XII.
Bildrechte: anonym, Pio XII Pacelli, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons
Straßenname Pacellistraße
Benennung 6.3.1951 Erstnennung
Plz 80333
Stadtbezirk 1. Altstadt-Lehel | Kreuzviertel
RubrikPersonen
Kategorie Papst  
Suchen Eugenio Pacelli
Lat/Lng 48.140792 11.570439   
Straßenlänge 218 m
Person Papst Pius XII.
Geboren 2.3.1876 [Rom]
Gestorben 9.10.1958 [Castel Gandolfo]
Kategorie Papst
Nation Italien
Konfessionkatholisch
GND118594753
Leben
Papst Pius XII.

Pius XII. (bürgerlicher Name Eugenio Maria Giuseppe Giovanni Pacelli; * 2. März 1876 in Rom; † 9. Oktober 1958 in Castel Gandolfo) war vom 2. März 1939 bis zu seinem Tode Papst.

Pacelli wurde am 2. März 1939, seinem 63. Geburtstag, im dritten Wahlgang des Konklave zum Papst gewählt und am 12. März auf der Loggia des Petersdoms gekrönt. Er war der dritte Kardinalstaatssekretär seit 1655 und 1667, der anschließend zum Papst gewählt wurde, und der erste in Rom geborene Papst seit Innozenz XIII. (1721–1724). Seine Wahl wurde weltweit begrüßt.

Botschafter, Bischöfe und Nuntii informierten Pacelli laufend, frühzeitig und detailliert über die Lage in Deutschland, besonders über die sich verschärfende Judenverfolgung. Seit Januar 1933 baten viele Prominente ihn darum, auf den Papst einzuwirken, um die Judenverfolgung öffentlich anzuprangern. Doch Pacelli sprach dieses Thema in seinen regelmäßigen Audienzen mit Pius XI. 1933–1939 nach Aktenlage fast nie an und ließ alle Bittbriefe bis auf einen unbeantwortet.

Pius XI. plante seit Sommer 1938 ein Lehrschreiben gegen den Rassismus und Antisemitismus, zu dem er weder das zuständige Heilige Offizium noch Pacelli beauftragte. Zudem wollte er am 11. Februar 1939, dem Zehnjahrestag der Lateranverträge, die Leugnung der nationalsozialistischen Judenverfolgung in der italienischen Presse und die rassistischen Gesetze des italienischen Faschismus vom Juli 1938 als Bruch des Italienkonkordats öffentlich anprangern. Pacelli dagegen wollte diesen Konfrontationskurs vermeiden, um das Konkordat nicht zu gefährden und Mussolini als Vermittler gegenüber Hitler zu behalten.

Bavarikon Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche Nationalbibliothek
1965 Baureferat
Pacellistraße: Eugenio Pacelli (1876-1958), von 1917-25 päpstlicher Nuntius in München, 1939 als Pius XII. zum Papst gewählt. München bezeichnete er als seine zweite Heimat. *1951

Straßenbenennungen

Straße Von Grund Bis Grund
Pfandhausstraße Kein Grund angegeben 6.3.1951 Umbenennung
Pacellistraße 6.3.1951 Erstnennung
Straße Name Architekt Baustil Jahr
Pacellistraße 1 Neue Maxburg Pabst Theo, Ruf Sep 1954
Pacellistraße 5 Turm der Herzog-Max-Burg 1590
Pacellistraße 12 Dreifaltigkeitskirche Viscardi Giovanni Antonio 1718
Pacellistraße 16 Ehem. palastartiges Wohnhaus Himbsel Johann Ulrich Klassizismus 1827
Straße Name Art Jahr Bild
Pacellistraße Gedenktafel - Dreifaltigkeitskirche 0 Gedenktafel - Dreifaltigkeitskirche
Pacellistraße 6 Dreifaltigkeitskirche - Gedenktafel 0 Dreifaltigkeitskirche - Gedenktafel
Pacellistraße 8 Georg Lankensperger Gedenktafel 1982 Georg Lankensperger
Pacellistraße 12 Gedenktafel - Maria Anna Lindmayr 0 Gedenktafel  - Maria Anna Lindmayr
Pacellistraße 14 Gedenktafel 0 Gedenktafel
Titel Straße Standort Künstler Jahr Bild
Schalenbrunnen Pacellistraße Pacelli-Passage Hentrich Helmuth 1984 Hentrich Helmuth – Schalenbrunnen
Hl. Michael Pacellistraße Dreifaltigkeitskirche Fichtl Josef 0 Fichtl Josef – Hl. Michael
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