Biedersteiner Straße

Das Schloss Biederstein war eine Schlossanlage im Münchener Stadtteil Schwabing an der heutigen Biedersteiner Straße nördlich des Kleinhesseloher Sees. Es bestand aus zwei unterschiedlich alten Gebäuden, dem sogenannten Alten Schloss und dem Neuen Schloss.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde ein erstes, schlichtes Herrenhaus mit zwei Geschossen erbaut. Es besaß ein Walmdach und war durch Fenster in fünf Achsen unterteilt. Kurfürst Karl Theodor von der Pfalz-Sulzbach gab es 1784 als Ritterlehen an den Geheimen Rat Freiherr Stephan von Stengel.
1803 erwarb König Max I. von Bayern das Gebäude und schenkte es seiner Frau Karoline als Landhaus. Nach Plänen des Hofbaumeisters Franz Thun wurde es 1804 umgestaltet, ehe ihm 1825 zu beiden Seiten fünfachsige Erweiterungsbauten angefügt wurden. Königin Karoline nutzte die Schlossanlage nach dem Tod ihres Mannes als Witwensitz.
In der Zeit von 1826 bis 1830 erfolgte ganz in der Nähe der Bau des klassizistischen Neuen Schlosses nach Plänen des Architekten Leo von Klenze. Im heute ebenfalls nicht mehr erhaltenen Schlosspark stand zudem ein Belvedere von Karl von Fischer.
Auf dem Gelände des Neuen Schlosses, das 1934 abgerissen wurde, war bis 1945 die SS-Reitschule untergebracht.
Das Alte Schloss wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört (1944). 1945 wurden seine Ruinen abgetragen. Herzog Luitpold Emanuel in Bayern verkaufte das Grundstück von Schloss Biederstein. Von 1951 bis 1955 wurde an ihrer Stelle von den Architekten Otto Roth und Harald Roth unter Mitwirkung von Charles Crodel[3] eine Studenten-Wohnsiedlung errichtet.

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  Schloss Biederstein

Bildrechte: Gemeinfrei (Wikipedia 2018)
Aquatinta von Carl August Lebschée 1830
Straßenname Biedersteiner Straße
Benennung 1897 Erstnennung
Plz 80802
Stadtbezirk 12. Schwabing-Freimann | Biederstein
RubrikBauwerke
Kategorie Schloss  
Suchen Schloss Biederstein
Lat/Lng 48.16165 11.5921   
Straßenlänge 1105 m
Geo
Ort Schloss Biederstein
Nation
Geo
Entfernung Luftlinie von München 0 km   
1894 Rambaldi
80. Biedersteinstraße. Führt vom östlichen Teile der Feilitzstraße in Schwabing in nördlicher Richtung nach Schloß Biederstein, woher sie den Namen hat.
1943 Adressbuch
Nach der von dem kurfürstlichen Donaumooskulturdirektor Freiherr von Stengel erbauten, von König Max Joseph I. erworben und von der Königin Karoline als Witwensitz bestimmt. Schloss Biederstein benannt; abgebrochen 1934.

Führt von der Gunezrainerstraße über den Haimhauser- und Marstallstraße zur Stengelstraße.

1965 Baureferat
Biedersteiner Straße *1897: — Biederstein.
Datum Quelle A

Straßenbenennungen

Straße Von Grund Bis Grund
Biedersteiner Straße 1897 Erstnennung
Straße Name Architekt Baustil Jahr
Biedersteiner Straße Biederstein 0
Biedersteiner Straße 1 Kath. Pfarrhaus von St. Silvester Buchert Hermann barockisierend 1925
Biedersteiner Straße 1 Kath. Pfarrkirche St. Sylvester Buchert Hermann Gotik 0
Biedersteiner Straße 2 Villa Hoelzl Joseph, Vasek Josef spätklassizistisch 1879
Biedersteiner Straße 4 Mietshaus Jugendstil 1910
Biedersteiner Straße 6 Mietshaus barockisierend 0
Biedersteiner Straße 8 Mietshaus neubarock 1900
Biedersteiner Straße 12 Malerische Villa neubarock 1900
Biedersteiner Straße 19 Villa - Harrach-Schlösschen Bieber Oswald neubarock 1927
Biedersteiner Straße 22 Studenten-Wohnsiedlung Roth Harald, Roth Otto 1951
Biedersteiner Straße 26 Schlosstor vom ehem. Schloss Biederstein 0
Biedersteiner Straße 29 Gohren-Schlösschen Barock 0
Biedersteiner Straße 29 Ehem. Hansaheime mit Schule Liebergesell Paul, Lehmann Feodor 1924
Biedersteiner Straße 32 Gemauerte Torpfeiler-Einfahrt 0
Biedersteiner Straße 78 Gaststätte Brunnwart barockisierend 1900
Straße Name Art Jahr Bild
Biedersteiner Straße 1 Gedenkkreuz für den Alten Schwabinger Friedhof 1899 Gedenkkreuz für den Alten Schwabinger Friedhof
Biedersteiner Straße 27 Denkmal - Friedrich Schiedel 2006 Denkmal - Friedrich Schiedel
Titel Straße Standort Künstler Jahr Bild
Denkmal - Friedrich Schiedel Biedersteiner Straße 27 Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie Enninga 2006 Enninga – Denkmal - Friedrich Schiedel
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