Herzogspitalstraße

Herzogspitalstraße: Nach dem von Herzog Albrecht V. 1555 begonnenen, unter Herzog Wilhelm V. fortgesetzten und von Max I. um 1601 vollendeten Spitalbau mit Kirche für kranke Hofbedienstete. *16. oder 17. Jhdt.

Baureferat 1965

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Straßenname Herzogspitalstraße
Benennung Umbenennung
Plz 80331
Stadtbezirk 1. Altstadt-Lehel | Hackenviertel
Lat/Lng 48.13782 11.56742   
Straßenlänge 283 m
1879 Fernberg
HERZOGSPITALSTRASSE. An derselben liegt das H e r z o g s p i t a l mit Kirche,1550 von Herzog Albert V. für kranke Hofbedienstete gestiftet. Im Jahre 1800 wurde das Spital als solches aufgehoben, sein Vermögen aber mit dem des Josephspitals vereinigt.
1880 Adressbuch
Nach dem vom Herzog Albrecht V. 1555 begonnen, unter Wilhelm V. fortgesetzten und von Max I. um 1601 vollendeten, 1800 aufgehobenem Spitale nebst Kirche benannt. Letztere hieß anfänglich (1556) Elisabethenkirche, ward am 19. Nov. 1572 consecrirt, 1676 und später, zuletzt 1873-74 restauriert und führt jetzt den richtigen Titel „k. Hofkirche zu St. Elisabeth“ oder „Herzogspital-Hofkirche“. Die Fonds des Spitals kamen 1800 zu jenem des Josephspitals. 1822 stellte man mittelst Demolierung eines Theiles der Kreuzkaserne (heutiges Militärgefängnis) einen Stadtausgang nach der Sonnenstraße her. Die Straße hatte einst den Namen „Röhrenspeckergasse“, den der Volksmund auch in „Rehrlspeckergasse“ verdarb.
1894 Rambaldi
258. Herzogspitalstraße. Verbindet, mit der Neuhauserstraße parallel laufend. die Eisenmann- und Damenstiftstraße, sowie das Altheimereck einerseits und, die Herzog-Wilhelmstraße, kreuzend, mit dem Karlsplatze und der Sonnenstraße andererseits. Nach dem von Herzog Albrecht v. 1555 begonnenen, unter Herzog Wilhelm V. fortgesetzte und von Max I. um 1601 vollendeten für kranke Hofbedienstete gestiftete Spitale nebst Kirche benannt. Dasselbe wurde im Jahre 1·800 aufgehoben und kamen die Fonds zu jenen des Josefspitales die Gebäude (Nr. 9 und 10) wurden aber an Private verkauft. Die Kirche hieß anfänglich (1556) Elisabethenkirche, ward am 19. November 1572 konsekriert, 1676 und später, zuletzt 1873-74 restauriert und führt jetzt den richtigen Titel: »k. Hofkirche zu St. Elisabeth« oder »Herzogspital-Hofkirche«. In derselben befindet sich das von dem Bildhauer Tobias Bader, dessen Bildnis sich in der Sakristei befindet verfertigte Bild der schmerzhaften Mutter Gottes, das im Jahre 1696 mehrmals vor vielen Personen die Augen verdreht haben soll und seitdem als wunderthätig gilt *). An die Kirche ostwärts angebaut ist das von der Kurfürftin Theresia Kunigunde, der zweiten Gemahlin Max Emanuels, am 1. November 1715 gegründete Kloster (Haus Nr. 7) der aus Venedig hieher berufenen Servitinnen, welche anfangs im Kurz’schen Hause am Hofgraben wohnten, für welche aber später das Ow’sche Haus an der Herzogspitalkirche angekauft und zum Kloster umgebaut wurde. Genanntes Kloster hat sich durch seinen vorzüglichen Ruf und eifrigen Unterricht der Mädchen über die Säku- sarisation erhalten, trotzdem in der Zwischenzeit viele Klosterfrauen starben, bis am 6. November 1826 König Ludwig I. sich zur För- derung dieses so wohlthätigcn Zweckes bewogen gefunden hat, den Konvent wieder ins Leben zu rufen und zu erlauben, daß Novizinnen wieder aufgenommen werden dürfen. Im Haus Nr. 6 befand sich das Barth’sche Seelnonnenhaus (s. Barthstraße). Bis zur Säkularisation besaß hier das Kloster Polling das Haus Nr. 17, das Kloster Diessen das Hans Nr. 23. Durch Demolierung eines Teiles der in das Westende der Straße sich erstreckenden Kreuzkaserne (früher ein der Stadt ge- höriger Salzstadel, später Militärgefängnis, welches an der Stelle stand, wo sich heute das Caffe Wittelsbach und Restaurant Monachia befinden) wurde im Jahre 1832 ein Stadtausgang nach der Sonnenstraße hergestellt. Die Straße hatte einst den Namen ,,Röhrenspeckergasse«, den der Volksniund in »Rehrlspeckergasse« verdarb.

*)Allgemeine deutsche Biographie I, S. 726: Wening, Descriptio historica-topographica Bavario; Mayer, Beschreibung des Erzbistums München-Freising II., 3. 327 ff.
1943 Adressbuch
Nach dem von Herzog Albrecht V. 1555 begonnenen, unter Herzog Wilhelm V. fortgesetzten und von Max I. um 1601 vollendet, 1800 aufgehobenen Spitalbau

Verbindung, mit der Neuhauser Straße gleichlaufend, die Eisenmann- und Damenstiftstraße und Altheimer Eck, die Herzog-Wilhelm-Straße kreuzend, mit dem Karlsplatz und der Sonnenstraße.

1965 Baureferat
Herzogspitalstraße: Nach dem von Herzog Albrecht V. 1555 begonnenen, unter Herzog Wilhelm V. fortgesetzten und von Max I. um 1601 vollendeten Spitalbau mit Kirche für kranke Hofbedienstete. *16. oder 17. Jhdt.

Straßenbenennungen

Straße Von Grund Bis Grund
Röhrenspeckergasse Erstnennung Umbenennung
Herzogspitalstraße Umbenennung
Straße Name Architekt Baustil Jahr
Herzogspitalstraße Herzogspital 0
Herzogspitalstraße Kreuzkaserne 1670
Herzogspitalstraße 1 Geschäfts- und Mietshaus Neurenaissance 1893
Herzogspitalstraße 5 Doppelhaus des mittleren 19. Jh. Barth Gabriel neugotisch 1855
Herzogspitalstraße 7 Turm der Kath. Herzogspitalkirche Gunetzrhainer Johann Baptist 0
Herzogspitalstraße 7 Palais Au Zuccalli Henrico 1678
Herzogspitalstraße 8 Mietshaus mit klassizistischer Fassade Klassizismus 1806
Herzogspitalstraße 9 Mietshaus Deiglmayr Joseph 1807
Herzogspitalstraße 9 Herzogspitalkirche St. Elisabeth Branca Alexander von, Groethuysen Herbert 1955
Herzogspitalstraße 10 Mietshaus Klassizismus 1806
Herzogspitalstraße 11 Mietshaus Deiglmayr Joseph, Edlinger Josef Georg Klassizismus 1807
Herzogspitalstraße 12 Ehem. Gesandtenhaus, sog. Palais Woronzow Kirchgrabner Franz Ignaz 1808
Herzogspitalstraße 14 Mietshaus Biedermeier 0
Herzogspitalstraße 16 Mietshaus Biedermeier 0
Herzogspitalstraße 18 Mietshaus Widmann Xaver Biedermeier 1821
Herzogspitalstraße 20 Geschäfts- und Wohnhaus Ilg Franz Xaver neubarock 1899
Straße Name Art Jahr Bild
Herzogspitalstraße 13 Inschrift - Clemens Brentano Gedenktafel 1968 Inschrift - Clemens Brentano
Herzogspitalstraße 13 Gedenktafel - Clemens Brentano 0 Gedenktafel - Clemens Brentano
Titel Straße Standort Künstler Jahr Bild
Großer sitzender weiblicher Torso Herzogspitalstraße Fischer Lothar 1978 Fischer Lothar – Großer sitzender weiblicher Torso
Eisengitter mit den apokalyptischen Engeln Herzogspitalstraße 7 Altmann Herbert 0 Altmann Herbert – Eisengitter mit den apokalyptischen Engeln
Liegendes Kreuz Herzogspitalstraße 7 Klosterhof Gerg Blasius 1955 –
Glasgemälde mit Kreuzmotiv Herzogspitalstraße 7 Knappe Karl 0 Knappe Karl – Glasgemälde mit Kreuzmotiv
Straße Name Beruf Von Bis
Herzogspitalstraße 13 Brentano Clemens Schriftsteller, Dichter 1840 1842
Herzogspitalstraße 18 Sustris Friedrich
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