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Beschreibung des Brandes im königlich-baierischen großen Hof- und Nationaltheater

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schwere Verhältnis getroffen hat, um sie billigend zu beurtheilen; theils weil durch Rede und Gegenrede mancher nützliche Vorschlag erweckt wird, ohne dadurch für seine Meynung ganz allein Recht haben zu wollen.

Mit gesenktem Haupte stehen wir zwar an dieser Brandstätte, der schrecklichen Folge eines unbewachten Augenblickes; allein wir werden durch die Gefühle der Dankbarkeit zu neuen Hoffnungen belebt. Ihm dem Könige, dem wir die erste Herstellung dieses Musentempels verdanken, verdanken wir auch die Stärkung unseres Muthes bey dieser großen Gefahr, indem Er gefaßt und freundlich immer in unserer Mitte war, um uns zu ermuthigen, und nach überwindener Gefahr all verdiente Menschen so großmüthige Belohnungen austheilte. — Unsere erhabene Königin befand sich stets auf den Gängen der Residenz, sah den Fortschritten der rastlosen Arbeiten zu, und erfreute alle diejenigen, welche sich ihrer Umgebung näherten, mit einer mütterlichen Herablassung.

In der Königl. Residenz waren alle Hofstäbe mit ihren HH. Chefs auf das thätigste und zweckmäßigste auf ihrem Platze. — Seine Königl. Hoheit der Prinz Karl, und der Herr Herzog von Leuchtenberg waren fast die ganze Nacht hindurch auf dem Brandplatze zugegen, und bethätigten ihre Theilnahme auf die wirksamste Weise. — Das nähmliche geschah durch den Herrn Feldmarschall Fürsten Wrede, durch den Hrn. Kriegsminister von Maillot Exc., durch Hrn. General Grafen von Papppenheim, und durch die HH. Stabsoffiziere, dann durch den Hrn. Generalleutnant Straßer, und Wasserbau-Dir. v. Reichenbach, Exc. der Hr. Finanz-Minister Baron von Lerchenfeld