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Beschreibung des Brandes im königlich-baierischen großen Hof- und Nationaltheater

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untersuchten Nachts die wichtigsten Punkte des Brandes um und um, und überzeugten sich mit tiefer Sachkenntniß, und mit der freundlichsten Aufmunterung von der Wirksamkeit eines jeden Geschäftsmannes. — Dem hochverehrten Architekten dem verletzten Baurathe v. Fischer, sprossen aus den nach dem Brande stehen gebliebenen Mauern neue Zweige in seinem Künstlerkranz, denn mehrere Kunstfreunde und Sachverständige haben jetzt recht Gelegenheit, die Richtigkeit der Verhältnisse, die Festigkeit der Mauern, und die ganze Siderie? Umrisse, die er für die Zukunft vorgezeichnet hat, aufrichtig zu bewundern.

Wirklich hat Herr Professor Gärtner bey der Akademie der bildenden Künste den HH. Akademikern über diese Ruinen im Verhältnisse zu dem Colosseum (Coliseo in Rom), und wie die Zeichnung davon aufgefaßt werden könnte, eine sehr unterrichtende Vorlesung gehalten. — Der Hr. Hoftheater-Intendant Stich wollte von den um und um wüthenden Flammen sich nicht entfernen, und mußte fast mit Gewalt davon weggebracht werden.

Mit Bedauern sieht man das gleich dem korinthischen Golde zusammengeschmolzene, oder von der Hitze zusammengekehrte Kupfer, Messing, Bronze, Eisen und Glas, welches seiner Zeit durch die Hand der Künstler und Gewerbsleute so nützliche und gefällige Formen erhalten hatte, und jetzt gleich einem Cadaver in die alte Reitschule hinausgeführt wird, um unter der Hand eines neuen Prometheus in der Folge wieder zu neuen Gestalten umgeschaffen zu werden. — Gleich am ersten Tag nach dem Brande hat der Herr Poststallmeister Häckel sich mit seinen freiwilligen Fuhren eingestellt, um Schutt wegzuführen, und 14 Tage