Beschreibung des Brandes im königlich-baierischen großen Hof- und Nationaltheater
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damit fortzufahren. Noch glimmt es in den engen Räumen, und unaufhörlich wird an der Wiederherstellung des alten Theaters gearbeitet, um uns in der Zwischenzeit denjenigen reinen Kunstgenuß darin zu bereiten, der zur Beschwichtigung der menschlichen Leidenschaften, und zur Erweckung edler Gefühle so wesentlich beyträgt.
Einen schönen Beweis humaner Denkungsart gab Herr Direktor Carl dadurch, daß derselbe die Einnahme im Isarthor-Theater, als am 21. Jänner das Trauerspiel Bayard aufgeführt wurde, zum Besten derjenigen bestimmte, welche bey dem Brande verunglückt worden sind. Obschon das Haus aus Ursache des erst kurz im großen Theater ausgestandenen Schreckens nicht recht voll gewesen ist, so wurde doch die Kassa reichlich bedacht, und die meisten Zartfühlenden sandten ihre Gaben dahin, ohne selbst zu erscheinen. Die Einnahme belief sich auf 1600 fl., wozu die Milde der Königlichen Majestäten den meisten Theil beygetragen hat. — Herr Artillerie-Oberleutnant Bauer und Professor Friedrich Rehberg haben bereits mit freywilligen Subscriptions-Beiträgen zur Wiederaufbauung des Theaters den ehrenvollen Anfang gemacht.
Den 22. Jänner d. J. haben die Gemeindebe-vollmächtigten und der Magistrat der königl. baier. Haupt- und Residenzstadt München den das Herz der Bürgerschaft hoch erhebenden Gedanken gefaßt, Seiner Königl. Majestät zur Wiederaufbauung des abgebrannten Theaters 300,000 fl. aus dem städtischen Aerar allerunterthänigst anzubieten, und den Bau noch überdieß durch unentgeltliche Fuhren zu erleichtern, und zu beschleunigen. Seine Königliche Majestät haben