Beschreibung des Brandes im königlich-baierischen großen Hof- und Nationaltheater
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am 23. Jänner d. J. allergnädigst geruht, diese Deputation, und das gemachte Anerbieten mit der Allerhöchstdenselben eigenen Huld und Gnade aufzunehmen, worüber alle Einwohner von München auf das innigste erfreut, und neu belebt sind. Diese Deputation bestand aus dem Herrn Bürgermeister von Mittermaier, aus den HH. Magistrats-Räthen von Klar und Schindler, dann aus den Gemeinde-Bevollmächtigten von Maffei und Pichler.
Bis an das Ende ihres Lebens wird es der Stolz dieser Männer seyn, aus dem Munde des Königes selbst die liebevollen Worte gehört zu haben: wie Er seine Bürger und Unterthanen aus vollem Herzen liebt, Worte, welche Münchens Chronik bis in die spätesten Zeiten für unsere Nachkommen aufbewahren wird.
Bedenkt man, daß Grund und Mauern, welche noch gegenwärtig stehen geblieben sind, noch einen Werth von 500 bis 600,000 fl. haben, und daß das abgebrannte Gebäude mit 120,000 fl. in der Brand-Assekuranz steht, so macht dies mit den obigen 300,000 fl., und mit den bedeutenden Vorräthen an Metall, welche aus der Brandstätte herausgebracht worden sind, schon einen wohlbegründeten Anfang. — Es wird sich dabei von selbst aussprechen, die Lokalitäten dergestalten zu benützen, damit das Theater mit keinen überflüssigen und feuergefährlichen Scenen-Vorrath überfüllt werde, sondern letztere unverzüglich bis zur Unterbringung im Haupt-Depot in ein Seiten-Gewölbe geschafft werden können. — Wir werden also an diesem Platze des Schreckens ein Paar Jahre lang ein thätiges Leben ohne Ende, und Nahrung für viele bedürftige und arbeitsame Mens