Geschichte der Münchner Friedhöfe im 19. Jhd.

  • 1803
    Die Friedhöfe der Klöster in der Stadt werden aufgehoben

    Im Zuge der Säkularisation werden die Friedhöfe der Klöster der Stadt aufgehoben und die Verstorbenen auf den Südlichen Friedhof verlegt.

  • 1811
    Der Militärfriedhof wird Teil des Südlichen Friedhofs
  • 1815
    Umgestaltung Alter Südfriedhof

    Der Kreisbauinspektor und Baurat Gustav Vorherrr wird mit der Umgestaltung des Friedhofsgeländes beauftragt. Die gärtnerische Gestaktung erfolgt durch Ludwig Sckell.

  • 1816
    Neuer jüdischer Friedhof vor dem Sendlinger Tor an der Thalkirchner Straße
  • Erweihung des Jüdischen Friedhof in Thalkirchen

    Zuvorr waren Juden gezwungen ihre Toten auf dem nächstgelgegenen jüdischen Friedhof in Kriegshaber beuí Augsburg beizusetzen.

  • 1817
    Anlage des Leichenackers der Vorstadt Au
  • 1818
    Der Südliche Friedhof zum konfessionsunabhängigen Bestattungsort

    Mit der neuen bayerischen Verfassung kommt es zu einer formellen Gleichstellung von Katholiken und Protestanten. Dadurch wird der Südliche Friedhof zum konfessionsunabhängigen Bestattungsort. Die Stadt München, Gehälter kommunale Selbstverwaltung wieder zuständig für das Bestattungswesen übertragen, für das bislang die Kirche unter königlicher Aufsicht zuständig war.

  • Vergrößerung des Südlichen Friedhofs

    Vergrößerung und Umbau des Leichenschauhaus auf dem Südlichen Friedhof sowie Vollendung der Friedhofsmauer.

  • Erweiterung des Alten Südfriedhofes

    Das Friedhofsgelände wird noch die Pläne von Gustav Vorher erweitert und erhält den Grundriss  eines Sarkophags

  • 1825
    Signalvorrichtungen für den Fall des Wiedererwachens wurden in bayerischen Gemeinden verpflichtend
  • 1827
    Die Leichentransport per Kutsche wird verpflichtend.
  • 1828
    Einführung von fünf Begräbnisklassen durch die Magistrat
  • 1829
    Friedhofserweiterung in östlicher Richtung

    Gemeinde erwirbt dazu 1200 qm Grund

  • 1831
    Mahnmal für die Opfer der Sendlinger Mordweihnacht
  • 1836
    ​Eine Choleraepidemie, läßt den Südlichen Friedhof an die Grenzen seiner Aufnahmekapazität gelangen.

    Der Friedhof umfasst zu jener Zeit rund 20.000 Grabstätten.

  • 1840
    Der Architekt Friedrich von Gärtner wird mit der Erweiterung des südlichen Friedhofs beauftragt.
  • 1842
    Der Alte Südfriedhof wird nach Plänen von Friedrich von Gärtner erweitert
  • 1844
    Bau des neuen Friedhofteils als Campo Santo

    Bau des neuen Friedhofteils als Campo Santo („Heiliges Feld“). Dieses erweitert den südlichen Friedhof um 175 Gruften und rund 5300 Gräber.

  • 1847
    Der Architekt Gustav Vorherr wird beigesetzt

    Der Architekt Gustav Vorherr (1778 bis 1847), nach dessen Plänen der Südliche Friedhof eine sarkophagähnliche Gestalte erhielt, wird beigesetzt

  • 1848
    Beginn der Aufzeichnung sämtliche Bestattungen
  • 1850
    Umbettung von Friedrich von Gärtner und Ludwig von Schwanthaler

    Der bereits 1847 verstorbene Friedrich von Gärtner(1792 - 1847) wird als Erster in den nach seinen Plänen entstandenen Arkaden des Campo Santo beigesetzt. Ebenso wird der 1848 verstorbene Künstler Ludwig von Schwanthaler (1802 - 1848) in eine Gruft der Arkaden umgebettet.

  • Katholische Einweihung des Campo Santo durch Erzbischof Graf von Reisach
  • Protestantische Einweihung des Campo Santo durch Dekan Carl von Burger
  • 1854
  • 1863
    Öffentliche Bekanntmachung über das Bauvorhaben des Nördlichen Friedhofs in der Maxvorstadt

    Heute wird er als Alter Nördlicher Friedhof bezeichnet.

  • 1866
    Bau des Nördlichen Friedhofs nach den Plänen des Architekten Arnold Zenetti
  • Erbauung des Alten Nördlichen Friedhofs
    Zwischen Juni 1866 und Sommer 1869 wurde in der Maxvorstadt der Nördliche Friedhof von dem Baumeister Antonio Zennetti von erbaut.
  • 1868
    Eröffnung des Alten Nördlichen Friedhofs
    Am Tag der Eröffnung wurde der frühere Stadtpfarrer von St. Ludwig auf den neuen Friedhof umgebettet.
  • Einweihung des Nördlichen Friedhofs
  • Die Friedhöfe werden nach ihrer geographischen Verortung im Stadtgebiet bezeichnet

    Der bisherige Friedhof wird fortan als Südlicher Friedhof benannt.

  • 1871
  • 1876
    Zweiter Erweiterung um die Sektoren 9 und 10

    Die Sektion wurde zunächst für 500 Kindergräber vorgesehen (hohe Kinderserblichkeit) wurde aber ab 1895 auch für Erwachsene genutzt

  • 1881
    Erweiterung

    Die Ziegelmauer von 1881 umrandet eine Fläche von 2,5 Hektar. 

  • 1882
    Neubau der Trauerhalle durch Hans Grässel
  • 1884
    Der Nordfriedhof wird von der damaligen Stadt Schwabing errichtet
  • Der Münchner Architekt Leo von Klenze erhält in den Arkaden des Campo Santo seine letzte Ruhestätte