Geschichte der Münchner Friedhöfe im 20. Jhd.
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1900Eröffnung des Ostfriedhofs
Die seit 1817 bestehenden „Auer Leichenäcker" werden in den Friedhof miteinbezogen.
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Eröffnung des Ostfriedhofes
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1902Eröffnung des Westfriedhofs, des heute zweitgrößten Münchner Friedhofs
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Der Friedhof Perlach wird von der Dorfgemeinde errichtet
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Die Friedhofsbauten des Architekten Hans Grässel werden fertiggestellt
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Der Friedhof Bogenhausen wird von der Stadt München übernommen
Nachdem Bogenhausen 1892 nach München eingemeindet wurde hat die Stadt den Friedhof 1902 übernommen
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1904Bau der Gebäude auf dem Neuen Jüdischen Friedhof nach Entwürfen von Hans Grässel
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1905Beginn der Bauarbeiten am Waldfriedhof durch den Architekten Hans Grässel.
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1907Der Alte Teil des Waldfriedhofes mit 35.000 Gräbern wird fertiggestellt
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Die Vergabe von Familiengräbern auf dem Südlichen Friedhof wird eingestellt
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Eröffnung des Waldfriedhof
Mit der Eröffnung des Waldfriedhofs stellt Grässel ein neues Friedhofsmodell vor, das international für die Friedhofsgestaltung wegweisend wird
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Schließung des Friedhofes
Das imposante Eingangstor an der Thalkirchner Straße wurde mit der Schließung des Friedhofs 1907 verschlossen und seitdem nicht wieder geöffnet. Der heutige Zugang erfolgt über den ehemaligen Nebenzugang auf der Südseite.
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1912Erste Feuerbestattung
Die erste Feuerbestattung in München fand im Krematorium des Ostfriedhofs statt. Dieses Ereignis markierte einen bedeutenden Wandel in der Bestattungskultur der Stadt.
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1919Der Stadtrat genehmigt ein Denkmal für Kurt Eisner und den Toten der Revolution
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Trauerfeier für den Ministerpräsidenten Kurt Eisner
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1922Das ehemalige Wirtschaftsgebäude des Südlichen Friedhofs wird zum Sitz der Städtischen Friedhofsverwaltung umfunktioniert
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Enthüllung des Denkmal „Den Toten der Revolution“
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1923Rund 900 Denkmäler werden abgeräumt, nachdem die Ruhefrist der Gräber verstrichen ist
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1929Das Krematoriums im Ostfriedhof wird eröffnet
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1930Eingemeindung Daglfings
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1931Der Friedhof am Perlacher Forst wird für Bestattungen freigegeben
Der Friedhof wurde vom Stadtbaurat Hermann Leitenstorfer entworfen.
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1932An der Südseite der Stephanskirche wird ein Kriegerdenkmal des Bildhauers Karl Romeis aufgestellt
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1934Die Hingerichteten der „Röhm-Affäre“ werden begraben
Im Zuge der sogenannten „Röhm-Affäre“ (auch „Nacht der langen Messer“) Ende Juni 1934 ließ das NS-Regime zahlreiche SA-Führer und politische Gegner ohne Gerichtsverfahren ermorden. In München wurden viele der Opfer in der Strafanstalt Stadelheim erschossen, darunter SA-Stabschef Ernst Röhm, Polizeipräsident August Schneidhuber sowie weitere SA-Mitglieder und Gegner wie Gustav von Kahr. Die Leichen wurden zunächst auf dem Friedhof beigesetzt und am 21. Juli 1934 unter strenger Geheimhaltung im Krematorium des Münchner Ostfriedhofs eingeäschert. Die NS-Führung wollte jede öffentliche Erinnerung an die Opfer verhindern. Auch ihre Namen wurden in der Folge aus der Berichterstattung und Gedenkkultur getilgt. Die Aktion diente der Machtsicherung Hitlers und markierte die Ausschaltung der SA als innerparteiliche Konkurrenz. Die exakten Grabstellen der meisten Opfer sind bis heute unbekannt.
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Die Hingerichten der „Röhm-Affäre“ werden unter strenger Geheimhaltung eingeäschert
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1936Der Waldfriedhof Solln wird nach den Plänen des Architekten Bruno Biehler angelegt
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1939Letzte Bestattung findet statt
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1943Die Schließung des Südlichen Friedhofs wird verfügt
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Bei einem Luftangnff werden der überwiegende Teil der Arkaden sowie die Verwaltungsgebäude des Südlichen Friedhofs zerstört
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Zum Jahresende wird der Alte Südliche Friedhof offiziell geschlossen
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1944Der Alte Nordfriedhof wird bei einem Luftangriff schwer getroffen
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Der Bestattungsbetrieb wird am Alten Südfriedhof eingestellt
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1945Trauerfeier für die Opfer des Konzentrationslagers Dachau
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1946Einäscherung der NS-Hauptkriegsverbrechern im Ostfriedhof
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1950Friedhofsschändung
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Ehrenhain für Luftkriegsopfer
Das Massengrab des Bombenkriegs für 2099 Opfer (159 Unbekannte) wurde 1950 zum Ehrenhain für Luftkriegsopfer umgestaltet. Der Ehrenhain umfasst 1940 Einzelgräber und ein Sammelgrab.
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1953Der Architekt Hans Döllgast beginnt mit dem Wiederaufbau des Südlichen Friedhofs
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Neugestaltung des Bogenhausener Friedhof
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Der Südliche Friedhof wird nach Aufraumarbeiten der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht
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1954Restaurierung im Alten Südlichen Friedhof
Restaurierung der Aussegnungshalle und der Arkaden im alten und neuen Teil des Südlichen Friedhofs durch Hans Dollgast
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1955Auf dem Waldfriedhof wird das erste islamische Gräberfeld Deutschlands erstellt.
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1960Die Grabanlage für die Displaced Persons wird angelegt
Dazu wurden auf anderen Münchner Friedhöfen bestattete ehemalige Zwangsarbeiter umgebettet. In der Grabanlage sind 1129 Tote aus zwölf Nationen bestattet. Dort befindet sich ein 1960 vom Münchner Bildhauer Konstantin Frick geschaffenes Mahnmal.
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1962Der Südliche Friedhof wird als historischer Friedhof wahrgenommen
Hinweistafeln geben Auskunft über den Grundriß des Friedhofs und die Lage der Graber berühmter Persönlichkeiten
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Erbauung einer Urnenhalle am Teich
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Errichtung einer Urnenhalle
Die Urnenhalle wurde von dem 1963 gestorbenen Leiter des Münchener Grabmalamts und Architekten Eugen Jacoby geplant.
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1963Der Gartenarchitekt Hans Römer erstellt den Neuen Teil des Waldfriedhofs mit 24.000 Gräbern
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1973Der Südliche Friedhof wird unter Denkmalschutz gestellt
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1977An der Hochäckerstraße entsteht der Neue Südfriedhof
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Aufgrund der Eröffnung des Neuen Südfriedhofs wird der „Südliche Friedhof" nunmehr als „Alter Südlicher Friedhof" bezeichnet
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Altarbild - Passions-Tryptichon von Karl Caspar
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1980Friedhofsschändung
Bei der schwersten Schändung warfen Jugendliche insgesamt 270 Grabsteine um.
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1989Der Alte Südliche Friedhof wird als Landschaftsbestandteil unter Schutz gestellt
Der Alte Südliche Friedhof wird nach dem Bayerischen Naturschutzgesetz als Landschaftsbestandteil unter Schutz gestellt.