Kaulbachstraße

Wilhelm von Kaulbach (* 15. Oktober 1805 in Arolsen; † 7. April 1874 in München) war ein deutscher Maler, der durch große Wand- und Deckengemälde mit geschichtlichem Inhalt und Literaturillustrationen bekannt wurde.

Wilhelm Kaulbach wurde als drittes von vier Kindern des Philipp Karl Friedrich Kaulbach (1775–1846) und seiner Frau Therese, geb. Engelbracht geboren.

Wilhelm erhielt seinen ersten künstlerischen Unterricht bei seinem Vater und studierte ab 1822 als Schüler von Peter von Cornelius an der Düsseldorfer Akademie. Wegen Handgreiflichkeiten gegen Jakob Lehnen wurde er 1826 dort entlassen. Zusammen mit den Mitschülern Hermann Anschütz und Adam Eberle folgte er Cornelius 1826 nach München, wo er zunächst Mitarbeiter an den Fresken im Odeon, in den Hofgartenarkaden und in der Residenz wurde.

Ab 1845 hielt er sich vielfach in Berlin auf, um im Auftrag König Frie drich Wilhelm IV. von Preußen die Ausmalung des Treppenhauses des Neuen Museums in Berlin voranzubringen und zu überwachen. Gleichzeitig erwarb er aber in München eine herrschaftliche, heute nicht mehr existierende Villa am Englischen Garten, die zum gesellschaftlichen und künstlerischen Zentrum wurde.

1849 wurde er zum Direktor der Münchner Kunstakademie ernannt (zu seinen Schülern gehörte z. B. Gustav Adolf Goldberg), war ferner Mitglied der Akademien von Berlin, Dresden und Brüssel und wurde 1866 nobilitiert. 1863 wurde er als auswärtiges Mitglied in die Académie des Beaux-Arts aufgenommen und 1870 in die American Academy of Arts and Sciences gewählt.

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Kaulbach   Wilhelm von
Wilhelm von Kaulbach
Bildrechte: Gemeinfrei (Wikipedia 2018)
Friedrich Bruckmann, München, 1864 (Sammlung Jan Weijers, Holland)
Straßenname Kaulbachstraße
Benennung 1883 Umbenennung
Plz 80539/80802
Stadtbezirk 12. Schwabing-Freimann | Schwabing-Ost
RubrikPersonen
Kategorie Maler  
Gruppe Akademie der Bildenden Künste  
Lat/Lng 48.151915 11.584567   
Straßenlänge 1456 m
Person Kaulbach Wilhelm von
Geboren 15.10.1805 [Arolensen]
Gestorben 7.4.1874 [München] [Cholera]
Kategorie Maler
Gruppe Akademie der Bildenden Künste
Nation Dalmatien
Konfessionevangelisch
GND118560751
Leben
Wilhelm von Kaulbach

Wilhelm von Kaulbach (* 15. Oktober 1805 in Arolsen; † 7. April 1874 in München) war ein deutscher Maler, der durch große Wand- und Deckengemälde mit geschichtlichem Inhalt und Literaturillustrationen bekannt wurde.

Wilhelm Kaulbach wurde als drittes von vier Kindern des Philipp Karl Friedrich Kaulbach (1775–1846) und seiner Frau Therese, geb. Engelbracht geboren.

Wilhelm erhielt seinen ersten künstlerischen Unterricht bei seinem Vater und studierte ab 1822 als Schüler von Peter von Cornelius an der Düsseldorfer Akademie. Wegen Handgreiflichkeiten gegen Jakob Lehnen wurde er 1826 dort entlassen. Zusammen mit den Mitschülern Hermann Anschütz und Adam Eberle folgte er Cornelius 1826 nach München, wo er zunächst Mitarbeiter an den Fresken im Odeon, in den Hofgartenarkaden und in der Residenz wurde.

Ab 1845 hielt er sich vielfach in Berlin auf, um im Auftrag König Frie drich Wilhelm IV. von Preußen die Ausmalung des Treppenhauses des Neuen Museums in Berlin voranzubringen und zu überwachen. Gleichzeitig erwarb er aber in München eine herrschaftliche, heute nicht mehr existierende Villa am Englischen Garten, die zum gesellschaftlichen und künstlerischen Zentrum wurde.

1849 wurde er zum Direktor der Münchner Kunstakademie ernannt (zu seinen Schülern gehörte z. B. Gustav Adolf Goldberg), war ferner Mitglied der Akademien von Berlin, Dresden und Brüssel und wurde 1866 nobilitiert. 1863 wurde er als auswärtiges Mitglied in die Académie des Beaux-Arts aufgenommen und 1870 in die American Academy of Arts and Sciences gewählt.

Grabstätte
Grabstätte
Alter Südlicher Friedhof

<a href='/friedhof/d_grab.php?id=737'>Sektion: M links Nummer: 280</a>
Bavarikon Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche Nationalbibliothek
1894 Rambaldi
362. Kaulbachstraße. Zweigt vom letzten Dritteil der Schönfeldstraße in nördlicher Richtung ab, läuft fast parallel mit der Ludwig- und Leopoldstraße, wird von der Beterinärstraße gekreuzt und endet in der Giselastraße. Zur Erinnerung an Wilhelm von Kaulbach *), geboren 15. Oktober 1805 zu Arolsen, gestorben den 7. April 1874 in München, wo er seit 1847 an der Spitze der dortigen Akademie gestanden. Von ihm stammen die symbolischen Figuren der vier Hauptflüsse Bayerns und die Gestalt der Bavaria unter den Arkaden des k. Hof- gartens, die Kompositionen für die Freskogemälde der Neuen Pinakothek und mehrere Fressen in der k. Residenz. Bekannter sind seine Kompositionen die Hunnenschlacht, die Schlacht bei Salamis und die Zerstörung Jerusalems durch Titus, sowie seine Illustrationen zu Goethe. Die Kaulbachstraße hieß früher Gartenstraße und erhielt mit höchster Entschließung des k. Ministeriums des Innern vom 12. Oktober 1886 und Beschluß des Magistrates vom 6. September 1887 diesen Namen, während die seit dem 20. November 1881 bereits bestandene Kaulbachstraße am gleichen Tage in »Neureutherstraße« (s. dieselbe) umgetauft wurde.

*)Vgl. Hans Müller, W. v. Kaulbach, Berlin 1893.
1943 Adressbuch
Wilhelm von Kaulbach, Historienmaler und Direktor der Akademie der bildenden Künste zu München, * 15.10.1805 Arolsen, † 7.4.1874 München.

Zweigt von der Schönfeldstraße ab, läuft gegen Schwabing fast parallel mit der Ludwig- und Leopoldstraße, kreuzt die Veterinär-, Ohm- und Giselastraße, zieht an der Schack-, Gedonstraße, zieht an der Schack-, Gedonstraße und am Kißkaltplatz vorbei und mündet in die Trautenwolfstraße.

1965 Baureferat
Kaulbachstraße: Wilhelm von Kaulbach (1805-1874), Maler, seit 1849 Direktor der Akademie der Bildenden Künste in München, einer der Hauptmeister der großen Historienmalerei im 19. Jhdt. *1883
Datum Vorl.-Nr. Titel Dokument

Straßenbenennungen

Straße Von Grund Bis Grund
Obere Gartenstraße Erstnennung 1883 Umbenennung
Kaulbachstraße 1883 Umbenennung
Straße Name Architekt Baustil Jahr
Kaulbachstraße Kaulbachstraße 0
Kaulbachstraße 1 Eckhaus Klassizismus 1800
Kaulbachstraße 11 Mansarddachhaus barockisierend 1900
Kaulbachstraße 13 Institut Francais Gebrüder Rank 1914
Kaulbachstraße 15 Kaulbach-Villa Seidl Gabriel von italienische Renaissance 1887
Kaulbachstraße 22 Mietshäuser Dülfer Martin Jugendstil 1900
Kaulbachstraße 26 Künstlerwohnhaus Defregger Defregger Hans, Pixis Oskar Historismus 1924
Kaulbachstraße 29 Zugehöriges Gartenhaus Bleeker Bernhard neuklassizistisch 1922
Kaulbachstraße 31 Berchmannskollegs 0
Kaulbachstraße 34 Mietshaus Neurenaissance 1890
Kaulbachstraße 36 Mietshaus Neurenaissance 1882
Kaulbachstraße 38 Doppelmietshausblock Svoboda Felix Neurenaissance 1883
Kaulbachstraße 41 vorstädtisches Haus 1800
Kaulbachstraße 44 Mietshaus Neurenaissance 1890
Kaulbachstraße 45 Mietshaus Neurenaissance 1890
Kaulbachstraße 46 Vorstadthaus Neurenaissance 1880
Kaulbachstraße 60 Mietshaus Neurenaissance 1882
Kaulbachstraße 61 Mietshaus Spannagel Wilhelm historisierend 1902
Kaulbachstraße 62 Mietshaus Grübel Johann Neurenaissance 1878
Kaulbachstraße 64 Mietshaus Sprenger Jakob Neurenaissance 1875
Kaulbachstraße 68 Rückgebäude 1896
Kaulbachstraße 69 Mietshaus Jugendstil 1901
Kaulbachstraße 75 Mietshaus barockisierend 1900
Kaulbachstraße 87 Mietshaus neubarock 1897
Kaulbachstraße 88 Mietshaus neubarock 1900
Kaulbachstraße 89 Mietshaus neubarock 1922
Kaulbachstraße 91 Mietshaus deutsche Renaissance 1900
Kaulbachstraße 93 Mietshaus deutsche Renaissance 1900
Kaulbachstraße 94 Mietshaus Neurenaissance 1890
Kaulbachstraße 96 Mietshaus Neurenaissance 1880
Straße Name Art Jahr Bild
Kaulbachstraße Die Traumstadt 1983 Die Traumstadt
Kaulbachstraße 11 Jella Lepman 1970 Jella Lepman
Kaulbachstraße 15 Friedrich August von Kaulbach Gedenktafel 1980 Friedrich August von Kaulbach
Kaulbachstraße 31 Gedenktafel - Katholischer Widerstand 1996 Gedenktafel - Katholischer Widerstand
Kaulbachstraße 48 Gedenktafel - James Loeb 0 Gedenktafel - James Loeb
Titel Straße Standort Künstler Jahr Bild
Delphin-Brunnen Kaulbachstraße 7 vor dem Bayerischen Obersten Rechnungshof Hoffmann Erich 1962 Hoffmann Erich – Delphin-Brunnen
Der kleine Bär Kaulbachstraße 25 Nida-Rümelin Rolf 1958 –
Faun-Brunnen Kaulbachstraße 31 Berchmann Kolleg Unbekannt 1897 –
Straße Name Beruf Von Bis
Kaulbachstraße 10 Troost Paul Ludwig Architekt 1912 1934
Kaulbachstraße 10 Kaulbach Wilhelm von
Kaulbachstraße 12 Augsburg Anita
Kaulbachstraße 12 Pfülf Toni 1933
Kaulbachstraße 15 Kaulbach Friedrich August von Maler
Kaulbachstraße 15 Wagner Adolf
Kaulbachstraße 35 Huch Ricarda
Kaulbachstraße 35 Dauthendey Max Dichter, Maler
Kaulbachstraße 41 Bierbaum Otto Julius Journalist, Redakteur, Schriftsteller, Librettist
Kaulbachstraße 62 Schaumann Ruth
Kaulbachstraße 63 Brecht Bertold 1918
Kaulbachstraße 63 Reventlow Franziska zu 1903 1906
Kaulbachstraße 68 Klabund 1904 1904
Kaulbachstraße 68 Marc Franz 1905 1907
Kaulbachstraße 68 Fassbinder Rainer Werner
Kaulbachstraße 69 Defregger Franz von
Kaulbachstraße 77 Kutscher Arthur 1916 1920
Kaulbachstraße 90 Ende Michael 1935 1944
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