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Münchner Zeitensprünge

14. 6 1920 - Das Todesurteil aus dem dritten Geiselmordprozess wird vollstreckt

München-Obergiesing * Das Todesurteil aus dem dritten Geiselmordprozess wird im Gefängnis Stadelheim durch Erschießen vollstreckt. 

29. 3 1918 - Sarah Sonja Lerch hat sich in der Isolierzelle erhängt

<p><strong><em>München-Stadelheim</em></strong> * Dr. phil. Sarah Sonja Lerch, eine Aktivistin während der Münchner Januarstreiks,&nbsp;wird an diesem Karfreitag in einer Isolierzelle im Gefängnis Stadelheim in der Schlinge ihres Schals erhängt aufgefunden.&nbsp;Eine behördliche Untersuchung ihres Todes wird offensichtlich unterlassen.&nbsp;</p>

12. 10 1943 - Das Todesurteil gegen Willi Graf wird vollstreckt

München-Obergiesing * Das Todesurteil gegen Willi Graf, einem Mitglied der „Weißen Rose“, wird durch den Scharfrichter Johann Reichhart im Gefängnis München-Stadelheim vollstreckt.

19. 9 1919 - Die sechs zum Tode Verurteilten werden hingerichtet

München-Obergiesing * Die sechs zum Tode Verurteilten aus dem ersten Geiselmordprozess werden im Gefängnis Stadelheim durch Erschießen hingerichtet. 

15. 10 1919 - Eine weitere Erschießung im Gefängnis Stadelheim

München-Obergiesing * Der zum Tode Verurteilte aus dem zweiten Geiselmordprozess wird im Gefängnis Stadelheim durch Erschießen hingerichtet. 

6. 4 2022 - Von der Biotopfläche zum Brauereigelände

München-Giesing * Der Stadtrat beschließt, den Flächennutzungsplan von einer Biotopfläche in ein „Sondergebiet Brauerei“ zu ändern. Auf dem Gelände einer ehemaligen Tankstelle kann der Unternehmer Dietrich Sailer nun die Münchner-Kindl-Brauerei errichten. 

Die Fläche ist bereits versiegelt und wurde zuvor gewerblich als Tankstelle genutzt. Geplant ist eine Brauerei mit einer Jahresproduktion von bis zu 12.000 Hektolitern sowie eine Gastronomie mit 199 Sitzplätzen. 

Um 1 2025 - Der tiefste Brauereibrunnen Münchens

München-Giesing * Die Münchner-Kindl-Brauerei muss für ihr Wasser tiefer bohren als jede andere Brauerei der Stadt. Rund zwei Monate dauerte die Bohrung. Erst in 234 Metern Tiefe - über 50 Meter tiefer als erwartet - wird eine ergiebige Wasserschicht erreicht. Damit verfügt Münchner Kindl nun über den tiefsten Brauereibrunnen Münchens.

Historisch spielt dabei auch das Oktoberfest eine Rolle: Dort darf nur Münchner Bier ausgeschenkt werden - und das setzt traditionell einen eigenen Tiefbrunnen im Stadtgebiet voraus.

Um 2023 - Ein Tiefbrunnen für die Münchner Kindl Brauerei

München-Giesing * Da ein Tiefbrunnen innerhalb der Stadtgrenzen Bedingung dafür ist, dass ein Bier sich ganz offiziell Münchner Bier nennen und auf dem Oktoberfest ausgeschenkt werden darf, wollen Dietrich Sailer und seine Söhne Luis und Leo auch diesen Schritt wagen. Immerhin kostet die Bohrung rund 700.000 Euro. 

Die Genehmigung ist aufwändig und dauert etwa zwei Jahre, da die Eingriffe ins Grundwasser strengen Auflagen unterliegen. Das Wasserwirtschaftsamt bewertet zusätzliche Tiefbrunnen kritisch, da das Münchner Tiefengrundwasser besonders geschützt ist. 

Die Stadt genehmigt das Projekt dennoch - unter anderem, weil für die Bierherstellung besonders reines Wasser erforderlich ist. Gleichzeitig bleibt klar: Neue Brunnen werden auch künftig nur sehr restriktiv erlaubt. 

2015 - Namensrechte an der „Münchner-Kindl-Brauerei“ erworben

München-Giesing * Der Traunsteiner Brauunternehmer Dietrich Sailer erwirbt - kostenfrei - die Namensrechte an der „Münchner-Kindl-Brauerei“. Sie liegen bei Löwenbräu, das zum internationalen Braukonzern AB-Inbev gehört. Doch weder in der deutschen Zentrale in Bremerhaven, noch in der europäischen in Belgien oder dem Firmenhauptquartier in Südamerika will irgendjemand etwas damit anfangen. Und so kehrt eine Münchner Traditionsmarke wieder nach München zurück. 

12. 8 2022 - Grundsteinlegung in der Münchner Kindl Brauerei

München-Giesing * In der Münchner-Kindl-Brauerei an der Tegernseer Landstraße 337 findet die Grundsteinlegung statt. Den feierlichen Akt im acht Meter tiefen Rohbau überlässt die Familie Sailer zwei sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten: Prinz Luitpold von Bayern von der Schlossbrauerei Kaltenberg und Didi Schweiger, bekannt als Münchens prominentester Obsthändler.

Die Auswahl hatte Symbolcharakter: Hier bayerischer Hochadel aus dem Haus Wittelsbach, dort ein bodenständiger Münchner Geschäftsmann mit klarer Meinung. 

Auch historisch gibt es eine Verbindung. Die Brauerei Kaltenberg hat 1954 große gebrauchte Holzfässer von der Kindlbrauerei gekauft, 60 davon existieren noch – und vielleicht fällt ja eines an die achte Münchner Brauerei ab. 

Die Inschrift des Grundsteins lautet:
„SEINE  KÖNIGLICHE  HOHEIT,
LUITPOLD  VON  BAYERN,
UND  DER  BÜRGERLICHE
OBSTSTANDLBESITZER
DIDI  SCHWEIGER
AUS  DER  LEOPOLDSTRASSE
HABEN  HEUTE  DIESEN
GRUNDSTEIN  GELEGT  ZUR
WIEDERERRICHTUNG  DER
MÜNCHNER  KINDL  BRAUEREI
XII  VIII  MMXXII“

Aussegnungshalle

Architekt: Beblo Fritz, Leitenstorfer Hermann
Erstellung: 1932

0.35 km 

Friedhof am Perlacher Forst

Architekt: Beblo Fritz, Leitenstorfer Hermann
Erstellung: 1929
Stadelheimer Straße 24
0.36 km 
<p>Friedhof am Perlacher Forst, erste Anlage und Aussegnungshalle, Leichenwärterhaus und Verwaltungsgebäude, 1929-32 von Fritz Beblo und Hermann Leitenstorfer.</p>

Straßenbahnhauptwerkstätte

Architekt: Stöhr Karl, Beblo Fritz, Meitinger Karl
Erstellung: 1918
Ständlerstraße 20
0.68 km 
Ständlerstraße 20; Straßenbahnhauptwerkstätte; nördliche Werkshallen in Stahlbeton, mit vorgelagertem Wohngebäude (Beschaffungsstelle), 1918 als Kriegsmetallwerk von Karl Stöhr errichtet, 1926 von Fritz Beblo und Karl Meitinger als Straßenbahnwerkstättenanlage ausgebaut. Nach Kriegszerstörungen Dachaufbauten erneuert.

Altbau der Strafanstalt

Architekt: Adelung Friedrich
Baustil: barockisierend
Erstellung: 1894
Stadelheimer Straße 12
0.70 km 
<p>Altbau der Strafanstalt Stadelheim, barockisierende Anlage mit Giebelrisalit und Eckpavillons, 1892-94 von Friedrich Adelung, erste Erweiterung mit Anstaltskirche 1898-1901; vgl. Schwarzenbergstraße 1.</p>

Schwarzenbergstraße 1
0.86 km 
Historisierendes Wohnhaus bei der Strafanstalt Stadelheim, wohl Aufseherwohnhaus von 1913-14; vgl. Stadelheimer Straße 12.

U-Bahnhof Mangfallplatz

Erstellung: 1997

0.90 km 

Zwei Engel
0.38 km
Knappe Karl
0

Stadelheimer Straße 24 

Knappe Karl - Zwei Engel

Trauernde
0.41 km

0

 

 - Trauernde

Mustang
0.53 km

0

Cicinnatistraße 63 

 - Mustang

Cincinnatistraße 64 

Goetz Guido - Stehende Figur mit ausgestreckten Armen

Sgraffito Bundespatentamt
0.63 km
Braun von Stransky Edeltraut
1957

Cincinnatistraße 64 

Braun von Stransky Edeltraut - Sgraffito Bundespatentamt

Vertrauliches Gespräch
0.85 km
Franzen Werner
1997

Thirschenreuther Straße 19 

Franzen Werner - Vertrauliches Gespräch

Der Liedermacher
0.96 km
Schmiedel-Schulin Agnes
1983

Bodenschneidstraße 29 

Schmiedel-Schulin Agnes - Der Liedermacher