Kindergarten und Kinderhort am Harthof, vier erdgeschossige Pavillonbauten mit Schleppdach in versetzter Anordnung, 1953-54 nach Entwurf von Adolf und Helga Schnierle und Fritz Florin in Verbindung mit der Schule am Harthof errichtet (Vgl. Hugo-Wolf-Straße 70).
<p>Die ehemalige US-Siedlung an der Neuherberg- und Rockefellerstraße entstand <strong>1954–1956</strong> im Zusammenhang mit der nahe gelegenen Warner-Kaserne. Die Bundesrepublik errichtete <strong>654 Wohnungen</strong> für amerikanische Soldaten, Offiziere und ihre Familien. Dreigeschossige Zeilenbauten, großzügige Grünflächen, geschwungene Straßen und eine eigene amerikanische Infrastruktur mit PX, Kino, Clubs und Sportplätzen prägten das Quartier. Nach dem Abzug der US-Streitkräfte 1968 ging die Siedlung an die Bundesvermögensverwaltung über. Heute wird das rund 19 Hektar große Areal von der BImA neu entwickelt.</p>
<p>Die Kleinsiedlung Kaltherberge entstand 1936/1937 östlich der Ingolstädter Straße im heutigen Stadtbezirk Milbertshofen-Am Hart. Sie war als Selbstversorgersiedlung für bedürftige Arbeiterfamilien konzipiert und umfasste ursprünglich 221 Siedlerhäuser. Mittelpunkt der Anlage war ein zentraler Gemeinschaftsplatz, der heutige Mettenleiterplatz.</p><p>Die Siedlung war durch kleine Ein- und Zweifamilienhäuser geprägt. Die Straßen wurden erst in den 1950er Jahren befestigt. Die ursprüngliche Benennung „Kaltherberge“ geht auf den Flurnamen „Kaltherberger Hart“ zurück. Die Stadt München beschloss die Bezeichnung 1935; die amtliche Genehmigung zog sich allerdings bis nach dem Zweiten Weltkrieg hin.</p><p>Nach 1945 erhielt die Siedlung eine besondere Nachkriegsgeschichte: Teile der Häuser wurden von der amerikanischen Militärverwaltung beschlagnahmt und als DP-Lager Neu-Freimann genutzt. Dort lebten zeitweise mehr als 2.000 Displaced Persons. 1949 wurde das Lager geschlossen und die Häuser wieder an die Siedler zurückgegeben.</p>
St. Agnes
Architekt: Bieber Peter
Erstellung: 1956
<p>Kath. Pfarrkirche St. Nikolaus, sichtziegeliger Zentralbau aus vier kreuzförmig angelegten halbkreisförmigen Wandschalen mit raumhohen schräggestellten Fenstern, vier mächtigen Stahlbetonsäulen das zeltartige Dach tragen und Verbindungsgang zum nördlichen Spitzturm, von Hansjakob Lill, 1962/63; mit Ausstattung; Pfarrhof mit Pfarrzentrum, obergeschossig schwarz getünchter Sichtziegelbau mit flachem Walmdach, erdgeschossigem Anbau und Verbindungsgang zur Kirche, gleichzeitig, 1977-80 nördlich erweitert.</p>
Alter St.-Georgs-Platz 5
1,94 km
Zweigeschossiges Wohnhaus, um 1850.
<p>Evang.-Luth. Evangeliumskirche, schlichter, längsgerichteter Saalbau in Betonskelettweise mit Ziegelausfachung, Mittelteil der Decke mit längsgerichtete Betonrippen, raumhohe Eckfenster im Altarbereich in rautenförmigen Betonformelementen farbig verglast, von Helmut von Werz, Johann-Christoph Ottow und Horst Müller, bez. 1962; mit Ausstattung; Turm, freistehender Sichtziegelbau mit Schallöffnungen, gleichzeitig; Pfarrzentrum, zweigeschossiger Sichtziegelbau mit Flachsatteldach, gleichzeitig; Wohnhauszeile, zweigeschossiger Sichtziegelbau mit Betonbändern, gleichzeitig.</p>
Alter St.-Georgs-Platz 4
1,96 km
Zweigeschossiges Wohnhaus, wohl 1. Hälfte 19. Jh.
Zweigeschossiger Villenbau, 1914 nach einem von Gustav Buschor überarbeiteten Plan von Jakob Koll errichtet, mit Krüppelwalmdach.
Milbertshofener Platz 2
2,22 km
Kath. Pfarrhaus St. Georg, 1928 von Friedrich Haindl; Baugruppe in Platzmitte mit Nr. 1.
Milbertshofener Platz 1
2,22 km
<p>Kath. Pfarrkirche St. Georg, barockisierender Bau, 1910-12 von Eduard Herbert und Otho Orlando Kurz; mit Ausstattung; Baugruppe in Platzmitte mit Nr. 2.</p>
Villa
Architekt: Thaler Josef
Baustil: Neurenaissance
Erstellung: 1898
Villa, Neurenaissance, 1898 von Josef Thaler.
<p>Das <strong>Lager Frauenholz</strong> im Münchner Norden, westlich der heutigen Schleißheimer Straße und im Bereich des heutigen <strong>Hasenbergl-Nord</strong>, hat eine wechselvolle Geschichte.</p><p><strong>1937–1945: Fliegertechnische Schule</strong><br>1937 wurden die Baracken als Unterkunft für die Lehrgangsteilnehmer der <strong>Fliegertechnischen Schule Schleißheim</strong> errichtet. Die Anlage gehörte zum Umfeld des Militärflugplatzes Schleißheim.</p><p><strong>1945–1953: DP-Lager Schleißheim</strong><br>Nach Kriegsende wurden die Baracken als <strong>DP-Lager</strong> (Displaced Persons) genutzt. Dort lebten vor allem Menschen aus Osteuropa und der Sowjetunion, die nach dem Krieg nicht in ihre Heimat zurückkehren konnten oder wollten. Das Lager wurde deshalb umgangssprachlich auch als <strong>„Russenlager“</strong> bezeichnet. Es bestanden unter anderem eine russisch-orthodoxe und eine katholische Kirche.</p><p><strong>1953–1964: Städtisches Wohnlager Frauenholz</strong><br>1953 kaufte die Stadt München das inzwischen geräumte Lager, um angesichts der großen Wohnungsnot <strong>obdachlose und wohnungslose Familien</strong> unterzubringen. Ab August 1953 wurden die ersten Familien eingewiesen. Zeitweise lebten in <strong>75 Baracken bis zu 4.000 Menschen</strong> – damit war Frauenholz eine der größten, wenn nicht die größte städtische Baracken-Wohnanlage dieser Art in der Bundesrepublik.</p><p>Das Leben war von schwierigen Wohn- und Versorgungsverhältnissen geprägt. Gleichzeitig entstand eine eigene Infrastruktur mit <strong>Kindergarten, Schule, Jugendheim, Gaststätte, Kirchen und zahlreichen Vereinen</strong>. Die Baracken wurden durch Straßen und Wege erschlossen, die 1954 Namen nach historischen Goldschmieden erhielten.</p><p><strong>1960er Jahre: Ende des Lagers</strong><br>Mit dem Bau der Großsiedlung <strong>Hasenbergl ab 1960</strong> begann der schrittweise Abbruch des Barackenlagers. Die Bewohner konnten nach und nach in neu errichtete Wohnungen umziehen. 1962 wurde das Gebiet offiziell von <strong>Oberschleißheim nach München eingemeindet</strong>. In den 1960er Jahren verschwanden die letzten Baracken; an ihrer Stelle entstand <strong>Hasenbergl-Nord</strong>.</p>
Hochbunker, fünfgeschossiger Turm über achteckigem Grundriss mit horizontalem Dachabschluss und Flakaufbau, 1941 nach Plänen des städtischen Hochbauamtes (Stadtbaurat Karl Meitinger) als Luftschutzbau Nr. 3 errichtet; freistehend.
Villa
Architekt: Denzinger Hans
Baustil: barockisierend
Erstellung: 1911
Schleißheimer Straße 299
2,37 km
Villa, barockisierend, mit Stuckdekor, 1911 von Hans Denzinger als eigenes Wohnhaus erbaut.
Villa
Baustil: historisierend
Erstellung: 1905
Georgenschwaigstraße 15
2,57 km
Villa, historisierend, 1905, mit Vorgartenzaun.
Georgenschwaigstraße 31
2,58 km
Kleines Eckhaus, Neurenaissance, Ende 19. Jh.
Georgenschwaigstraße 25
2,58 km
Mietshaus, um 1900; vereinfacht.
Mietshaus
Architekt: Koll Hans
Baustil: barockisierend
Erstellung: 1899
Georgenschwaigstraße 23
2,58 km
Mietshaus, schlicht barockisierend, 1899 von Hans Koll, 1908 Mansarddach mit Ausbau.
Lilienthalallee 29
2,59 km
Ausbesserungswerk München-Freimann; ehem. Dampflok-, später Elektrolokrichthalle mit Dienstgebäude, zwei einheitlich als monumentaler Stahlbeton-Rasterbau in rhythmischen Wechsel von Sichtziegelmauerwerk und wandhoher Befensterung gestaltete Hallen sowie östlich vorgelagertem zweigesschossigem Flachdachbau mit eingezogenem Obergeschoss, Pfeilervorhalle und Reliefs, 1938–41 und 1940–42, südliche Richthalle als dreischiffige Eisenkonstruktion in Ostwestrichtung quergelagert mit Schiebebühne unter dem überhöhten nördlichen Schiff, die nördliche elektrische Teilwerkstätte sechsschiffig mit sechs Kranbahnen und südlichen Lichthöfen, Steinreliefs, bez. R. von Bohr; Wasserturm, über quadratischem Grundriss verjüngender, 40,5 Meter hoher Betonbau mit Zeltdach, 1918/19 durch die Bayerische Maschinenfabrik Friedrich Krupp; ehem. Presswerkstatt, seit 1925 Kesselschmiede für die Deutsche Reichsbahngesellschaft, dann S-Bahn-Halle, dreischiffige ausgemauert und verputzte Stahlbinderkonstruktion mit Firstoberlichtband im erhöhten Mittelschiff, 1916 durch die Bayerischen Geschützwerke Friedrich Krupp; Gedenkstein und Kriegerdenkmal mit Ruhebänken, zwei abgetreppte Gusssteinstelen mit vier Gusssteinbänken, 2. Hälfte 1930er Jahre, für am Nanga Parbat verunglückte Bergsteiger und Gefallene des Ersten Weltkriegs.
Georgenschwaigstraße 17
2,59 km
Mietshaus, mit Eckturm, 1913 von J. Koll; vereinfacht.
Mietshaus
Baustil: Neurenaissance
Erstellung: 1900
Georgenschwaigstraße 42
2,60 km
Mietshaus, Neurenaissance, Eckbau mit Turm, um 1900.
Mietshaus
Baustil: Neurenaissance
Erstellung: 0
Georgenschwaigstraße 28
2,61 km
Mietshaus, Neurenaissance-Eckbau, Ende 19. Jh.
Mietshaus, zweigeschossig mit Bodenerker und Jugendstil-Stuck, um 1900.
Villa
Baustil: barockisierend
Erstellung: 1900
Villa, barockisierend, um 1900.
Knorr Bremse AG
Architekt: Kurz Otho Orlando, Herbert Eduard
Baustil: neuklassizistisch
Erstellung: 1917
Moosacher Straße 80
2,66 km
Knorr Bremse AG, vormals Süddeutsche Bremsen AG und ursprünglich Bayer. Motoren bzw. Rapp Motoren Werke, von den seit dem Ersten Weltkrieg errichteten umfangreichen Werksanlagen Haupttor (Bau E und F) sowie Verwaltungsbau (Bau B), beide in neuklassizistischem Stil von den Architekten Eduard Herbert und Otho Orlando Kurz errichtet; Haupttor entlang der Straße mit zwei flankierenden langen Trakten, 1917/18; nordwestlich davon stattlicher Walmdachbau mit Eingangsportal, als Lager- und Bürogebäude vierflügelig um Innenhof 1918/19 erbaut.
Schleißheimer Straße 271
2,69 km
Schleißheimer Straße 271/273; Häuserblock, Jugendstil, mit Bodenerker und Stuckdekor, Anfang 20. Jh.; Madonnenrelief.
Mietshaus
Architekt: Sturm Philipp
Baustil: Neurenaissance
Erstellung: 1899
Schleißheimer Straße 263
2,76 km
Mietshaus, Neurenaissance-Eckbau, mit zwei Erkern, 1899 von Philipp Sturm.
Malerische Kleinvilla, 1898 von Josef Rank.
Lilienthalallee 45
2,82 km
<p>Ausbesserungswerk München-Freimann, Montagehalle</p>
Ehem. Bauernhaus, im Kern wohl Mitte 19. Jh.
Malerische Villa in Ecklage, um 1900; städtebaulicher Akzent an der Schleißheimer Straße.
Helene-Mayer-Ring 4
2,90 km
Frankfurter Ring 206
2,96 km
<p>Teile der ehem. Luftnachrichtenkaserne, sog. Funkkaserne, nach Entwurf der Luftwaffenbauverwaltung zusammen mit den Architekten Max Dellefant, Albert Heichlinger und Lars Landschreiber, 1936–38; Stabsgebäude, zweigeschossiger Walmdachdachbau mit Eingangsarkaden, Freitreppe und Natursteingliederung; Toranlage, ehem. Haupttor mit seitlichen Wachhäuschen und Laternen; Wachgebäude, erdgeschossiger Satteldachbau mit offener Vorhalle und traufseitiger Kolonnade; Wachgebäude der Fahrbereitschaft, erdgeschossiger Satteldachbau mit offener Vorhalle, traufseitiger Kolonnade und Garagentoren; Ehrenhain, von Bäumen begrenzte, abgesenkte Rasenfläche mit Treppen, Pylonen (vormals mit Hoheitszeichen) und Fahnenmasten; Offiziersunterkunft, erdgeschossiger Flachsatteldachbau mit Gauben.</p>
Josef-Frankl-Straße 32
2,97 km
Wegkreuz, 19. Jh.; im Garten des Anwesens.