1. 8 2003 - Hans Podiuk: „Kann keine Verherrlichung von Kolonialverbrechen erkennen“
München * Der Vorsitzende der CSU-Stadtratsfraktion, Hans Podiuk, selbst Bewohner des Kolonialviertels, entrüstet sich über den Antrag auf mögliche Straßenumbenennungen: „Ich persönlich kann keine Verherrlichung von Kolonialverbrechen erkennen, wenn Straßen nach Orten oder Personen aus der Kolonialzeit benannt sind“.
5. 10 2006 - Stadtrats beschließt die Umbenennung der Von-Trotha-Straße
München-Graggenau - München-Trudering * Die Vollversammlung des Münchner Stadtrats beschließt die Umbenennung der Von-Throta-Straße in Hererostraße.
9. 11 2007 - Neue Straßenschilder erinnern an die Herero
München-Waldtrudering * Das Baureferat ersetzt die Schilder der bisherigen Von-Trotha-Straße durch solche mit dem Namen „Hererostraße“. Damit wird die nach jahrelangen Auseinandersetzungen beschlossene Umbenennung auch im Straßenbild sichtbar. Die neuen Schilder werden allerdings noch einige Zeit beschädigt und beschmiert.
Der Straßenname erinnert nun an die Herero und die Opfer des deutschen Kolonialkriegs im heutigen Namibia. Der frühere Namensgeber, General Lothar von Trotha, befehligt 1904 den Vernichtungsfeldzug gegen die Herero. An die Stelle der Ehrung des Kolonialoffiziers tritt damit das Gedenken an die Verfolgten.
11. 7 2007 - Anwohnerklage gegen Straßenumbenennung abgewiesen
München-Waldtrudering * Das Verwaltungsgericht München weist die Klagen des damaligen Truderinger Bezirksausschuss-Vorsitzenden und weiterer Anwohner zur Umbenennung der Von-Throta-Straße in Hererostraße endgültig ab.
3. 9 1925 - Der Stadtbezirk Gern für kolonialgeschichtliche Straßenbenennungen
Gern - Trudering * Der 28. Stadtbezirk [= Gern] nimmt die Anregung der Deutschen Kolonialgesellschaft für folgende Straßenbenennungen zum Anlass: Togostraße, Kamerunplatz, Dar-es-Salaam-Straße, Tsingtaustraße, Sansibarplatz und Samoaplatz. Die Straßennamen werden jedoch erst am 22. Juni 1933 in Trudering vergeben.
Erstellung: 1911
Erstellung: 1914
Erstellung: 1905