Koordinaten: lat: 48.1213, lng: 11.646

29. 10 2018 - Die Trambahnlinie 21 wird zur St.-Veit-Straße verlängert 

München-Haidhausen - Berg am Laim * Die Trambahnlinie 21 wird vom Karlsplatz durch die Innenstadt über den Max-Weber-Platz und den Ostbahnhof bis zur St.-Veit-Straße verlängert. Sie übernimmt den früheren Ostast der Linie 19 und ersetzt die vorübergehend eingesetzte Linie 37. 

Damit verbindet die Linie 21 den Westfriedhof mit der St.-Veit-Straße. Die Linie 19 fährt weiterhin zum S-Bahnhof Berg am Laim. 


18. 6 1928 - Der Schülein-Brunnen wird in Betrieb genommen

München-Berg am Laim * Am Schüleinplatz wird der Schülein-Brunnen offiziell in Betrieb genommen. Mit dem Brunnen erhält der nach Joseph Schülein benannte Platz einen repräsentativen Mittelpunkt und ein weiteres sichtbares Zeichen der Erinnerung an den Münchner Brauereiunternehmer. 


23. 9 1933 - Antrag auf Umbenennung der Schüleinstraße in Berg am Laim

München-Berg am Laim • Der NSDAP-Stadtrat W. Holzwarth stellt den Antrag auf Umbenennung der Schüleinstraße und des Schüleinplatzes in Berg am Laim. In seiner Begründung gibt er an, dass der „Kommerzienrat Joseph Schülein keine besonderen Verdienste, weder in sozialer Hinsicht, noch um die Stadtgemeinde München im Besonderen, nachgewiesen werden können“ und aus diesem Grund „keine Veranlassung besteht, dass in einem nationalsozialistischen Staate eine Strasse und ein Platz nach einem Juden benannt werden. 

Schülein war Hauptaktionär und Aufsichtsrat-Vorsitzender der Löwenbrauerei und bei seinem nicht unbeträchtlichen Einkommen und grossem Vermögen, dürfte es wohl nicht als besonderes Verdienst anzurechnen sein, wenn er von diesen Geldern wieder einen kleinen Bruchteil der Allgemeinheit für bestimmte Zwecke zur Verfügung stellte. [...]

Ausserdem hat meines Wissens gerade Schülein dafür gesorgt, dass der grösste Teil der Landbrauereien Bayerns [mehrere 1.000 Betriebe] durch die Löwenbrauerei aufgekauft wurden. Sämtliche aufgekauften Betriebe wurden sofort geschlossen, wodurch die in Bayern blühende Land-Bier-Industrie vollständig vernichtet wurde. Die daraus sowohl für die einschlägige Industrie und das Handwerk, als auch für den Arbeitslosenmarkt entstandenen und zugefügten Schäden sind gar nicht zu übersehen.“ 

23. September 1933: Antrag auf Umbenennung von Schüleinstraße und Schüleinplatz

München-Berg am Laim * Der NSDAP-Stadtrat W. Holzwarth stellt den Antrag auf Umbenennung der Schüleinstraße und des Schüleinplatzes in Berg am Laim. In seiner Begründung gibt er an, dass der „Kommerzienrat Joseph Schülein keine besonderen Verdienste, weder in sozialer Hinsicht, noch um die Stadtgemeinde München im Besonderen, nachgewiesen werden können“ und aus diesem Grund „keine Veranlassung besteht, dass in einem nationalsozialistischen Staate eine Strasse und ein Platz nach einem Juden benannt werden. Schülein war Hauptaktionär und Aufsichtsrat-Vorsitzender der Löwenbrauerei und bei seinem nicht unbeträchtlichen Einkommen und grossem Vermögen, dürfte es wohl nicht als besonderes Verdienst anzurechnen sein, wenn er von diesen Geldern wieder einen kleinen Bruchteil der Allgemeinheit für bestimmte Zwecke zur Verfügung stellte. [...] Ausserdem hat meines Wissens gerade Schülein dafür gesorgt, dass der grösste Teil der Landbrauereien Bayerns [mehrere 1.000 Betriebe] durch die Löwenbrauerei aufgekauft wurden. Sämtliche aufgekauften Betriebe wurden sofort geschlossen, wodurch die in Bayern blühende Land-Bier-Industrie vollständig vernichtet wurde. Die daraus sowohl für die einschlägige Industrie und das Handwerk, als auch für den Arbeitslosenmarkt entstandenen und zugefügten Schäden sind gar nicht zu übersehen.“ 

Der Antrag steht im Zusammenhang mit der nationalsozialistischen Politik, jüdische Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben und dem Stadtbild zu verdrängen. Er markiert einen weiteren Schritt der systematischen Ausgrenzung und Diskriminierung der Familie Schülein nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten.


7. 12 1933 - Antisemitisch motivierte Straßenumbenennungen

 

München-Berg am Laim * Die Schüleinstraße und der Schüleinplatz werden in Halserspitzstraße und Halserspitzplatz umbenannt. Die Umbenennung erfolgt auf Grundlage eines zuvor gestellten Antrags aus dem nationalsozialistischen Stadtrat und ist Teil der antisemitisch motivierten Entfernung jüdischer Namen aus dem öffentlichen Raum. Damit wird die zuvor erfolgte Ehrung des Unternehmers Joseph Schülein rückgängig gemacht.


7. 8 1945 - Schüleinstraße und Schüleinplatz erhalten ihre Namen zurück

München-Berg am Laim * Die während der nationalsozialistischen Herrschaft umbenannten Straßen und Plätze erhalten ihre ursprünglichen Namen zurück. Aus der Halserspitzstraße wird wieder die Schüleinstraße, aus dem Halserspitzplatz erneut der Schüleinplatz. Mit der Rückbenennung wird die Erinnerung an den Unternehmer Joseph Schülein wieder sichtbar im Stadtbild verankert und eine antisemitisch motivierte Entscheidung der NS-Zeit rückgängig gemacht. 


8. 7 1920 - Straße und Platz werden nach Joseph Schülein benannt

München-Berg am Laim * In Berg am Laim erhalten eine Straße und ein Platz den Namen Joseph Schüleins. Mit dieser Ehrung würdigt die Stadt die Verdienste des Brauereigründers und Unternehmers um die wirtschaftliche Entwicklung Münchens.


12. 12 1950 - Die Familie Schülein verzichtet auf die Rückgabe ihrer Grundstücke

München-Berg am Laim * Vor der Wiedergutmachungsbehörde für Oberbayern erklärt die Familie Schülein offiziell den Verzicht auf die Rückgabe ihrer Grundstücke in Berg am Laim. Damit beendet sie die entsprechenden Rückerstattungsverfahren und verzichtet auf die Wiedererlangung des früheren Grundbesitzes.


Hochbunker
Architekt: Meitinger Karl
Erstellung: 1941
Sonnwendjochstraße 54
67 m Route
Hochbunker, viergeschossiger Turm über achteckigem Grundriss mit Zeltdach und monumentaler Freitreppe, 1941 nach Plänen des städtischen Hochbauamtes (Stadtbaurat Karl Meitinger) als Luftschutzbau Nr. 7 errichtet; freistehend.
Kreillerstraße
498 m Route
Schnitterin-Brunnen
Erstellung: 1939
Damaschkestraße 46
707 m Route
bei Damaschkestraße 46; Schnitterin-Brunnen, mit Steinfigur, 1939 von Georg Gardi nach Entwurf von Simon Leibl.
Schüleinbrunnen
Architekt: Schülein Josef, Seidler Julius
Erstellung: 1928
Schüleinplatz
730 m Route
<p>Schüleinbrunnen (Gedenkbrunnen für Joseph Schülein), Becken mit Säule und Figur, 1928 von Julius Seidler.</p>
Sankt Augustinus
Erstellung: 1955
Sankt-Augustinus-Straße 2
732 m Route
U-Bahnhof Quiddestraße
Erstellung: 1988

749 m Route

Damaschkestraße 46
706 m Route
Sankt-Augustinus-Straße 2
720 m Route
Schüleinplatz
746 m Route
Rahel-Straus-Weg 28
828 m Route
Heinrich-Wieland-Straße 24
832 m Route
Forellenstraße 5
842 m Route
Feichtstraße
845 m Route
Hachinger-Bach-Straße 11
885 m Route
Feichtstraße 10
967 m Route

Schnitterinbrunnen
Leibl Simon, Gardi Georg
1939
Damaschkestraße 46
706 m Route
Schnitterinbrunnen
Raum für Augustinus
Wagner Susanne
2023
Sankt-Augustinus-Straße 2
720 m Route
Raum für Augustinus
Schüleinbrunnen
Seidler Julius
1928
Schüleinplatz
746 m Route
Schüleinbrunnen
Rotorbabys
Veit Veronika
2000
Rahel-Straus-Weg 28
828 m Route
Rotorbabys
Eisernes Paar
Rucker Hans
1976
Heinrich-Wieland-Straße 24
832 m Route
Eisernes Paar
Apfel-Birne
Zybach Andreas
2008
Forellenstraße 5
842 m Route
Apfel-Birne
Geburt der Athene
Bakker Jits
1992
Feichtstraße
845 m Route
Geburt der Athene
Schneckenhaus
Baureferat - Gartenbau
1980

873 m Route
Schneckenhaus
Hauptsachen
Sauerer Peter
2000
Hachinger-Bach-Straße 11
885 m Route
Hauptsachen
Krokodil im Michaelibad
Neubauer-Woerner Marlene
1955

940 m Route
Krokodil im Michaelibad
Schmetterling
Rosskopf Günther
Feichtstraße 10
967 m Route
Schmetterling