Berühren der Löwenschauze als Glücksbringer
Die bronzenen Löwen an den Portalen der Münchner Residenz ziehen nicht nur durch ihre imposante Erscheinung die Blicke auf sich. Der Überlieferung nach gilt das Berühren ihrer Schnauzen als Glücksbringer: Wer sie streichelt, darf auf Glück und die Erfüllung eines Wunsches hoffen.
Eine Münchner Legende verbindet den Brauch mit dem Jahr 1848 und König Ludwig I. Ein Student soll wegen einer Schmähschrift über Lola Montez, die Geliebte des Königs, begnadigt worden sein. Beim Verlassen der Residenz habe er eine Löwenschnauze berührt. Ob diese Geschichte tatsächlich den Ursprung des Brauchs bildet, ist historisch nicht belegt.
Doch Vorsicht: Die Löwen, deren Schnauzen heute berührt werden, sind Kopien – sie bringen also allenfalls symbolisch Glück. Die historischen Originale aus dem Jahr 1595 befinden sich im Bronzenmuseum der Residenz.