18. 10 1908 - Die Ausstellung „München 1908“ im neuen Messepark endet
München-Ludwigsvorstadt * Die Ausstellung „München 1908“ im neuen Messepark auf der Theresienhöhe endet. Drei Millionen Besucher haben die neuen Hallen und die Freilufteinrichtungen gestürmt.
7. 11 1918 - Es lebe die Revolution !
München-Theresienwiese * Kurt Eisner spricht zur gleichen Zeit am anderen Ende der Theresienwiese - unterhalb vom Hackerbräu. Die Demonstranten haben rote Fahnen, Tafeln und Plakate mitgebracht. Ihre Revolutionsbereitschaft demonstrieren die anwesenden Matrosen und Soldaten auch dadurch, dass sie die Reichskokarden von ihren Mützen genommen haben.
Was nach dem Abmarsch der Mehrheitssozialisten und der Gewerkschafter passiert, schildert Felix Fechenbach so: „Drei Redner sprachen an dieser Stelle.
- Zuerst Kurt Eisner, kurz und bündig. Es sei jahrelang geredet worden, man müsse jetzt handeln!
- Der Bauernführer Ludwig Gandorfer verspricht, dass das Landvolk die Arbeiter nicht im Stiche lassen werde.
- Dann trete ich vor in Uniform, die rote Fahne in der Hand, erinnere daran, dass die Soldaten in den Kasernen zurückgehalten werden.
- Und dann: ‚Soldaten! Auf in die Kasernen! Befreien wir unsere Kameraden! Es lebe die Revolution‘. Das war das Signal.“
1853 - Die Ruhmeshalle wird eingeweiht
München-Ludwigsvorstadt * Die Ruhmeshalle wird eingeweiht.
1807 - Die Geburtsstunde der Ruhmeshalle
München * Die Ruhmeshalle-Idee geht auf den Hofgartenintendant Friedrich Ludwig von Sckell zurück, als er dem Kronprinzen Ludwig [I.] den Vorschlag macht, ein baierisches „Pantheon“ [= tempelähnliche Gedächtnis- und Begräbnisstätte nationaler Persönlichkeiten] auf einem Hügel im Englischen Garten als nationale Ruhmeshalle zu errichten.
1809 - Ein Verzeichnis aller großen Baiern
München * Kronprinz Ludwig [I.] beauftragt den Historiker Lorenz Westenrieder, ein Verzeichnis aller großen Baiern aus allen Ständen und allen Berufen anfertigen zu lassen. Eine Auswahl soll in der Ruhmeshalle geehrt werden.
1824 - Ein Gebäude auf der Höhe der Theresienwiese
München-Ludwigsvorstadt * Noch vor seiner Thronbesteigung schreibt Kronprinz Ludwig [I.] an Leo von Klenze: „Vielleicht auf der Höhe der Theresienwiese wird künftig ein Gebäude aufgeführt werden, ich dachte bereits welches.“ Klenze bemerkt dazu: „Ich habe keine Ahnung, was es sein mag.“ Angedacht ist die Ruhmeshalle.
15. 10 1843 - Die Grundsteinlegung für die Ruhmeshalle
München-Ludwigsvorstadt * Die Grundsteinlegung für die Ruhmeshalle findet am „Theresientag“ statt.
21. 10 1825 - Der Bauplatz für die Ruhmeshalle steht fest
München-Ludwigsvorstadt * Der neu gekrönte König besichtigt den Jahre zuvor für die Walhalla vorgesehenen Standort, auf dem nun die Ruhmeshalle entstehen soll.
Nur kurze Zeit später erwirbt der Bayernmonarch den Bauplatz am Westabhang der Sendlinger Höhe. Damit können die Planungen beginnen.
4. 9 1828 - Georg Friedrich Ziebland prescht vor
München-Ludwigsvorstadt * Der junge Georg Friedrich Ziebland präsentiert die ersten Entwürfe für die Ruhmeshalle. Es werden aber noch weitere fünf Jahre vergehen, bis das Projekt wieder aufgegriffen und eine Ausschreibung gestartet wird.
26. 2 1833 - Der Architektur-Wettbewerb für die Ruhmeshalle
München-Ludwigsvorstadt * Die Ausschreibung für den Bau der Ruhmeshalle wird an Georg Friedrich Ziebland, Friedrich von Gärtner, Joseph Daniel Ohlmüller und Leo von Klenze versandt. Darin sind die groben Vorstellungen des bayerischen Monarchen niedergelegt.
Fest steht nur der Standort an der Sendlinger Anhöhe und die Unterbringung von etwa 200 Büsten. Bis auf eine Einschränkung sind alle Architekturstile zugelassen: „Kopie Walhalla darf dieses Gebäude nicht werden, sind ja auch, so viele dorische Tempel es auch gab, keine Kopie des Pantheons gewesen.“
9. 2 1834 - Klenze verzögert die Abgabe der Planung aus taktischen Gründen
München-Ludwigsvorstadt * Leo von Klenze verzögert die Abgabe seiner Planungen zur Ruhmeshalle bewusst bis zum 9. Februar 1834. Neben seinem „griechischen“ Entwurf reicht er vorsichtshalber noch drei Alternativen ein, davon zwei im Rundbogenstil, wovon einer eine verblüffende Ähnlichkeit mit Gärtners Entwürfen aufzeigt.
8. 3 1834 - klenze gewinnt den Wettbewerb zur Ruhmeshalle
München-Ludwigsvorstadt * Die Entscheidung für den griechischen Hauptentwurf zur Ruhmeshalle mit der Kolossalstatue fällt zugunsten von Leo von Klenze aus. Ausschlaggebend für die Annahme und Umsetzung von Klenzes Planungen ist sicherlich auch der Kostenvoranschlag, der sich mit 600.000 Gulden auf weniger als ein Drittel von Gärtners Summe beläuft.
Auf dem Entwurf zur Ruhmeshalle ist bereits der erste Entwurf Leo von Klenzes zur „Bavaria“ überliefert. Sein Entwurf der Erzdame weicht jedoch noch stark von der Gestalt der späteren Ausführung ab.
1944 - Bomben treffen die Ruhmeshalle
München-Ludwigsvorstadt * Bomben treffen die Ruhmeshalle und beschädigen sie schwer. Glimpflich kommt dagegen die Bavaria davon.
1. 2 1834 - Die Einreichungsfrist für die Ruhmeshalle endet
München-Ludwigsvorstadt * Die Einreichungsfrist für die Planungsentwürfe zur Ruhmeshalle samt eines Kostenvoranschlags ist abgelaufen.
Seit 21. 9 1957 - Im Hippodrom findet der Oktoberfest-Gottesdienst statt
München-Theresienwiese • Im Hippodrom findet am ersten Wiesn-Donnerstag der Oktoberfest-Gottesdienst statt. Hierin wird den verstorbenen Schaustellern, Marktkaufleuten und Wiesn-Wirten gedacht, es werden Kinder getauft und Ehen geschlossen.
Ab 1841 - Die Figur der Bavaria wird in Gips abgeformt
München-Neuhausen * Die ganze Figur der Bavaria wird in Gips abgeformt.
2. 3 1844 - Der Erzgießer Johann Baptist Stiglmaier stirbt
München-Neuhausen * Bevor mit dem Gießen der Bavaria begonnen werden kann, stirbt Johann Baptist Stiglmaier.
1 1845 - Die Arme der Bavaria werden gegossen
München-Neuhausen * Im Januar und März 1845 werden die Arme der Bavaria gegossen.
20. 3 1848 - Geldnöte verzögern die Arbeiten an der Bavaria
München-Neuhausen * Die überraschende Thronentsagung König Ludwigs I. hat auch gravierende Auswirkungen auf die Arbeiten an der Bavaria. Sein Sohn und Nachfolger Max II. verpflichtet sich zwar zu deren Fortführung, sieht dafür aber nur einen Betrag von jährlich 9.000 Gulden vor, der völlig unzureichend ist.
Miller gerät in ernste Geldnöte, und erst als der einstige König aus seinen „privaten“ Mitteln die Finanzierung wieder übernimmt, ist die Vollendung des großen Werks gesichert.
9. 10 1850 - Bei strahlendem Sonnenschein wird die Bavaria enthüllt
München-Ludwigsvorstadt * Noch während des Oktoberfests und bei strahlendem Sonnenschein kann die Bavaria enthüllt werden.
In der ganzen Stadt aufgehängte Plakate künden von einem „Festprogramm zur Feier der Kunsttätigkeit König Ludwigs bei Gelegenheit der Enthüllung des Bayern-Standbildes“. Ein schier endloser Festzug mit geschmückten Wagen der Künstlerschaft und der Handwerker bewegt sich vom Maximiliansplatz zur Theresienwiese.
Endlich kann die Bavaria vor den königlichen Gästen und weiteren Tausenden von Zuschauern enthüllt werden. Unter der extra dafür errichteten überdachten Tribüne haben sich das Ex-Königspaar Ludwig I. und Therese eingefunden, begleitet sind sie von König Otto von Griechenland und der Gemahlin des Prinzen Luitpold.
Nach dem Fall der Bretterverschalung fallen die großen Worte des abgedankten Königs Ludwig I.: „Ich bin 64 Jahre alt, hab‘ viel Schönes gesehen, so Schönes noch nie, ich habe viele Freuden erlebt, eine solche Freude noch nie.“ Voller Bewunderung und in Erinnerung an Kaiser Neros Kolossalstatue, die dem Colosseum in Rom den Namen gab, sprach er: „Nero und ich sind die einzigen, die so großes gemacht haben, seit Nero keiner mehr.“
Das Standbild ist als Personifikation des Landes Bayern gedacht. Von der Sohle zum Scheitel misst die Bavaria 15,78 Meter, bis zum Kranz 18,1 Meter, und vom Sockel sind es gar 30 Meter. Es ist seinerzeit das größte erzene Standbild der Welt. Allein das Erzgewicht beträgt 1.438,66 Zentner.
Über eine Treppe von 126 Stufen kann man innen bis in den Kopf steigen.
3. 10 1850 - Regen verzögert die Enthüllung der Bavaria
München-Ludwigsvorstadt * Wegen schlechten Wetters wird die geplante Enthüllung der Bavaria verschoben. Die Feier findet sechs Tage später, am 9. Oktober, bei Sonnenschein statt. - „Majestät brauchen Sonne“.
7. 8 1850 - Der Kopf der Bavaria
München-Ludwigsvorstadt * Der Transport des riesigen Kopfes der Bavaria zur Theresienwiese sowie dessen Aufsetzen auf den Rumpf gaben Anlass zu ersten Feierlichkeiten. In einem Triumphzug wird er von zwölf Pferden zum Festplatz gezogen. Im Zuge führt man auch eine geschmückte Büste des verstorbenen Ludwig von Schwanthaler mit.
- König Ludwig I., Königin Therese sowie die Königin von Griechenland sind bei der Vollendung des Standbildes zugegen.
- Vor einer begeisterten Zuschauermenge wird das Schauspiel der dem Kopfe entsteigenden Arbeiter nochmals aufgeführt.
22. 6 1850 - Die Bavaria wird auf den Sockel gesetzt
München-Ludwigsvorstadt * Das Fußstück der Bavaria wird auf den hohen steinernen Sockel gesetzt. Weitere Teile folgen.
Um 4 1837 - Ludwig von Schwanthaler wird am Ruhmeshallen-Projekt beteiligt
München-Ludwigsvorstadt * Der Bildhauer Ludwig von Schwanthaler wird offiziell in das Projekt Ruhmeshalle und Bavaria einbezogen.
1843 - Die Bavaria in Originalgröße aus Gips geformt
München-Neuhausen * Alle Teile der Bavaria in Originalgröße in Gips sind vollendet. Nun kann man mit den Vorbereitungen zum Guss beginnen.
4 1844 - Ferdinand Miller wird mit dem Guss der Bavaria betraut
München-Neuhausen * Ferdinand Miller wird als Nachfolger von Johann Baptist Stiglmaier mit der Aufgabe des Gusses der Bavaria betraut.
11. 10 1845 - Das Bruststück der Bavaria wird gegossen
München-Neuhausen * Das riesige Bruststück der Bavaria wird gegossen. Durch die Hitze des 360 Zentner glühenden Metalls gerät der Dachstuhl in Brand. Dennoch gehen die Arbeiten planmäßig weiter.
Um den 30. 5 2014 - Die Wiesnwirte wollen Siegfried Able nicht in ihrem Kreis aufzunehmen
München * Die Wiesnwirte beschließen in ihrer Sitzung, den neuen Betreiber des Marstall, Siegfried Able, nicht in ihrem Kreis aufzunehmen. Das Verhältnis der Wiesnwirte zu Able ist seit längerem angespannt, nachdem er bereits im November 2013 ein neues großes Zelt in Auftrag gegeben hat und sich nicht mehr auf sein bisheriges kleines Wiesnzelt Kalbskuchl beworben hat. Dieses Vorgehen führte zu dem Vorwurf, dass Able eindeutige Absprachen mit der Stadt getroffen hätte.
Noch mehr dürfte den Sprecher der Wiesnwirte, Toni Roiderer, und die anderen Festwirte ärgern, dass Siegfried Able für seinen Marstall eine abwechslungsreichere Speisenkarte wie in den anderen Zelten angekündigt hat.
Erst nach dem Oktoberfest 2014 wollen die Wiesnwirte über die Aufnahme Ables in ihren Kreis endgültig beschließen. Dieser Zusammenschluss der Wiesnwirte ist allerdings keine offizielle Vereinigung, sondern lediglich eine privater Club, die sich seit etwa 40 Jahren um seine eigenen Interessen kümmert und diese nach Außen vertritt.
Um 11 1839 - Die vorbereitenden Arbeiten an der Bavaria beginnen
München-Neuhausen * Die vorbereitenden Arbeiten an der Bavaria beginnen. Um das Modell im Maßstab 1:1 vorzubereiten, errichtet man der Gießerei ein 80 Fuß hohes, sich nach oben verjüngendes Holzgehäuse, bei dem man alle Wände abnehmen kann. In dieser „Bavariahütte“ erleichtern mehrgeschossige Gerüste und Aufzüge das Arbeiten.
11. 9 1844 - Der Kopf der Bavaria wird gegossen
München-Maxvorstadt * Der Kopf der Bavaria wird gegossen.
„Bei dem Herausziehen aus der Dammgrube war große Feierlichkeit im Gießhaus, es war die königliche Familie eingeladen und sehr viele hohe Herrschaften, ist das ganze Gießhaus dekoriert gewesen. 25 Arbeiter haben sich in dem Kopf versteckt und sich aus der Grube herausziehen lassen. […]
Wie der Kopf herausgezogen war […] stiegen die 25 Arbeiter einer nach dem andern aus dem Kopf heraus, jeder solle ein Kompliment gegen den König machen. Viel Spaß machte es den König und der ganzen Gesellschaft.“
14. 11 1848 - Der Bildhauer Ludwig von Schwanthaler stirbt
München * Der Bildhauer Ludwig von Schwanthaler stirbt im Alter von 46 Jahren.
1. 12 1849 - Die Bavaria ist gegossen
München-Neuhausen * Der letzte Guss der Riesendame erfolgt.
Bei der Schlussabrechnung ergibt sich für Miller ein Defizit in Höhe von 15.994 Gulden. Die Gesamtaufwendungen der Gießerei belaufen sich auf 218.886 Gulden.
Nach dem Guss bringt man die fertigen Teile der Statue unter großen Transportschwierigkeiten zur Theresienwiese, wo sich die Ruhmeshalle noch hinter Gerüsten und Verschlägen im Bau befindet.
7 1848 - Das gesamte Oberteil der Bavaria ist vollendet
München-Neuhausen * Das gesamte Oberteil der Bavaria ist vollendet. Daraufhin bereitet man den Guss der unteren Hälfte sowie das Modell für den Löwen vor. Alle fertigen Stücke werden einstweilen im Freien neben der Erzgießerei aufgestellt.
1935 - Eine riesige Kongresshalle statt der Ruhmeshalle und der Bavaria
München-Theresienwiese * Georg W. Buchner plant die Beseitigung der Ruhmeshalle und der Bavaria. Statt dessen hätte sich an der Theresienhöhe eine riesige Kongresshalle erhoben.
16. 9 2000 - Sepp Krätz, der Hippodrom-Wiesnwirt, führt das VIP-Bändchen ein
München-Theresienwiese * Sepp Krätz, der Wiesnwirt vom Hippodrom, führt das VIP-Bändchen für besondere Gäste ein.
29. 7 2014 - Die neuen Wiesn-Attraktionen werden vorgestellt
München-Theresienwiese * Josef Schmid, 2. [CSU-]Bürgermeister und Wirtschaftsreferent, stellt die neuen Wiesn-Attraktionen vor. Das Marstall-Festzelt von Siegfried Able wird im Inneren 3.500 und draußen 900 Sitzplätze bieten. Statt dem leuchtenden Rot des Hippodroms überwiegt Weiß mit etwas Blau. Das Thema Pferd steht aber auch hier im Mittelpunkt.
Nach dem 16. 9 2006 - Paris Hilton will im Hippodrom einen Dosen-Prosecco präsentieren
München-Theresienwiese * Paris Hilton will im Hippodrom einen Prosecco aus der Dose präsentieren. Sepp Krätz muss sein Einverständnis zurückziehen, weil es die Stadt nicht erlaubt.
26. 2 1919 - Zehntausende versammeln sich zum Trauerzug für Kurt Eisner
München * Unterhalb der Bavaria versammeln sich um 8 Uhr Zehntausende zum Abschied von Kurt Eisner. Rund 500 Ordner aus Gewerkschaften und Sozialdemokratie begleiten die Veranstaltung. Arbeiterchor und Chor des Nationaltheaters tragen mit musikalischer Begleitung Eisners „Gesang der Völker“ vor.
Kurz nach 9 Uhr setzt sich der Trauerzug zum Ostfriedhof in Bewegung. An seiner Spitze gehen eine Militärkapelle und der Chor des Nationaltheaters. Es folgen Vertreter sozialistischer Parteien, Gewerkschaften und der Stadtgemeinde, Künstler, Soldaten, russische Kriegsgefangene und zahlreiche weitere Trauernde.
Der etwa eineinhalb Kilometer lange Zug führt über die Nußbaumstraße, den Sendlinger-Tor-Platz, die Fraunhoferstraße und den Nockherberg zum Ostfriedhof. Zehntausende säumen die Straßen. Manche steigen auf Bäume und Denkmäler, um den Zug sehen zu können. Rote Fahnen und revolutionäre Losungen prägen das Bild.
2. 10 1921 - Das erste Nachkriegs-Oktoberfestes beginnt im Oktober
München-Theresienwiese * Der Beginn des ersten Nachkriegs-Oktoberfestes wird auf den ersten Sonntag im Oktober festgelegt.
19. 9 2009 - Mit Ventilatoren wird im Hofbräuhaus-Festzelt der Rauchabzug verbessert
München-Theresienwiese * Zur besseren Entlüftung werden im Hofbräuhaus-Festzelt Ventilatoren in die Rauchabzüge integriert und weitere große Fenster zum öffnen in der Westfassade eingebaut.
2. 10 1864 - König Ludwig II. besucht das Münchner Oktoberfest
München-Theresienwiese * König Ludwig II. besucht in Begleitung seines Bruders Prinz Otto das Münchner Oktoberfest.
11. 12 2014 - Die Ermittlungen zum Oktoberfest-Attentat werden wieder aufgenommen
München * Generalbundesanwalt Harald Range nimmt - 34 Jahre nach dem Oktoberfest-Attentat - die Ermittlungen offiziell wieder auf. Eine neue Zeugin hatte sich bei dem Münchner Anwalt Werner Dietrich gemeldet. Ihre Aussage war ausschlaggebend für die Wiederaufnahme des Verfahrens.
Dietrich hatte in den vergangenen Jahrzehnten mehrere Wiederaufnahme-Anträge gestellt. Der Dritte war jetzt erfolgreich. „Die Ermittlungen fangen jetzt wieder ganz am Anfang an“. Mit den Ermittlungen hat der Karlsruher Generalbundesanwalt das Bayerische Landeskriminalamt beauftragt. Ob das die richtige Entscheidung ist, muss die Zukunft klären.
18. 9 1981 - Ein Mahnmal für die Opfer des Wiesn-Attentats
München-Theresienwiese * Einen Tag vor Eröffnung des Oktoberfestes 1981 wird am Haupteingang zur Festwiese das Mahnmal für die Opfer des Bombenanschlags enthüllt. Oberbürgermeister Erich Kiesl ruft dazu auf, Lehren aus dem feigen Anschlag zu ziehen und Gewalt in jeder Form zu ächten.
Das Mahnmal - geschaffen von Friedrich Koller - besteht aus einer 2,70 Meter hohen Bronzestele und trägt die Inschrift: „Zum Gedenken an die Opfer des Bombenanschlags vom 26. September 1980.“
9 1934 - Der NS-Stadtrat führt die Pferderennen auf dem Oktoberfest wieder ein
München-Theresienwiese * Der NS-Stadtrat führt die Pferderennen auf dem Oktoberfest wieder ein - bis 1938.
18. 9 1965 - Richard Süßmeiers Armbrustschützenzelt ist die größte Festhalle
München-Theresienwiese * Richard Süßmeiers Armbrustschützenzelt ist die größte Festhalle auf der Wiesn. Am Einzug der Wiesnwirte beteiligt er sich als Ritter auf einem Karussellpferd.
13. 10 1811 - Das 2. Oktober-Fest wird mit einem Pferderennen eröffnet
München-Theresienwiese * Das vom Landwirtschaftlichen Verein ausgerichtete Oktober-Fest wird mit einem Pferderennen eröffnet. „Eine zahllose Menge von Zuschauern“ verfolgt den Wettkampf der 60 teilnehmenden Pferde und ihrer Reiter.
2. 10 1810 - Dall’Armi legt den Pferderennen-Vorschlag dem König vor
München * Major Andreas Michael von Dall’Armi greift Baumgartners Idee auf und unterbreitet König Max I. Joseph den Plan für ein öffentliches Pferderennen. Bereits am 5. Oktober soll die königliche Genehmigung vorliegen. Das Rennen findet schließlich am 17. Oktober statt und wird zum Ausgangspunkt des Münchner Oktoberfests.
3. 10 1869 - König Ludwig II. besucht das Oktoberfest
München-Ludwigsvorstadt * König Ludwig II. besucht das Münchner Oktoberfest. Es ist einer seiner seltenen Auftritte auf der Festwiese: Während seiner Regierungszeit nimmt er nur fünfmal am Oktoberfest teil.
14. 10 1832 - Das Oktoberfest wird für die griechische Delegation vertagt
München-Theresienwiese * Um den griechischen Abgesandten die Teilnahme am Oktoberfest zu ermöglichen, wird der Beginn der Wiesn vom 7. auf den 14. Oktober verschoben.
21. 9 1935 - Ein Ehrenfass für die Ehrengäste vom Schottenhamel-Festzelt
München-Theresienwiese • Der Wirt vom Schottenhamel-Festzelt lässt für seine Ehrengäste ein Ehrenfass anstechen.
3. 10 1819 - Die Stadt München übernimmt das Oktoberfest
München-Ludwigsvorstadt * Die Stadt München übernimmt die Organisation und Finanzierung des Oktoberfestes. Grundlage dafür ist die Wiederherstellung der kommunalen Selbstverwaltung durch das Gemeindeedikt vom 17. Mai 1818.
Der Festbeginn wird auf den ersten Sonntag im Oktober gelegt, der 1819 auf den 3. Oktober fällt. Als Abschluss ist der 12. Oktober vorgesehen, der Namenstag König Max I. Josephs. Gegenüber dem Königszelt entsteht eine städtische Tribüne, von der aus die Vertreter der Stadt das Festgeschehen verfolgen.
2. 10 1921 - Karl Valentin betreibt die von ihm entwickelte Froschbahn
München-Theresienwiese * Auf dem Münchner Oktoberfest betreibt Karl Valentin die von ihm entwickelte Froschbahn.
Lange vor dem 22. 9 1962 - Bürgermeister Albert Bayerle will die Wirtsbudenstraße auflösen
München-Theresienwiese • Bürgermeister Albert Bayerle will die Wirtsbudenstraße auflösen. Alle Festzelte sollen mit Notausgängen nach außen rings um den Festplatz verteilt und Karusells und Schaustellungen ins Innere des großen Runds gelegt werden. Das würde bei Notfällen eine reibungslose Räumung der Riesenhallen erlauben. Die Planungen scheitern an den Kosten und den Brauereien.
21. 9 2026 - Erster „Rosa Montag“ auf dem Oktoberfest
München-Ludwigsvorstadt * Unter dem Motto „Bier, Boobs, Brezn“ findet in der Bräurosl erstmals ein eigenes Wiesn-Event für Frauen, Lesben sowie intergeschlechtliche, nicht-binäre, trans und agender Menschen statt. Rund 800 Gäste nehmen an der Premiere teil.
Die Zweite Bürgermeisterin Mona Fuchs eröffnet die Veranstaltung mit dem traditionellen Fassanstich. Der „Rosa Montag“ ergänzt den seit 1977 bestehenden Gay Sunday und soll queeren Frauen und anderen bislang weniger sichtbaren Gruppen einen eigenen Raum auf dem Oktoberfest bieten.
18. 9 2004 - Das Geschirr für das Brauereigespann von Paulaner wird erneuert
München-Theresienwiese * Das Geschirr für das Brauereigespann von Paulaner wird erneuert. Es kostet 125.000 € für sechs Pferde. 2.280 Arbeitsstunden sind für die Herstellung angefallen.
30. 9 1980 - Das Oktoberfest wird für einen Tag geschlossen
München-Theresienwiese * Erst vier Tage nach dem Wiesn-Attentat wird das Oktoberfest für einen Tag geschlossen. Das lange Zaudern des CSU-Oberbürgermeisters Erich Kiesl zu diesem Schritt stößt nicht nur bei vielen Münchnern auf Unverständnis.
12. 10 1810 - Festschießen zur königlichen Hochzeit
München * Anlässlich der Hochzeit von Kronprinz Ludwig und Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen veranstaltet die Königlich privilegierte Hauptschützengesellschaft in ihrer Schießstätte ein mehrtägiges Festschießen. Der Wettbewerb gehört zu den zahlreichen öffentlichen Feierlichkeiten, mit denen München die Vermählung des Thronfolgerpaares begeht. Die Tradition des Schießsports wird später auch Bestandteil des Oktoberfests.
19. 9 1970 - Der Verband zur Bekämpfung betrügerischen Einschenkens
München-Theresienwiese * Mit dem Kampfruf „Mass - voll!“ gehen die Mitglieder auf die Pirsch nach schlecht einschenkenden Schankkellnern.
17. 12 1960 - Flugzeugabsturz an der Paulskirche
München-Ludwigsvorstadt * 52 Menschen sterben, nachdem eine amerikanische Militärmaschine die Turmspitze der Paulskirche nahe der Theresienwiese streift und an der Kreuzung Bayer-/Martin-Greif-Straße auf eine Straßenbahn fällt.
21. 9 1957 - Zum letzten Mal wird auf den Vogelbaum geschossen
München-Theresienwiese • Zum letzten Mal wird auf dem Oktoberfest auf den Vogelbaum geschossen. Diese Form des Wettbewerbs wird aus Sicherheitsgründen eingestellt. Der Vogelbaum wird nach Lochhausen verlegt.
21. 9 1935 - Die Festplatzstraßen auf der Wiesn werden asphaltiert
München-Theresienwiese • Die Festplatzstraßen auf der Wiesn werden asphaltiert. Entlang dieser Straßen führen auch alle Zuleitungen für Wasser und Energie, weshalb eine Grundrissänderung mit enormen Kosten verbunden wäre.
13. 10 1962 - Franz Halmanseger, der Rekommandeur vor dem Hippodrom, stirbt
München - München-Theresienwiese * Franz Halmanseger, der Rekommandeur vor dem Hippodrom, stirbt - sechs Tage nach dem Wiesn-Ende - im Alter von 78 Jahren. Bekannt war er auch wegen seiner Sprüche: „Treten Sie ein, Herr Baron, die Pferde sind gesattelt. Alles Glück auf der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde.“
19. 9 1998 - Die Fischer-Vroni zieht an ihren neuen Standort um
München-Theresienwiese * Aus Sicherheitsgründen muss die Fischer-Vroni von ihrem alten Platz umziehen. Zum Ausgleich erhält sie an neuer Stelle 700 Plätze mehr.
16. 10 1842 - Ein Festzug mit Brautpaaren bewegt sich auf die Theresienwiese
München - München-Theresienwiese * An diesem Sonntag versammeln sich 35 Brautpaare, die aus den acht Regierungsbezirken des Königreichs Bayern stammen, samt ihren Eltern oder deren Stellvertreter, mit den Trauzeugen und der sonst an jedem Ort üblichen Begleitung eines Brautzuges. Sie werden in der katholischen Michaelskirche beziehungsweise der evangelischen Matthäus-Kirche verehelicht.
Nach einem gemeinsamen Mittagsmahl im Saal des Alten Rathauses bewegt sich der etwa 400 Personen umfassende und in den unterschiedlichen Trachten gekleidete „Hochzeiter“-Zug zur Theresienwiese, in die die 24 katholischen und elf protestantischen Brautpaaren in bayerischer Tracht einbezogen werden.
Das Kronprinzenpaar eröffnet das Oktoberfest. Danach wohnen die Brautpaare gemeinsam mit der Herrscherfamilie dem Hauptpferderennen und der Preisverleihung des Landwirtschaftsfestes bei.
21. 9 2013 - Eine Million Besucher am ersten Wiesn-Wochenende
München-Theresienwiese • Am ersten Wiesn-Wochenende 2013 (21. und 22. September) kommen knapp eine Million Besucher auf das Oktoberfest.
1. 10 1959 - Das Armbrustschützenzelt muss erneuert werden
München-Theresienwiese * Das Kleine Winzerer Fähndl, das Armbrustschützenzelt, ist in einem derart maroden Zustand, dass die Stadt in einem Bescheid deutlich macht, dass einer Aufstellung im kommenden Jahr aus Sicherheitsgründen selbst dann nicht zugestimmt werden kann, wenn Teile der Konstruktion erneuert würden.
19. 9 1970 - Die Mass Wiesn-Bier kostet 2,65 DMark
München-Theresienwiese * Die Mass Wiesn-Bier kostet 2,65 DMark. 4 Millionen Mass werden ausgeschenkt.
21. 9 2018 - Das Wiesnwirte-Ehepaar Arabella und Peter Pongratz wird geschieden
München-Theresienwiese • Das Wiesnwirte-Ehepaar Arabella und Peter Pongratz wird einen Tag vor der Eröffnung des Oktoberfestes geschieden. Sie bleiben aber dennoch weiterhin die Wiesnwirte im Winzerer-Fähndl-Festzelt.
20. 9 1958 - Es wird kaum noch Märzenbier auf der Wiesn ausgeschenkt
München-Theresienwiese * Es wird kaum noch Märzenbier auf der Wiesn ausgeschenkt.
25. 9 1920 - Als Ersatz für das Oktoberfest wird ein Herbstfest durchgeführt
München-Theresienwiese * Als Ersatz für das Oktoberfest wird ein Herbstfest durchgeführt.
20. 9 1958 - Wiesnwirt Richard Süßmeier wird Letzter beim Einzug der Wiesnwirte
München-Theresienwiese * Richard Süßmeier betreibt in einer ehemaligen Reichsarbeitsdienstbaracke das Kleine Winzerer Fähndl auf der Wiesn. Beim Einzug der Wiesnwirte zieht der Wirt vom Straubinger Hof zieht mit einem Eselskarren in seine kleine Festhalle ein.
„Ich hab‘ mir gedacht: Ich mit dem kleinsten Zelt, mit dieser Baracke - dazu passt doch keine Pferdekutsche beim Einzug.“ Also spannt er zwei Esel vor einen Leiterwagen. In der Sonnenstraße setzen sich die Esel einfach hin und stehen nicht mehr auf. Damit ist er der Letzte beim Wiesnwirte-Einzug. Hinter ihm nur noch die Polizei und die Straßenreinigung.
Seitdem dürfen sich keine Esel mehr am Einzug der Wiesnwirte beteiligen. (Wohlgemerkt vierhaxige!)
19. 9 1970 - Richard Süßmeier wird Sprecher der Wiesnwirte
München-Theresienwiese * Richard Süßmeier wird Sprecher der Wiesnwirte - bis 1984.
17. 10 1810 - Rund 40.000 Menschen ziehen zum Pferderennen
München-Ludwigsvorstadt * Nach der Messe im Bürgersaal versammeln sich die Kavallerieabteilungen der Nationalgarde am Hofgarten. In zwei zeitlich versetzten Zügen durchqueren die Gardisten München von Norden nach Süden und ziehen über die Landstraße nach Sendling zur Festwiese am Fuß des Sendlinger Berges.
Dort steht der königliche Pavillon, an dem Nationalgardisten die Ehrenwache übernehmen. Als Überdachung dient ein rund 67 Meter langes, ursprünglich hellgrünes Audienzzelt des osmanischen Großwesirs. Kurfürst Max Emanuel soll es 1683 nach der Befreiung Wiens als Kriegsbeute nach Bayern gebracht haben. Der zweite, von einer Militärkapelle mit Musik im damals beliebten „türkischen“ Stil angeführte Zug begleitet die Rennpferde und Preisfahnen zum Festplatz.
Auf dem Sendlinger Berg stehen Zelte und Sitzbänke für die Besucher bereit. Nach den Angaben des Organisators Andreas von Dall’Armi verfolgen rund 40.000 Menschen aus allen Bevölkerungsschichten das Spektakel – nahezu so viele, wie München damals Einwohner hat. Die natürliche Anhöhe des Sendlinger Berges, die spätere Schwanthalerhöhe, dient ihnen als Tribüne.
3. 10 2011 - Das Oktoberfest endet mit 6,9 Millionen Besuchen
München-Ludwigsvorstadt * Nach 17 Tagen endet das Oktoberfest. Die Festleitung schätzt die Zahl der Besuche auf 6,9 Millionen. Rund ein Fünftel der Gäste kommt aus dem Ausland. Die Bilanz des Statistischen Amts nennt:
- 118 Ochsen, die verspeist werden,
- 522.821 Brathendl, die verzehrt werden,
- 7.922.500 Liter Wiesnbier, die ausgeschenkt werden.
19. 9 1981 - Die Mass Wiesn-Bier kostet 5,25 DMark
München-Theresienwiese * Die Mass Wiesn-Bier kostet 5,25 DMark. 5 Millionen Mass werden ausgeschenkt. Jeder Wiesn-Besucher trinkt im Durchschnitt 0,75 Liter Bier.
14. 10 1811 - Die erste baierische Landwirtschaftsausstellung beginnt
München-Theresienwiese * Am zweiten Tag des Oktoberfestes, einem Montag, beginnt die erste baierische - und gleichzeitig deutsche - Landwirtschaftsausstellung. 23 Hengste, 29 Zuchtstuten, 31 Kühe, 27 Schafböcke und 3 Schweine werden präsentiert und ausgezeichnet. Mit einem Viehmarkt, bei dem 1.026 Stück Vieh zum Kauf angeboten werden, endet das erweiterte Oktoberfest des Jahres 1811.
3. 10 2017 - Das Oktoberfest endet nach 18 Tagen
München-Ludwigsvorstadt * Das 184. Oktoberfest endet. Die Festleitung schätzt die Zahl der Besuche auf 6,2 Millionen. Gegenüber 2016 steigen Besucherzahl und Bierausschank; allerdings dauert das Fest einen Tag länger. Die Bilanz:
- Festdauer: 18auf 45 Minuten
- Besuche: geschätzt 6,2 Millionen [5,6 – 5,9 – 6,3 Millionen].
- Festangebot: Die Oide Wiesn findet statt; ein Zentrales Landwirtschaftsfest gibt es 2017 nicht.
- Oide Wiesn: zunächst rund 480.000 zahlende Gäste [2015: rund 535.000].
- Bierausschank: rund 7,5 Millionen Maß [6,1 – 7,3 – 7,7 Millionen].
- Ochsenbraterei: 127 verzehrte Ochsen [109 – 114 – 112].
- Zurückgehaltene Masskrüge: Ordner nehmen Gästen rund 120.000 unerlaubt mitgenommene Krüge wieder ab [96.000 – 110.000 – 112.000].
- Fundbüro: 4.055 abgegebene Fundstücke [2.915 – 2.948 – 3.646].
- Straftaten: Die vorläufige Polizeibilanz nennt 1.205 Fälle [1.110 – 1.191 – 1.290].
- Körperverletzungen: 332 registrierte Fälle [348 – 372 – 398].
- Körperverletzungen mit Masskrügen: 53 Fälle [43 – 47 – 36].
- Ärztliche Behandlungen: 3.449 Patienten [3.897 – 3.312 – 3.617]. Diese Zahl umfasst nicht sämtliche Hilfeleistungen.
- Vergiftungen: 670 behandelte Personen [593 – 628 – 681]; darunter Alkohol- und Mischvergiftungen.
- Sperrungen des U-Bahnhofs Theresienwiese: Für 2017 lässt sich keine verlässliche Zahl ermitteln [35 – 121 – 150].
22. 9 1979 - Wiggerl und Christa Hagn übernehmen das Löwenbräu-Festzelt
München-Theresienwiese • Das Wirteehepaar Ludwig Wiggerl und Christa Hagn übernimmt das Löwenbräu-Festzelt.
5. 10 2014 - Das Oktoberfest 2014 endet
München-Theresienwiese * Das Oktoberfest 2014 endet. Das Fazit lautet:
- In 16 Tagen besuchten 6,3 (6,4) Millionen Besucher die Wiesn, davon kamen 610.000 (540.000) Gäste auf die Oide Wiesn.
- Der Konsum und damit die Umsätze waren zum Teil rückläufig. (Zahlen in Klammer = 2013)
- 6,5 (6,7) Millionen Mass Wiesnbier wurden getrunken.
- 112 (114) Ochsen wurden in der Ochsenbraterei verzehrt, in der Kalbsbraterei 48 (58) Kälber verspeist.
- Insgesamt wurden 1.290 (1.552) Straftaten bei der Polizei angezeigt.
- 398 (449) Körperverletzungen wurden von der Polizei registriert.
- Die Polizeistatistik weist 36 (58) Masskrugschlägereien auf.
- 3.603 (7.551) Hilfeleistungen mussten die Sanitäter und Ärzte leisten.
- 681 (638) Wiesn-Besucher mussten wegen Alkoholvergiftungen medizinisch überwacht werden.
- Der überwiegende Teil dieser Patienten ist zwischen 18 und 30 Jahren alt, etwa ein Drittel ist weiblich.
- (230) Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz wurden registriert.
- 150 (140) Mal musste der U-Bahnhof Theresienwiese gesperrt werden.
- 112.000 (81.000) gestohlene Masskrüge werden den Besuchern wieder abgenommen.
- 3.646 (rund 4.200) Fundstücke wurden im Wiesn-Fundbüro abgegeben. Darunter das obligatorische Gebiss.
- Wasserverbrauch: 115.000 Kubikmeter
- Gasverbrauch: 220.000 Kubikmeter
- Stromverbrauch: 2,98 Millionen Kilowattstunden
1. 10 1820 - Eine Ballonfahrt zum zehnjährigen Bestehen des Oktoberfestes
München-Theresienwiese * Zum zehnjährigen Hochzeitsjubiläum von Kronprinz Ludwig I. und Prinzessin Therese und damit zehnjährigen Bestehen des Oktoberfestes lässt man sich eine besondere Attraktion einfallen: eine Ballonfahrt. Die in einem altbaierischen Dirndl gekleidete und aus Dresden stammende Wilhelmine Reichard steigt mit ihrem aus gezwirnter Leinwand bestehenden Ballon in den Himmel. In der Nähe von Zornedig landet sie wohlbehalten.
7. 10 2001 - In der Ochsenbraterei werden 77 Ochsen verzehrt
München-Theresienwiese * In der Ochsenbraterei werden während der Wiesn 77 Ochsen verzehrt.
16. 10 2026 - Keine europaweite Ausschreibung für Wiesn-Standplätze
München * Das Bayerische Oberste Landesgericht bestätigt in letzter Instanz das Zulassungsverfahren der Stadt München für das Oktoberfest. Es weist die Beschwerde eines ehemaligen Wiesnwirtes zurück, dessen Unternehmen eine europaweite Ausschreibung der Standplätze nach europäischem Vergaberecht gefordert hatte. Nach Auffassung des Gerichts stellt die Zulassung zum Oktoberfest keine Dienstleistungskonzession dar: Die Stadt vergibt keinen Auftrag zur Erbringung einer eigenen Leistung, sondern lässt Betriebe zu einer öffentlichen Einrichtung beziehungsweise Veranstaltung zu. Damit bestätigt das Gericht die Entscheidung der Vergabekammer Südbayern vom Mai 2026. Der Beschluss ist rechtskräftig.
Oberbürgermeister Dominik Krause und Wirtschaftsreferent und Wiesnchef Dr. Christian Scharpf begrüßen die Entscheidung als Sicherung des bewährten Zulassungsverfahrens und des münchnerisch-bayerischen Charakters des Oktoberfests.
6. 10 1989 - Münchens Städtepartnerschaft mit Kiew
München - Kiew * Zwischen der ukrainischen Hauptstadt Kiew und München wird eine Städtepartnerschaft gegründet. Bei der Auswahl geht es dem Stadtrat um eine politische Entspannung und die Ost-West-Annäherung.
Um den 28. 9 1980 - Die verbotene paramilitärische Wehrsportgruppe Hoffmann im Verdacht
München * Die Ermittlungen der ersten Tage nach dem Oktoberfest-Attentat konzentrieren sich auf die verbotene paramilitärische Wehrsportgruppe Hoffmann. Selbst Generalbundesanwalt Kurt Rebmann verkündet, dass Gundolf Köhler keinesfalls allein für das Attentat verantwortlich sein kann.
22. 9 1973 - Erich Hochreiter betreibt eine Wurstbude neben dem Bräurosl-Festzelt
München-Theresienwiese • Die Familie Christl und Erich Hochreiter ist mit einer kleinen Wurstbude neben dem Bräurosl-Festzelt auf der Wiesn vertreten.
30. 9 1895 - Das Winzerer Fähndl zeigt einen Jagdzug aus dem 16. Jahrhundert
München * Das Winzerer Fähndl zeigt einen Jagdzug aus dem 16. Jahrhundert, an dem 200 Personen und 26 Pferde beteiligt sind.
19. 9 2026 - Das Oktoberfest als Milliardenfaktor
München * Das Oktoberfest ist für München ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Die Stadt rechnet mit Ausgaben von insgesamt rund 1,6 Milliarden Euro:
- etwa 617 Millionen Euro auf dem Festgelände,
- 292 Millionen Euro für Einkäufe, Verkehrsmittel und weitere Dienstleistungen sowie
- 688 Millionen Euro für Übernachtungen und Gastronomie außerhalb der Wiesn.
Damit profitieren neben Wirten, Schaustellern und Standbetreibern auch Hotels, Gaststätten, Verkehrsunternehmen, Taxigewerbe und Einzelhandel von dem Volksfest.
6. 10 2013 - Ein unergründliches Geheimnis: Die Einkünfte der Wiesnwirte
München * Ein unergründliches Geheimnis sind die Einkünfte der Wiesnwirte. Im Steuerhinterziehungsprozess gegen Sepp Krätz wird bekannt, dass das Hippodrom vor Steuern 3,1 Millionen Euro erwirtschaftet hat.
17. 9 2005 - Die Ochsenbraterei erhält mehr Fenster und damit mehr Licht
München-Theresienwiese * Die Ochsenbraterei erhält an der Südseite mehr Fenster, die zusätzlich Licht ins Zelt lassen.
15. 6 2015 - Die Bierpreise für das Oktoberfest 2015 um über 3 Prozent erhöht
München - München-Theresienwiese * Die Brauereien und Wiesnwirte erhöhen die Bierpreise für das Oktoberfest 2015 um durchschnittlich 3,17 Prozent. Die Mass Wiesnbier kostet jetzt zwischen 10.- und 10,40 €uro. Begründet wird die Preiserhöhung - wie jedes Jahr - mit höheren Brauereikosten, gesetzliche Vorgaben und erhöhtem Personaleinsatz.
Den Vogel schießt freilich der Sprecher der Wiesnwirte Toni Roiderer mit der Bemerkung ab: „Eigentlich müssten Sie fragen, wie wir es schaffen, so günstig zu bleiben“.
Die Preise werden von den Betreibern der Wiesn-Festzelte und Unternehmungen festgelegt. Die Stadt München überprüft lediglich, ob die Preise angemessen sind. Zum Vergleich: Der Bierpreis für die Mass liegt in Münchens Großbetrieben - je nach Lage - zwischen 7,20 und 9,90 €uro.
19. 9 1987 - Es darf nur Münchner Bier ausgeschenkt werden
München-Theresienwiese * Nachdem sich in den 1980er-Jahren mit der „Prinz Luitpolds Weisse Bräu GmbH“ aus Kaltenberg eine weitere Brauerei auf der Wiesn etablieren wollte, ergänzt der Verein Münchner Brauereien e.V. seine Betriebsvorschriften für das Oktoberfest:
„Das Oktoberfest ist das traditionelle Münchner Volksfest mit Münchner Gastlichkeit und Münchner Bier. Diese Tradition gilt es weiter zu wahren. An Wies‘n-Besucher darf deshalb nur Münchner Bier der leistungsfähigen und bewährten Münchner Traditionsunternehmen ausgeschenkt werden“.
29. 8 2026 - Neue Bemalung am Teufelsrad löst Debatte aus
München-Ludwigsvorstadt * Kurz vor Beginn des Oktoberfests wird eine Auseinandersetzung um vier Pappmaché-Frauenfiguren am Eingang des Teufelsrads öffentlich. Auf Anregung der städtischen Gleichstellungsstelle und der Fachstelle für Demokratie erhalten die etwa 80 Jahre alten Figuren Radlerhosen, hochgeschlossene Oberteile und Schuhe.
Die Stadt begründet die Änderung mit dem Schutz von Frauen vor sexualisierenden Darstellungen und mit der Beseitigung eines rassistischen Stereotyps. SPD und Grüne begrüßen die Anpassung, während die CSU einen nicht abgestimmten Eingriff in eine Wiesntradition kritisiert. Die Betreiberin des Teufelsrads kommt der Aufforderung der Stadt ohne Widerspruch nach. Die Debatte zeigt den Konflikt zwischen dem Erhalt historischer Darstellungen und veränderten gesellschaftlichen Maßstäben.
Frauen vor Übergriffen zu schützen bedeutet jedoch viel mehr, als Pappmachéfiguren anzuziehen. Es verlangt, das Verhalten realer Menschen in den Blick zu nehmen und konsequent gegen diejenigen vorzugehen, die Frauen ohne deren Einwilligung filmen. Vielleicht liegt die eigentliche Aufgabe deshalb weder im unkritischen Festhalten an der Tradition noch im bloßen Übermalen alter Bilder – sondern darin, ihre Geschichte sichtbar zu machen, sie einzuordnen und gleichzeitig dort zu handeln, wo Frauen tatsächlich belästigt oder verletzt werden.
Seit 20. 9 1952 - Der Oberbürgermeister als Mitfahrer und mit eigener Kutsche
München-Theresienwiese * Der Münchner Oberbürgermeister fährt beim Wiesn-Einzug der Festwirte und Brauereien in der Kutsche der Festwirtsfamilie Schottenhamel mit. Beim Trachtenumzug fährt er dagegen in einer eigenen Kutsche mit.
21. 9 1918 - Das Oktoberfest fällt zum zehnten Mal aus
München-Theresienwiese • Eigentlich müsste das Oktoberfest beginnen. Es fällt dieses Jahr aber erneut kriegsbedingt - zum fünften Mal hintereinander und zum insgesamt zehnten Mal - aus.
17. 9 1904 - Josef Pravida und seine Fischerhütte zum Holländer
München-Theresienwiese * Josef Pravida lässt neben der Augustiner-Festburg ein Fischerhäuschen errichten und nennt sie „Fischerhütte zum Holländer“. Die Bedienungen sind in holländischer Tracht gekleidet.
4. 10 1810 - Einladungen zum Pferderennen werden verschickt
München * Die Organisatoren versenden Einladungen und Ausschreibungen für das am 17. Oktober geplante Pferderennen zu Ehren des königlichen Hochzeitspaares. Als Rennplatz ist das weite, unbebaute Gelände „vor dem Sendlinger Thore, seitwärts der Straße die nach Italien führt“ vorgesehen. Das Areal vor den Toren Münchens erhält erst später den Namen Theresienwiese.
23. 6 2014 - Schärfere Regelungen für die etwa 1.000 Wiesn-Ordner
München-Theresienwiese * Das Kreisverwaltungsreferat - KVR will für die etwa 1.000 Wiesn-Ordner schärfere Regeln einführen. Jeder muss gut sichtbar einen Ausweis mit dem Namen des Ordners, Foto, Ordnernummer, Name der Sicherheitsfirma und dem amtlichen Siegel der Stadt tragen. Bei Verstößen drohen hohe Bußgelder.
Außerdem werden die Security-Firmen verdonnert, nur Mitarbeiter auf die Wiesn zu schicken, „die in rechtlicher und fachlicher Hinsicht geschult, körperlich geeignet sowie der deutschen Sprache mächtig sind“. Die Schulungen müssen speziell auf den Wiesn-Einsatz zugeschnitten sein und ihren Schwerpunkt im Bereich Deeskalation und Gewaltprävention haben.
18. 9 2004 - Das Hacker-Festzelt bekommt den Himmel der Bayern
München-Theresienwiese * Das Hacker-Festzelt erhält eine neue Innenkulisse, ein neues, drehbares Musikpodium und einen neuen Himmel - den „Himmel der Bayern“.
18. 9 1999 - Die Familie Kuffler kauft das Nymphenburg-Sekt-Zelt Zum Weinwirt
München-Theresienwiese * Die Familie Kuffler kauft das „Nymphenburg-Sekt-Zelt ‚Zum Weinwirt‘“, weil die Sektkellerei Nymphenburg von Schloss Wachenheim übernommen wird. Ab da heißt das Festzelt kurz und knapp „Kufflers Weinzelt“.
27. 9 1895 - Ein Militärverbot für die Bierbude Nr. 3
München-Theresienwiese * Von der Polizei-Kommandantur wird über die Bierbude Nr. 3 ein Militärverbot verhängt. Der Grund ist die Erklärung des Budeninhabers, er werde dem sozialistischen Gewerkschaftsverein für jeden auf der Festwiese gezapften Hektoliter eine Mark spenden.
14. 9 1920 - Verbot von Schnapsschenken auf dem Oktoberfest beantragt
München-Theresienwiese * Der Rechtsrat Max Heiglmayer stellt im Stadtrat den Antrag, „dass die auf der Wiesn zugelassenen Schnapsschenken wegen der zahlreichen Fälle sinnloser Betrunkenheit, wodurch die Anwohner der Wiesn belästigt wurden, geschlossen werden“.
18. 9 2010 - Der Probebetrieb für die neue Bier-Ringleitung beginnt
München-Theresienwiese * Der Probebetrieb für die neue Bier-Ringleitung im Winzerer-Fähndl-Festzelt beginnt. Gleichzeitig mit den Fundamenten für das neue Zelt wurde auch die unterirdische Bierleitung gelegt. Die Anlage ist 300 Meter lang und verläuft in einem großen Quadrat gut einen Meter unter dem Zeltboden. Wenn die Leitung gefüllt ist, befinden sich insgesamt 2.400 Liter Bier darin. Die Fließgeschwindigkeit ist minimal, damit kein Schaum entsteht.
Es gibt nur eine einzige Einfüllstelle an der nordöstlichen Ecke des Rohrquadrats. Die neuen Behälter für die Zentralversorgung lassen sich in einer Stunde auffüllen. Der Weg des Bieres ist eine Wissenschaft für sich. Er beginnt in der Paulaner Brauerei, wo es bei minus ein Grad in Tankwagen gefüllt wird. Mit etwa null Grad kommt es am Winzerer-Fähndl-Festzelt an, wo es in die drei Riesentanks mit je 28.000 Liter gefüllt wird. Dort kann der Gerstensaft noch zwei oder drei Grad wärmer werden, bevor er in die unterirdische Leitung fließt.
Die Rohre haben einen Durchmesser von 10 Zentimeter für den Bier-Durchfluss, umschlossen von einer 20 Zentimeter dicken Dämmung. Die letzten vier bis sechs Meter zur Schenke kommt noch ein zusätzlicher Durchlaufkühler hinzu, damit der Gast seine Mass Bier mit einer anständigen Temperatur von sechs bis sieben Grad bekommt.
22. 9 1984 - Das Weinzelt wird als völlig neues Zelt eröffnet
München-Theresienwiese • Die Gastronomen-Familie Roland und Doris Kuffler übernimmt den Weinausschank im Nymphenburg-Sekt-Zelt ‚Zum Weinwirt‘, wie der Betrieb offiziell heißt. Das Weinzelt wird als völlig neues Zelt eröffnet.
9 1898 - Die „1. Bayerische Riesenhalle“ entsteht
München-Ludwigsvorstadt * Auf fünf zusammengelegten Wirtsbudenplätzen errichtet Georg Lang seine „1. Bayerische Riesenhalle“. Das etwa 2.000 Quadratmeter große Festzelt bietet rund 6.000 Gästen Platz und übertrifft die bisherigen Bierhallen auf der Theresienwiese deutlich.
Die neue Halle ist auf die Bewirtung großer Menschenmengen und einen hohen Bierumsatz ausgerichtet. Lang überträgt damit seine Erfahrungen als Festgastronom auf das Oktoberfest und setzt einen neuen Maßstab. Weil Bau und Betrieb solcher Großzelte erhebliche finanzielle Mittel erfordern, gewinnen die Brauereien als Geldgeber und Träger der Festhallen zunehmend an Bedeutung.
8. 10 1865 - Bierkrawall auf dem Oktoberfest
München-Ludwigsvorstadt * Kurz nach der Freigabe des Bierpreises eskaliert auf dem Oktoberfest der Unmut über eine Preiserhöhung von nur einem Pfennig. Zwischen den Festbesuchern bricht eine große Schlägerei aus. Die Gendarmen greifen nicht ein. Aus Sorge vor weiteren Zusammenrottungen und einer möglichen Ausweitung der Unruhen ziehen sie sich in ihre Reviere zurück und überlassen das Geschehen zunächst sich selbst. Ob diese Entscheidung der Deeskalation dienen soll oder auf die Unsicherheit der Ordnungskräfte zurückzuführen ist, bleibt offen.
29. 9 1872 - Erste Enthauptung im Schichtl-Theater
München-Theresienwiese * Michael August Schichtl und seine Brüder bringen aus Frankreich einen neuen Trick mit: „Die Enthauptung einer lebenden Person auf hell erleuchteter Bühne.“
16. 9 1950 - Die Armbrustschützengilde Winzerer Fähndl bezieht ein Bierzelt
München-Theresienwiese * Die Armbrustschützengilde Winzerer Fähndl bezieht ein mit eigenem Geld finanziertes Bierzelt, das rund 500 Plätze fasst. Das Bierlieferungsrecht erhält die Paulaner-Thomas-Brauerei.
1. 10 1995 - Keine Verlängerung des Oktoberfestes bis zum Feiertag
München-Ludwigsvorstadt * Obwohl der Tag der Deutschen Einheit auf einen Dienstag fällt, wird das Oktoberfest nicht bis zum Feiertag verlängert. Die Wiesn endet bereits am Sonntag, 1. Oktober, nach den üblichen 16 Tagen.
Während der Wiesn werden nach Angaben des Statistischen Amts insgesamt 79 Ochsen gebraten und verspeist.
4. 10 2015 - Das Oktoberfest 2015 endet
München-Theresienwiese * Das Oktoberfest 2015 endet. Das Fazit lautet:
- In 16 Tagen besuchten 5,9 (6,3) Millionen Besucher die Wiesn, davon kamen 535.000 (570.000) Gäste auf die Oide Wiesn. Der Konsum und damit die Umsätze waren zum Teil rückläufig. (Zahlen in Klammer = 2014.)
- 7,3 (7,7) Millionen Mass Wiesnbier wurden getrunken.
- 114 (112) Ochsen wurden in der Ochsenbraterei verzehrt.
- Insgesamt wurden 1.191 (1.290) Straftaten bei der Polizei angezeigt.
- 372 (398) Körperverletzungen wurden von der Polizei registriert.
- Die Polizeistatistik weist 47 (36) Masskrugschlägereien aus.
- 3.312 (3.617) Hilfeleistungen mussten die Sanitäter und Ärzte leisten.
- 628 (681) Wiesn-Besucher mussten wegen Alkoholvergiftungen medizinisch überwacht werden.
- 121 (150) Mal musste der U-Bahnhof Theresienwiese gesperrt werden.
- 110.000 (112.000) gestohlene Masskrüge werden den Besuchern wieder abgenommen.
- 2.948 (3.646) Fundstücke wurden im Wiesn-Fundbüro abgegeben.
- Wasserverbrauch: 120.000 (115.000) Kubikmeter
- Gasverbrauch: 220.000 (220.000) Kubikmeter
- Stromverbrauch: 2,89 (2,98) Millionen Kilowattstunden
28. 9 1810 - Der Lohnkutscher Franz Baumgartner regt ein Pferderennen an
München * Der Überlieferung nach schlägt der Lohnkutscher und Nationalgardist Franz Baumgartner seinem Vorgesetzten, Major Andreas Michael von Dall’Armi, vor, die Hochzeitsfeierlichkeiten für Kronprinz Ludwig und Prinzessin Therese durch ein Pferderennen zu ergänzen.
18. 9 1999 - Das Oktoberfest ist weltweit 91 Prozent der Befragten bekannt
Welt * Bei einer weltweiten Umfrage der Deutschen Zentrale für Tourismus ist das Oktoberfest 91 Prozent der Befragten bekannt.
22. 9 1984 - Im Hofbräuhaus-Festzelt kann nachgeschenkt werden
München-Theresienwiese • Der Chef des Hofbräuhaus-Festzeltes, Günter Steinberg, öffnet eine eigene Schänke, bei der sich die Gäste ihren Masskrug auffüllen lassen können, wenn er zu schlecht eingeschenkt ist.
20. 9 1952 - Der Löwenbräu-Löwe erhält einen Maulkorb
München-Theresienwiese * Der Oktoberfestausschuss des Münchner Stadtrats erteilt dem Löwen auf dem Löwenbräu-Festzelt einen Maulkorb, nachdem die sieben großen Wiesnbrauereien vereinbarten, dass akustische Brauerei-Reklame unzulässig sei. Der Löwe bleibt daraufhin stumm und wird von der Löwenbrauerei mit einem gigantischen Schloss hinter einer Glasscheibe dekoriert.
18. 9 1993 - Oberbürgermeister Christian Ude zapft erstmals beim Wiesn-Anstich an
München-Theresienwiese * Oberbürgermeister Christian Ude sticht erstmals zum Oktoberfest-Beginn im Schottenhamel-Festzelt das erste Fass Wiesnbier an. Alles steht bereit. Die Reporter und die Fernsehkameras sind positioniert. Da ruft der BR-Radioreporter Michael Stiegler plötzlich: „Hoit, des is ja a Linker.“
Damit meint er aber nicht die politische Heimat des Oberbürgermeisters. Christian Ude ist Linkshänder, und deshalb stehen die Medienvertreter alle auf der falschen Seite. Nachdem sich alle umorientiert haben, kann der oberste Stadtrepräsentant seiner Aufgabe nachgehen. Er braucht dazu sieben Schläge.
6. 10 1985 - 5.454.200 Mass Wiesnbier werden an 7.140.000 Besucher ausgeschenkt
München-Theresienwiese * 5.454.200 Mass Wiesnbier werden auf dem Oktoberfest 1985 an 7.140.000 Besucher ausgeschenkt.
22. 9 1979 - Der Eintrittspreis im Hippodrom wird abgeschafft
München-Theresienwiese • Der Eintrittspreis im Hippodrom wird abgeschafft. Damit geht allerdings die exklusive Club-Atmosphäre verloren.
20. 9 1958 - Die Armbrustschützengilde richtet die Deutschen Meisterschaften aus
München-Theresienwiese- Lochhausen * Die Armbrustschützengilde Winzerer Fähndl richtet im Auftrag des Bayerischen Sportschützenbundes und des Deutschen Sportschützenbundes die Deutschen Meisterschaften aus. Die Scheibenschießwettbewerbe finden auf der Wiesn, die Adler- und Sternwettbewerbe in der Vogelanlage des Winzerer Fähndls in Lochhausen statt.
20. 9 2026 - Knapp eine Million Gäste zum Auftakt der Wiesn
München-Ludwigsvorstadt * Das erste Wiesn-Wochenende des 191. Oktoberfests beginnt mit großem Besucherandrang und weitgehend friedlicher Stimmung. Nach vorläufiger Schätzung besuchen am Eröffnungswochenende knapp eine Million Menschen das Festgelände, davon rund 450.000 am Samstag.
Beim Einzug der Wiesnwirte und Brauereien halten die Teilnehmer erstmals am Mahnmal für die Opfer des rechtsextremen Oktoberfestattentats von 1980 inne. Am Sonntag ziehen mehr als 9.000 Trachtler und Schützen durch die Münchner Innenstadt zur Theresienwiese.
Für Aufregung sorgt eine technische Störung an einem Fahrgeschäft:
- Rund vierzig Fahrgäste bleiben mehrere Minuten kopfüber hängen, werden jedoch nicht schwer verletzt.
- Die Sanitäter behandeln allein am Eröffnungstag fast 600 Menschen.
- Ein Breznverkäufer, der am Sonntag einen Herzinfarkt erleidet, kann durch die schnelle medizinische Versorgung gerettet werden.
- Bis zum Sonntagnachmittag verzeichnet die Polizei 55 Straftaten und zieht insgesamt eine ruhige Bilanz.
14. 9 1946 - Auf der Theresienwiese wird ein Herbstfest eröffnet
München-Theresienwiese * Vertreter der Stadt und der Militärregierung eröffnen auf der Theresienwiese - statt des Oktoberfestes - ein Herbstfest. Statt des Märzenbieres gibt es Dünnbier. Gegen Abgabe bestimmter Marken gibt es Brote, Wurst oder Backwaren. Die nicht mehr zeitgemäßen Schießbuden sind durch Ring- und Ballwurfbuden ersetzt worden. Wiesn-Musik gibt es nur in einem der zwei Bierzelte.
Das Herbstfest ist noch kein Oktoberfest, aber der Anfang ist gemacht. Für die Landeshauptstadt ist des Herbstfest ein finanzieller Erfolg.
17. 9 1910 - Das Oktoberfest wird 100 Jahre alt
München-Theresienwiese * Das 100. Jubiläums-Oktoberfest wird eröffnet. Gleichzeitig findet das Zentral-Landwirtschaftsfest statt. Organisiert wird die Festlichkeit ausschließlich vom Magistrat der königlichen Haupt- und Residenzstadt.
- Zehn Bierhallen bilden das Wahrzeichen des Oktoberfestes.
- Auf dem Oktoberfest gibt es die Nummer „La Course á la Mort“ zu bewundern. Todesmutige Fahrradfahrer radeln in einer Stahlkonstruktion direkt über den Mäulern von hungrigen und gefährlichen Löwen.
- Carl Gabriels Teufelsrad dreht sich erstmals auf der Wiesn.
- Die Feierlichkeiten auf der Jubiläums-Wiesn dauern bis zum 2. Oktober.
18. 9 2010 - Das Winzerer-Fähndl-Festzelt bekommt eine neue Festhalle
München-Theresienwiese * Das Winzerer-Fähndl-Festzelt bekommt eine neue Festhalle. Das Zelt ist eine stützenfreie Konstruktion mit einer Spannweite von 37 Metern. Dadurch wirkt das Wiesnzelt offener und luftiger. Auch der 25 Meter hohe Turm und der Masskrug wird erneuert. Dieser fasst theoretisch 42.300 Liter Wiesnbier. Die neuen Biertisch-Garnituren bieten mehr Beinfreiheit. Mit der ebenfalls neuen unterirdischen Bierleitung ist die Winzerer-Fähndl-Festhalle das modernste und sicherste Wiesnzelt.
16. 7 2018 - Die Aufbauarbeiten für das 185. Oktoberfest beginnen
München-Theresienwiese * Die Aufbauarbeiten für das 185. Oktoberfest beginnen. Da das Betreten der Baustelle in dieser Zeit aus Sicherheitsgründen verboten ist, müssen lange Umwege in Kauf genommen werden.
Nur das Schützenzelt ist von dieser Regel ausgenommen, da es an dem geplanten Fahrradweg steht, auf dem die Radler während des Aufbaus der anderen Festzelte und der Fahrgeschäfte die Wiesn queren können.
19. 9 2020 - Die ausgefallene Wiesn 2020
München-Theresienwiese • Das Oktoberfest 2020 fällt nach der Entscheidung vom 21. April 2020 aus. Der Inzidenzwert liegt in München inzwischen bei über 50.
19. 9 2026 - Wiesn-Auftakt zwischen Gedenken und Feiern
München-Ludwigsvorstadt * Erstmals hält der der Festzug beim Einzug der Wiesnwirte und Brauereien am Denkmal für die Opfer des rechtsextremen Oktoberfest-Attentats von 1980. Oberbürgermeister Dominik Krause und die Bürgermeisterinnen Mona Fuchs und Verena Dietl gedenken der zwölf getöteten Besucherinnen und Besucher.
Anschließend zapft Krause, um 12 Uhr, im Schottenhamel-Festzelt, das erste Fass Wiesnbier an und eröffnet bei seiner Anstichpremiere mit zwei Schlägen und dem Ruf „O’zapft is! Auf eine friedliche Wiesn!“ das 191. Oktoberfest. Dominik Krause ist nämlich erst seit Mai 2026 im Amt.
Seit 20. 9 1975 - Das Zentral-Landwirtschaftsfest findet nur mehr alle drei Jahre statt
München-Theresienwiese * Das Zentral-Landwirtschaftsfest findet nur mehr alle drei Jahre statt.
29. 9 1872 - Der Wiesnbeginn wird erstmals in den September verlegt
München-Theresienwiese * Wegen der vergangenen Schlechtwetterperioden im Oktober wird der Wiesnbeginn erstmals in den September verlegt.
17. 10 1810 - Ein Pferderennen begründet das Oktoberfest
München-Ludwigsvorstadt * An einem milden Herbstmittwoch bildet ein öffentliches Pferderennen den Abschluss und Höhepunkt der Feierlichkeiten zur Hochzeit von Kronprinz Ludwig und Prinzessin Therese. Während Opernaufführungen und Hofbälle vor allem geladenen Gästen vorbehalten bleiben, kann die gesamte Bevölkerung das Rennen auf den unbebauten Wiesen vor dem Sendlinger Berg verfolgen.
Organisiert wird die als Huldigung an das Brautpaar gedachte Veranstaltung von der Kavallerie der Nationalgarde III. Klasse unter ihrem Major, dem Bankier Andreas Michael Edler von Dall’Armi. Das Rennen greift die ältere Münchner Tradition der sogenannten Scharlachrennen auf. Der Lohnkutscher und Unteroffizier Franz Baumgartner, dem die ursprüngliche Idee zugeschrieben wird, gewinnt den ersten Preis.
Das erfolgreiche Pferderennen wird im folgenden Jahr wiederholt und entwickelt sich zum jährlich stattfindenden Oktoberfest. Die Bezeichnung „erstes Oktoberfest“ entsteht somit rückblickend. Zum Zeitpunkt der Veranstaltung trägt auch das Festgelände noch nicht den heutigen Namen Theresienwiese.
Ab 2. 10 1921 - Franz Halmanseger, der Rekommandeur vor dem Hippodrom
München-Theresienwiese * Franz Halmanseger, Dienstmann am Münchner Hauptbahnhof, spielt bis zu seinem Tod im Jahr 1962 den Rekommandeur - heute würde man sagen Animateur vor dem Hippodrom.
Er ist die Personifikation des Herrenreiters. Im roten Rock, weißen Breeches, schwarzen Stiefeln und gebürstetem Zylinder, die Chrysantheme im Knopfloch, das Monokel am Auge, das Gesicht blasiert erstarrt, wippt er elegant mit seiner Reitpeitsche und deutete mit kaum merklichem Schulterzucken und Kniefedern den Rhythmus von Trab und Galopp an.
25. 9 1993 - In der Fischer-Vroni wird der Prosecco-Montag abgehalten
München-Theresienwiese * In der Fischer-Vroni wird am zweiten Wiesn-Montag der „Prosecco-Montag“ abgehalten. Wolfgang Rachel, der Inhaber der Prosecco-Bar in der Theklastraße, hat den Event ins Leben gerufen. Er reserviert im ersten Jahr vier Tische für seine schwulen Stammgäste. Inzwischen gehört den Homosexuellen am zweiten Wiesn-Montag das ganze Fischer-Vroni-Zelt.
22. 9 2018 - Oberbürgermeister Reiter zapft mit zwei Schlägen im Schottenhamel an
München-Theresienwiese • Oberbürgermeister Dieter Reiter zapft souverän mit zwei Schlägen das erste Wiesn-Fass in der Schottenhamel-Festhalle an. Danach ertönt sein Ruf: „Ozapft is!“. Den üblichen Zusatz: „Auf eine friedliche Wiesn!“ vergisst er. Die erste Wiesn-Mass erhält der neue bayerische Ministerpräsident Markus Söder.
17. 9 2022 - OB Dieter Reiter eröffnet die 187. Wiesn
München-Theresienwiese * Zwei Jahre nach der durch die Corona-Epidemie erzwungene Oktoberfest-Pause zapft Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter mit drei Schlägen in der Schottenhamel-Festhalle das erste Wiesn-Fass an. Nach seinem Ruf „Ozapft is! - Auf eine friedliche Wiesn!“ ist das weltweit größte Bierfest offiziell eröffnet. Es ist das 187. Oktoberfest.
16. 9 1950 - Der Gummi-Masskrug vor dem Winzerer-Fähndl-Festzelt
München-Theresienwiese * Der Gummi-Masskrug vor dem Winzerer-Fähndl-Festzelt ist mit Helium gefüllt.
19. 9 1981 - Im Hofbräuhaus-Festzelt gibt es für ein paar Stunden Paulaner-Bier
München-Theresienwiese * Im Hofbräuhaus-Festzelt gibt es für ein paar Stunden Paulaner-Bier. Dem Wirt ist das Bier ausgegangen, weshalb Richard Süßmeier, der Wirt des Armbrustschützenzeltes, mit mehreren Hirschen [= 200-Liter-Fässer] aushilft.
17. 10 1810 - Ein siebenbürgischer Apfelschimmel gewinnt das Pferderennen
München-Ludwigsvorstadt * Nach einem kleinen Frühstück der königlichen Familie beginnt das Pferderennen. Dreißig Pferde treten zu einem Lauf über drei Runden an, der insgesamt etwa zehn Kilometer umfasst. Die Rennbuben reiten ohne Sattel; sie sind meist jünger als 20 Jahre, der jüngste Teilnehmer ist erst zehn Jahre alt. Da ihnen damals nur geringe Bedeutung beigemessen wird, erscheinen ihre Namen teilweise nicht einmal in den Rennlisten.
Als Rennrichter wirken Johann Schwangart, der Bierbrauer Cajetan Trappentreu und der Bäcker Anton Seidl. Nach 18 Minuten und 14 Sekunden erreicht ein siebenbürgischer Apfelschimmel als erstes Pferd das Ziel. Er gehört dem Münchner Lohnkutscher Franz Baumgartner, dem die Idee zu dem Rennen zugeschrieben wird, und wird der Überlieferung nach von einem zwölfjährigen Rennbuben geritten. Baumgartner gilt deshalb offiziell als Sieger und erhält 20 der insgesamt 98 Gulden Preisgeld. Mit der Preisverleihung endet das Fest.
10 1931 - Die Völkerschau „Kanaken der Südsee“
München-Ludwigsvorstadt * Carl Hagenbeck zeigt auf dem Oktoberfest die Völkerschau „Kanaken der Südsee“.
9 1950 - Der „Zauber des Wilden Westens“ auf dem Oktoberfest
München-Ludwigsvorstadt * Auf dem Oktoberfest wird die Völkerschau „Zauber des Wilden Westens“ gezeigt.
17. 10 1810 - Die Festwiese erhält den Namen „Theresens-Wiese“
München-Ludwigsvorstadt * Im Zusammenhang mit dem erfolgreichen Pferderennen regt Organisator Andreas Michael von Dall’Armi an, den Festplatz nach der Braut des Kronprinzen zu benennen. König Max I. Joseph stimmt zu. Die Wiese, auf der das „erste baierische Nationalfest“ stattfindet, soll „zum bleibenden Andenken Theresens-Wiese“ heißen. Den Wunsch gewährt der König herzlich gerne, da es ihm ja nichts kostet. Aus dieser ursprünglichen Bezeichnung entwickelt sich später der Name „Theresienwiese“ – im Münchner Sprachgebrauch kurz „Wiesn“.
2. 10 1921 - 13 Ochsen werden in der Ochsenbraterei gebraten
München-Theresienwiese * 13 Ochsen werden bis zum Wiesn-Ende in der Ochsenbraterei gebraten.
19. 9 1953 - Ludwig und Berta Hagn übernehmen das Schützenzelt
München-Theresienwiese * Ludwig und Berta Hagn sen. übernehmen das Schützenzelt unterhalb der Bavaria.
20. 9 2014 - Das 181. Oktoberfest beginnt
München-Theresienwiese * Das 181. Oktoberfest beginnt. Mit vier Schlägen zapft der neu gewählte Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter im Schottenhamel-Festzelt das erste Fass an. Mit dem Ruf „Ozapft is“ ist die Wiesn schließlich offiziell eröffnet.
20. 9 1980 - Hermann und Anneliese Haberl betreiben die Ochsenbraterei
München-Theresienwiese * Die Ochsenbraterei geht in den Besitz der Spaten-Franziskaner-Brauerei über. Gleichzeitig werden Hermann und Anneliese Haberl die Wirtsleute der Spatenbräu-Festhalle und Ochsenbraterei.
16. 7 2012 - Die Aufbauarbeiten für das 179. Oktoberfest beginnen
München-Theresienwiese * Die Aufbauarbeiten für das 179. Oktoberfest beginnen. Zunächst sind rund 150 Arbeiter mit dem Aufbau beschäftigt. Ihre Zahl steigert sich im Laufe der Zeit auf 800.
18. 9 2004 - Das Winzerer-Fähndl-Festzelt wird heller und freundlicher
München-Theresienwiese * Peter und Arabella Pongraz werden Wiesnwirte im Winzerer-Fähndl. Das Winzerer-Fähndl-Festzelt bekommt ein neues Zeltdach. Die Festhalle wird dadurch heller und freundlicher.
18. 9 2005 - Das Hacker-Festzelt erhält ein Cabrio-Dach
München-Theresienwiese * Das Hacker-Festzelt erhält ein Cabrio-Dach. Ein circa 50 qm großer Teil der überdachung kann bei geeignetem Wetter um einige Meter abgesenkt werden. Damit ist ein Blick auf den Sternenhimmel oder dem weiß-blauen Himmel vom Zeltinneren aus möglich. Außerdem zirkuliert die Luft im Zelt besser.
20. 9 1952 - Das Hofbräuhaus-Festzelt ist erstmals auf der Wiesn
München-Theresienwiese * Das Hofbräuhaus-Festzelt ist erstmals auf der Wiesn.
18. 9 1971 - Die Mass Wiesn-Bier kostet 2,95 DMark
München-Theresienwiese * Die Mass Wiesn-Bier kostet 2,95 DMark.
19. 9 1964 - Das Kleine-Winzerer-Fähndl-Festzelt wird zum Armbrustschützenzelt
München-Theresienwiese * Das Kleine Winzerer Fähndl wird in Armbrustschützenzelt - Winzerer Fähndl umbenannt.
22. 9 1956 - Wiggerl Hagn startet als Gehilfe seiner Mutter im Schützenzelt
München-Theresienwiese • Ludwig Wiggerl Hagn startet als Gehilfe seiner Mutter, die Wirtin vom Schützenzelt, im Alter von 17 Jahren seine Wiesn-Karriere.
20. 9 1986 - Konstantin Wecker: „Sogar die Wiesn is ma no ned zwida ...“.
München-Theresienwiese * Konstantin Wecker dichtet und singt:
„Sogar die Wiesn is ma no ned zwida
do nimm i ma jeds Jahr a paar Tag frei
do triff i hoid de oidn Freinderl wieda
natürlich Augustiner, Schenke 2“.
Der Text stammt von seiner CD „Wieder dahoam“.
10 1930 - „Lippen-Negerinnen“ werden auf der Wiesn ausgestellt
München-Ludwigsvorstadt * Carl Gabriel bringt die „Aussterbenden Lippen-Negerinnen vom Stamme der Sara-Kaba“ auf die Wiesn.
Mit welcher Ungeniertheit man zu dieser Zeit die Zurschaustellung fremder Menschen betrieb und wie man über sie informierte, vermittelt eine Zeitungsankündigung: „Das zentralafrikanische Schönheitsideal wird sich in Reinkultur den Münchnern offenbaren und es ist zu hoffen, dass unsere Damenwelt nicht zu neidisch wird. Die schwarze Venus vom Stamme der Sara-Kaba gibt ein Gastspiel. Sie ist für unseren Geschmack sehr erotisch und gar wenn du einmal ans Küssen denkst, werden sich ungeahnte Schwierigkeiten einstellen. Denn schon den neugeborenen Mädchen dieses Stammes werden die Lippen durchgestoßen, und in die Wunde nach und nach Holzscheiben eingeführt, bis zur Größe eines richtiggehenden Kronfleischtellers.“
1. 10 1865 - König Ludwig II. besucht das Münchner Oktoberfest
München-Theresienwiese * König Ludwig II. besucht das Münchner Oktoberfest in Begleitung seines Bruders Prinz Otto.
Nach dem 18. 9 2010 - Sepp Krätz wird mit groben Fußtritten handgreiflich
München-Theresienwiese * Sepp Krätz wird auf der Wiesn gegenüber eine im Hippodrom beschäftigte Reinigungskaft mit groben Fußtritten handgreiflich. Den Strafbefehl über 18.000 € akzeptiert er. Das Hippodrom überlässt ihm die Stadt aber nur mehr auf Bewährung.
14. 7 2014 - Der Aufbau der Wiesn 2014 beginnt
München-Theresienwiese * Der Aufbau der 181. Wiesn 2014 beginnt. Alleine der Auf- und Abbau einer Wiesn-Festhalle kostet rund eine Million Euro.
Nach langer Zeit gibt es mit dem Marstall ein neues Festzelt. Es löst das Hippodrom ab.
26. 9 2005 - Antrag zur Wiederaufnahme des Verfahrens zum Wiesn-Attentat
München - Berlin - Wiesbaden * Am 25. Jahrestag des Wiesn-Attentats bringen mehrere Organisationen, Gewerkschaften und Einzelpersonen, darunter mehrere Münchner Stadträte sowie Landes- und Bundespolitiker der SPD, im Deutschen Bundestag einen Antrag zur Wiederaufnahme des Verfahrens ein.
Der Antrag findet keine politische Mehrheit und wird vom Bundeskriminalamt - BKA abschlägig beschieden.
10 1904 - Besucherandrang bei der Völkerschau „Die Tunesen“
München-Ludwigsvorstadt * Eine äußerst erfolgreiche Ausstellung von „exotischen“ Menschen ist „Die Tunesen“. Diese „erfreuten sich bereits während der ersten zwei Tage des Oktoberfestes eines solch starken Besuchs, wie ihn bisher in München noch keine exotische Truppe zu verzeichnen hatte“. Es gibt ein tunesisches Café und Bauchtanz. Auch diese Schau besucht Prinz Ludwig [III.].
10 1910 - Die Samoaner-Völkerschau beim Jubiläums-Oktoberfest
München-Ludwigsvorstadt * Auf dem Jubiläums-Oktoberfest sind die Samoaner*innen die Hauptattraktion. Unter der Führung des Schaustellers Carl Gabriel besucht Prinzregent Luitpold die Ausstellung. Prinz Ludwig, der spätere König Ludwig III., überreicht dem „Samoanerhäuptling Tamsese einen wertvollen Ring zum Geschenk, wofür der Fürst dem Prinzen schriftlich in samoanischer Sprache seinen Dank zum Ausdruck brachte“.
14. 10 1832 - „... die arbeitende, ärmere Klasse der Gesellschaft kann hier mitgenießen“
München-Theresienwiese * Auf dem Oktoberfest kann man beobachten, „dass die arbeitende, ärmere Klasse der Gesellschaft, die anderwärts nur draußen steht und neidisch und begehrlich zusieht, hier mitgenießen kann“.
19. 9 1987 - Stephanie Spendler beginnt auf der Wiesn zu arbeiten
München-Theresienwiese * Stephanie Spendler, die Tochter von Christa und Wiggerl Hagn, beginnt auf der Wiesn zu arbeiten.
27. 9 1980 - Abendzeitung: „Eine Spur führt direkt zu den Neo-Nazis“
Theresienwiese - München * Die Abendzeitung erscheint am Tag nach dem Wiesn-Attentat mit einer Sonderausgabe und der Nachricht, dass eine Spur direkt zu den Neo-Nazis führt. Doch Ministerpräsident Franz Josef Strauß beharrt darauf, die Schuld linken Terroristen zu geben.
Seit 18. 9 1989 - Regine Sixt lädt prominente Frauen in die Löwenbräu-Festhalle
München-Theresienwiese * Regine Sixt lädt jedes Jahr prominente Frauen in die Löwenbräu-Festhalle.
6. 8 1824 - Die Zahl der auf dem Oktoberfest zugelassenen Bierwirte wird festgelegt
München-Theresienwiese * In einer gemeinsamen Bekanntmachung der Polizeidirektion, des Landgerichts und des Magistrats der Stadt München wird die Zahl der auf dem Oktoberfest zugelassenen einheimischen (hiesigen) Bierwirte und Brauer auf 18 festgelegt. Im Losverfahren werden in einem Jahr die ersten 18, im nächsten Jahr die zweiten 18 Bewerber berücksichtigt.
Zudem sind auch vier Wirte aus dem umliegenden Landgericht München zuglassen. Ihr Standort ist auf der Theresienhöhe.
25. 7 2014 - Der neue Krug der Wiesnwirte zeigt den Steyerer Hans
München * Der neue Krug der Wiesnwirte wird präsentiert. Ihn ziert das Konterfei eines ehemaligen Kollegen: den Steyrer Hans.
17. 9 1904 - Ein früherer Wiesnbeginn wird festgelegt
München-Theresienwiese * Nach einem Beschluss des Magistrats soll der Hauptsonntag des Oktoberfestes - die Allerhöchste Genehmigung immer vorausgesetzt - in der Zeit zwischen dem 28. September und dem 4. Oktober liegen. Das bedeutet einen um eine Woche früheren Wiesnbeginn.
22. 9 1990 - Peter Inselkammer wird Wiesnwirt im Armbrustschützenzelt
München-Theresienwiese • Peter Inselkammer wird Wiesnwirt im Armbrustschützenzelt. Er hat sich 18 Jahre um eine Konzession beworben. Peter Pongraz kommt zwar auch in die Endauswahl, kann sich aber nicht durchsetzen.
Ab dem 22. 9 1979 - 36 Ochsen drehen sich am Spieß der Ochsenbraterei
München-Theresienwiese • 36 Ochsen drehen sich am Spieß der Ochsenbraterei.
11 1810 - Das Oktoberfest soll jährlich stattfinden
München-Ludwigsvorstadt * Die Organisatoren des Pferderennens und das Generalkomitee des Landwirtschaftlichen Vereins in Bayern vereinbaren, die Volksfeier künftig grundsätzlich jedes Jahr während der Maximilianswoche um den 12. Oktober auszurichten. Das Pferderennen soll mit einer landwirtschaftlichen Ausstellung und der Prämierung herausragender Zuchttiere verbunden werden. Damit entwickelt sich die einmalige Hochzeitsfeier zu einem regelmäßig wiederkehrenden Volks- und Landwirtschaftsfest.
Bis 1818 trägt der Landwirtschaftliche Verein die Verantwortung für das Gesamtfest aus Pferderennen und landwirtschaftlicher Leistungsschau. Wegen der Napoleonischen Kriege kann die Veranstaltung allerdings 1813 und 1814 nicht stattfinden. Ab 1819 übernimmt die Stadt München die Organisation des Oktoberfests.
29. 9 1872 - Erstmals wird auf der Wiesn das sogenannte Märzenbier ausgeschenkt
München-Theresienwiese - München-Au * Bis 1872 wird auf der Wiesn das sogenannte Sommerbier ausgeschenkt. Nachdem der Sommer dieses Jahres sehr heiß gewesen ist, gingen dem Leistbräu die Vorräte an Lagerbier aus. Michael Schottenhamel will auf dem Oktoberfest jedoch kein Winterbier ausschenken, weshalb er Sedlmayr‘s Märzenbier zum Ausschank bringt.
Der Bierpreis liegt mit 12 Kreuzern 3 Kreuzer über dem üblichen Preis, was den Polizeipräsidenten wegen zu erwartender Bierkrawalle schlecht schlafen lässt. Michael Schottenhamel meint dazu nur: „Wann d‘Münchner was richtig‘s kriag‘n, na schaug‘n sie‘s Geld net o!“ Und tatsächlich, das neue Münchner Bier findet einen derartigen positiven Anklang, dass bald alle Brauereien ein Märzenbier entwickeln.
18. 9 1982 - Das Container-Bier hält Einzug auf dem Oktoberfest
München-Theresienwiese * Mit einjähriger Verzögerung hält das Container-Bier Einzug auf dem Oktoberfest.
26. 9 1914 - Das Oktoberfest fällt kriegsbedingt aus
München-Theresienwiese * Eigentlich müsste das Oktoberfest beginnen. Es fällt aber kriegsbedingt aus.
29. 7 1600 - Der elfjährige Hansel Pämb muss der Hinrichtung seiner Eltern beiwohnen
München-Maxvorstadt * Das wohl mit weitem Abstand Verabscheuungswürdigste der Hinrichtung aber ist, dass der inzwischen elfjährige Hansel Pämb, auf dem Pferd des Bußamtmanns sitzend, der qualvollen Hinrichtung seiner Eltern und Brüder beiwohnen muss. Doch auch dem Kind bleibt der spätere Feuertod nicht erspart, da Hansel ja schon „im Mutterleibe dem Teufel geweiht und an seiner Stelle ein anderes gestohlenes Kind getauft worden sei“.
10 1902 - Carl Gabriels „Beduinen-Lager“ auf dem Oktoberfest
München-Ludwigsvorstadt * Carl Gabriel präsentiert sein „Beduinen-Lager“ erneut. Allerdings hat er sich zuvor vom Magistrat der Stadt „Konkurrenzfreiheit“ zusichern lassen.
19. 9 2015 - OB Dieter Reiter eröffnet das weltweit größte Bierfest
München-Theresienwiese * Das 182. Oktoberfest beginnt, indem der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter das erste Fass im Schottenhamel-Festzelt mit zwei Schlägen anzapft. Mit dem Ruf „Ozapft is - Auf eine friedliche Wiesn 2015“ ist das weltweit größte Bierfest offiziell eröffnet.
10. 10 1912 - Wiesnwirt Michael Schottenhamel stirbt beim Kartenspielen
München * Mit einem Herz-Solo in der Hand stirbt Michael Schottenhamel beim Kartenspielen im Kreis seiner Freunde.
9 1921 - Karl Valentin und Wiggerl Greiner begeistern mit der „Froschbahn“
München-Ludwigsvorstadt * Beim ersten Oktoberfest nach dem Ersten Weltkrieg und der Revolution sorgen Karl Valentin und Ludwig „Wiggerl“ Greiner für eine besondere Attraktion. Gemeinsam bauen sie die „Froschbahn“, die Valentin auf der Wiesn betreibt.
Das „neue Juxunternehmen auf der Festwiese“ wirbt mit dem Motto: „Alles zittert! Alles springt! Alles treppelt! Alles hüpft! Alles skit!“ Besucherinnen und Besucher können sich nicht nur an der ungewöhnlichen Bahn vergnügen, sondern auch zur „Frosch-Trott-Polka“ tanzen.
5. 10 2015 - 26 Sexualdelikte wurden angezeigt, darunter zwei Vergewaltigungen
München-Theresienwiese * 26 Sexualdelikte wurden während des Oktoberfestes angezeigt, darunter zwei Vergewaltigungen, zwei versuchte Vergewaltigungen, sowie exhibitionistische Handlungen und Beleidigungen auf sexueller Basis, wie etwa Grapschen. Sicherlich gibt es eine Dunkelziffer, da viele Frauen aus Scham oder falschen Schuldgefühlen auf eine Anzeige verzichten. Gerade Touristinnen zeigen sexuelle Übergriffe nicht an, sondern wollen einfach vergessen und heimfahren.
Auf dem Oktoberfest kümmern sich verschiedene Hilfsorganisationen, die sich in dem Projekt Sichere Wiesn zusammen geschlossen haben, um sich der Opfer von sexueller Gewalt anzunehmen.
22. 9 2001 - Georg Heide wird Festwirt im Pschorr-Bräurösl-Festzelt
München-Theresienwiese • Georg Heide wird Festwirt im Pschorr-Bräurösl-Festzelt.
31. 7 2014 - Auf der Theresienwiese sollte ein Kamelrennen stattfinden
München-Theresienwiese * Auf der Theresienwiese sollte im Juni 2015 ein Kamelrennen stattfinden. Auf einem 1,8 Kilometer langen Sand-Rundkurs sollen die bis zu 70 Stundenkilometer schnellen Renn-Dromedare erstmals außerhalb der Arabischen Halbinsel gegeneinander antreten. Die bis zu zehn Millionen Dollar teueren Kamele werden mit Spezialflugzeugen nach München gebracht.
Als Jockeys wurden bis vor kurzem - wegen dem geringen Gewicht - Kinder eingesetzt, die ihren Familien in Asien abgekauft wurden. Diese viel kritisierte Praxis haben die Golfstaaten inzwischen aufgrund der Interventionen der Unicef eingestellt. Die Kinder wurden von teueren Computern ersetzt, die ihre Peitschen ferngesteuert schwingen. Gelenkt werden diese von den Kamelbesitzern, die neben der Dromedar-Rennbahn mit ihren Off-Road-Pick-Ups fahren. Auch hier sollen sich spektakuläre Duelle abspielen.
Von dem Kamelrennen werden die Münchner nichts mehr hören.
19. 9 1981 - Das Märzenbier gibt es nur noch in zwei Festzelten
München-Theresienwiese * In nur noch zwei Bierzelten auf dem Oktoberfest wird das Märzenbier zusätzlich zum hellen Edelstoff ausgeschenkt.
18. 9 2010 - Alle Wiesn-Zelte haben Bändchen für die Reservierungs-Gäste
München-Theresienwiese * Praktisch alle großen Wiesn-Zelte haben mittlerweile Bändchen für die Reservierungs-Gäste. Und die „Super-Sonder-VIP-Gäste“ werden in streng geheime Rituale eingeweiht, einen Button am Hemd, ein geheimes Passwort, und die Türsteher wissen, mit wem sie es zu tun haben.
21. 9 1946 - Als Ersatz für das Oktoberfest wird ein Herbstfest durchgeführt
München-Theresienwiese • Als Ersatz für das Oktoberfest wird ein Herbstfest durchgeführt.
18. 9 1999 - Die Hühner- und Entenbraterei Ammer stellt auf Biohendl um.
München-Theresienwiese * Die Hühner- und Entenbraterei Ammer stellt auf Biohendl um. Ein Biohendl kostet dreimal so viel wie ein normales, frisst dreimal so viel und lebt dreimal so lange.
7. 10 2018 - Das Fazit der Wiesn 2018
München-Theresienwiese * Das Oktoberfest 2018 endet. Das Fazit lautet:
- In 16 Tagen besuchten 6,3 Millionen Besucher [2017: 6,2 Millionen in 18 Tagen; 2016: 5,6 in 17 Tagen; 2015: 5,9 in 16 Tagen; 2014: 6,3 in 16 Tagen] die Wiesn.
- 2018 gab es keine Landwirtschaftsausstellung, dafür eine Oide Wiesn.
- Im Jahr 2018 besuchten 500.000 Gäste [2016: 480.000; 2015: 535.000] die Oide Wiesn.
- Der Konsum - und damit der Umsatz - hat sich erholt. [Zahlen in Klammer = 2017 - 2016 - 2015 - 2014.]
- 7,5 Millionen Mass Wiesnbier [7,6 - 6,1 - 7,3 - 7,7] wurden getrunken.
- 124 Ochsen [127 - 109 - 114 - 112] wurden in der Ochsenbraterei verzehrt und
- 48 Kälber [59 - xx - 50 - xx] in der Kalbsbraterei.
- Insgesamt wurden 924 Straftaten [1.162 - 1.067 - 1.191 - 1.290] bei der Polizei angezeigt.
- 62 Sexualdelikte [42] auf dem Festgelände, davon vier Vergewaltigungen.
- xxx Körperverletzungen [314 - 331 - 372 - 398] wurden von der Polizei registriert.
- Bei einer Schlägerei am 28. September war ein Todesfall zu verzeichnen.
- Die Polizeistatistik weist 27 Masskrugschlägereien [36 - 42 - 47 - 36] aus.
- 3.333 Hilfeleistungen [3.449 - 3.897 - 3.312 - 3.617] mussten die Sanitäter und Ärzte leisten.
- 717 Wiesn-Besucher [670 - 593 - 628 - 681] mussten wegen Alkoholvergiftungen medizinisch überwacht werden.
- ?? [?? - 35 - 121 - 150] Mal musste der U-Bahnhof Theresienwiese gesperrt werden.
- xx.xxx gestohlene Masskrüge [120.000 - 96.000 - 110.000 - 112.000] wurden den Besuchern wieder abgenommen.
- 2.685 Fundstücke [4.055 - 2.915 - 2.948 - 3.646] wurden im Wiesn-Fundbüro abgegeben.
29. 7 1600 - „Die Teufelsbrut wird verbrannt“
München-Maxvorstadt * Am Galgenberg werden die fünf Männer gerädert. Dazu bindet man die Malefikanten auf ein scharfkantiges Balkengerüst und zerschmettert ihnen mit einem eisenbeschlagenen Richtrad die Gliedmaßen. Für gewöhnlich beginnt diese Bestialität bei den Unterschenkeln. Die Zahl und der Rhythmus der Schläge sowie die Reihenfolge der Gliedmaßen sind genau vorgeschrieben. Paulus Pämb wird nun zusätzlich „gespießt“. Der Henker rammt ihm einen kurzen Jagdspieß durch den After in den Unterleib.
Der letzte Akt der Justizwillkür im Namen des Herzogs Maximilian I. ist der Feuertod. Man zerrt die Pämbs und ihre Bekannten zu ihren Scheiterhaufen, bindet sie an - Anna setzt man dabei auf einen Stuhl- und verbrennt die „Teufelsbrut“ lebendig und „unter jämmerlichem Geschrei“.
17. 9 1904 - Proteste gegen den Hungerkünstler Ricardo Sacco
München-Theresienwiese * Als sich der Hungerkünstler Ricardo Sacco während des Oktoberfestes zur Schau stellt, kommt es zu Protesten der Münchner Bevölkerung. Sie will es nicht dulden, dass ein Mensch inmitten der „Genüsse des Festes“ hungert.
20. 9 1958 - Philippine Winter wird Wiesnwirtin
München-Theresienwiese * Nachdem Karl Winter verstorben war, wird seine Witwe Philippine Wiesnwirtin der Fischer-Vroni, danach deren inzwischen verheirateten Töchter Eva Stadtmüller (Jahrgang 1935) und Anita Schmid (Jahrgang 1932). Die Beiden teilen sich die Aufgaben auf dem Oktoberfest auf. Eva kümmert sich um die Verwaltungsangelegenheiten, Anita steht in der Küche und überwacht jeden Teller, dass er sauber und vor allem ordentlich portioniert aus der Küche geht.
9 1898 - Georg Lang erhält die Genehmigung für ein Großzelt
München-Ludwigsvorstadt * Der Münchner Stadtmagistrat genehmigt dem aus Nürnberg stammenden „Krokodilwirt“ Georg Lang bei nur einer Gegenstimme die Errichtung eines Großzelts auf der Theresienwiese. Dabei erfüllt Lang mehrere der geltenden Zulassungsbedingungen nicht:
- Er stammt nicht aus München,
- bewirtschaftet den Ausschank nicht selbst und
- benötigt für seine Halle die Fläche von fünf herkömmlichen Wirtsbuden.
Die fünf Standplätze lässt er von zugelassenen Münchner Wirten ersteigern, die als Strohmänner für ihn auftreten. Noch 1881 weist der Magistrat einen vergleichbaren Antrag des Festwirts Michael Schottenhamel zurück. Mit der nun erteilten Genehmigung schafft die Stadt eine wichtige Voraussetzung für die Entstehung der großen Bierhallen auf dem Oktoberfest.
23. 9 1961 - Wiggerl Hagn übernimmt das Schützenzelt von seiner Mutter
München-Theresienwiese • Ludwig Wiggerl Hagn übernimmt das Schützenzelt von seiner Mutter.
19. 9 1981 - Das Hotelier-Ehepaar Weinfurtner übernimmt das Hippodrom
München-Theresienwiese * Das Hotelier-Ehepaar Marianne und Anton Weinfurtner übernimmt das Hippodrom.
3. 10 1994 - Das Oktoberfest endet nach 17 Tagen
München-Ludwigsvorstadt * Weil der Tag der Deutschen Einheit auf einen Montag fällt, wird das Oktoberfest um einen Tag verlängert. Die Wiesn endet damit am Feiertag und dauert insgesamt 17 statt der üblichen 16 Tage.
22. 9 2012 - Oberbürgermeister Christian Ude eröffnet das 179. Oktoberfest
München-Theresienwiese • Mit dem traditionellen Anzapfen des ersten Fasses im Schottenhamel-Festzelt durch den Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München wird das 179. Oktoberfest eröffnet.
Gewohnt souverän treibt Christian Ude den Wechsel mit zwei kräftigen Schlägen in das Holzfass. Erst mit dem Ausruf „O‘zapft is‘!“ des Bürgermeisters darf auch in den anderen Zelten Bier ausgeschenkt werden. Dies erledigt Christian Ude beim 17. Einsatz als Anzapfer ohne Probleme. Wie gewohnt fügt er hinzu: „Auf eine friedliche Wiesn!“. Die erste Mass geht direkt an Horst Seehofer in seiner Funktion als Bayerischer Ministerpräsident.
Gleichzeitig beginnt das 125. Bayerische Zentral-Landwirtschaftsfest. Es wird vom Ministerpräsidenten Horst Seehofer eröffnet und dauert bis zum 30. September.
Architekt: Löwel Friedrich, Hocheder Carl d. Ä.
Baustil: Neurenaissance
Erstellung: 1889
Erstellung: 1900
Architekt: Berthold und Hägele, Böhm Konrad
Baustil: deutsche Renaissance
Erstellung: 1902
Architekt: Vorhoelzer Robert, Holzhammer Franz, Schmidt Walther
Baustil: Neue Sachlichkeit
Erstellung: 1926
Erstellung: 1874
Architekt: Herbert Eduard, Kurz Otho Orlando
Architekt: Reifenstuel Michael d.J.
Baustil: Neurenaissance
Erstellung: 1882
Architekt: Kaiser Hugo, Schacky Eugen Freiherr von
Baustil: historisierend
Erstellung: 1909
Erstellung: 1864
Architekt: Bieber Oswald, Hollweck Wilhelm
Baustil: romanisierend
Erstellung: 1934
Erstellung: 1865
Architekt: Köngeter Walter, Petersen Ernst
Baustil: Jugendstil
| Entfernung | Straße | Name | Von | Bis | Route |
|---|---|---|---|---|---|
| 134 m | Gollierstraße 49 | Kühn August | 0 | 0 | |
| 193 m | Geroltstraße 24 | Zott Josef | 0 | 0 | |
| 692 m | Westendstraße 161 | Hauzenberger Josef | 0 | 0 | |
| 898 m | Schwanthalerstraße 106 | Hauberrisser Georg von | 0 | 0 |