5. 10 1868 - Der Alte Nördliche Friedhof wird eingeweiht
Maxvorstadt * Der Alte Nördliche Friedhof an der Arcisstraße wird eingeweiht. Er umfasst 7.272 Gräber und wird zum Ende des 19. Jahrhunderts bereits voll belegt sein.
6. 9 1915 - Franz Josef Strauß wird in München geboren
München * Franz Josef Strauß, der spätere Bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende, wird in München, in der Schellingstraße 49, geboren.
9. 8 1923 - Premiere des Valentin-Karlstadt-Bühnenstücks „Großfeuer“
München-Maxvorstadt * Premiere des Valentin-Karlstadt-Bühnenstücks „Großfeuer“ im Steinickesaal in der Adalbertstraße 15. Das Stück wird 67 Mal aufgeführt.
4 1971 - Das „KEKK“ bereichert die Kleinkunstszene
München-Maxvorstadt * Mit dem „KEKK“ [= Kabarett & Engagierte Kleinkunst] entsteht im Saal der legendären Gaststätte „Witwe Bolte“ in der Amalienstraße 87 eine neue Kleinkunstbühne. Initiator ist Helmut Wagner, genannt Helmuth von der Vogelweide.
Junge Kabarettisten, Liedermacher und Schauspieler finden hier eine Auftrittsmöglichkeit abseits der etablierten Bühnen. Das KEKK entwickelt sich rasch zu einem wichtigen Treffpunkt der Kleinkunstszene und bringt zahlreiche Künstler hervor, die später weit über München hinaus bekannt werden.
1873 - Antrag zur Finanzierung des Akademieneubaues
München-Maxvorstadt * Ferdinand von Miller sen. bringt erfolgreich einen Antrag zur Finanzierung des Akademieneubaues in den Bayerischen Landtag ein.
1825 - Friedrich Gärtner soll einen Neubau für die Akademie errichten
München-Maxvorstadt * Friedrich Gärtner erhält den Auftrag für einen Neubau der Akademie der Bildenden Künste.
1885 - Der Umzug in die Kunstakademie ist abgeschlossen
München-Maxvorstadt * Der gesamte Umzug der Akademie der Bildenden Künste ist vollzogen.
1 1881 - Die ersten Künstler beziehen die Akademiegebäude
München-Maxvorstadt * Die Räume im Akademieneubau der Bildenden Künste für die Klassen der Professoren Defregger, Wagner und Müller können in bereits fertiggestellte Räume des Akademieneubaues umziehen. Drei Professorenateliers und zwölf Malräume sind zur Benutzung freigegeben.
Ab 1886 - Die „Raffael-Gobelins“ im neu erbauten Akademiegebäude
München-Maxvorstadt * Die „Raffael-Gobelins“ werden in den Dienstateliers von Professoren sowie im Rektorat der neu erbauten Akademie aufgehängt. Damit sind sie nicht öffentlich zugänglich.
1874 - Finanzmittel für den Neubau der Akademie bereitgestellt
München-Maxvorstadt * Zwei Millionen Gulden aus dem französischen Entschädigungsfonds in Folge des gewonnenen Krieges von 1870/71 werden für den Neubau der Akademie der Bildenden Künste bereitgestellt.
1826 - Leo von Klenze durchkreuzt Gärtners Akademie-Pläne
München-Maxvorstadt * Leo Klenze, der Gegenspieler von Friedrich Gärtner, bringt dessen Auftrag für einen Neubau der Akademie der Bildenden Künste wieder zu Fall.
21. 7 1895 - Franz Stuck und die Königliche Akademie der bildenden Künste
München-Maxvorstadt * Franz Stuck wird an der Königlichen Akademie der bildenden Künste Nachfolger von Wilhelm von Lindenschmitt.
1 1876 - Beginn der Baumaßnahmen für die Kunstakademie
München-Maxvorstadt * Die Baumaßnahmen für den Neubau der Akademie der Bildenden Künste beginnen.
18. 10 1875 - Erste Entwürfe für den Akademie-Neubau
München-Maxvorstadt * Gottfried von Neureuther reicht die ersten Entwürfe für den Neubau der Akademie der Bildenden Künste beim Ministerium ein.
3 1881 - 14 weitere Atelierräume beziehbar
München-Maxvorstadt * 14 weitere Atelierräume im Neubau der Kunstakademie werden freigegeben.
22. 1 1875 - Neureuther wird mit dem Akademie-Neubau beauftragt
München-Maxvorstadt * Der Architekturprofessor des Münchner Polytechnikums (heute: TU) Gottfried von Neureuther wird mit dem Bau der Akademie der Bildenden Künste beauftragt.
26. 7 1847 - Dem Korps Alemannia werden alle Rechte garantiert
München * Dem Korps Alemannia werden alle Rechte garantiert, die auch die anderen Korps haben. Die neue Studentenverbindung Alemannia steht unter dem Schutz der Lola Montez - und versteht sich umgekehrt als ihre Garde. Angeblich sind ihre roten Mützen aus den Unterröcken der Tänzerin geschneidert.
Es wird nicht lange dauern, bis man die Alemannen als „Lolamannen“ diffamiert. Mehr wie achtzehn Mitglieder zählt die Verbindung nie. Wenn sie die Hörsäle betreten, ertönt ein gellendes Pfeifkonzert, weshalb sie sich bevorzugt im Kaffeehaus Rottmann treffen. Es befindet sich gegenüber dem Hofgartencafé von Luigi Tambosi, am anderen Ende des Bazargebäudes.
Der 23-jährige Jurastudent Elias [genannt Fritz] Peißner aus Vilseck in der Oberpfalz ist der leitende Senior der Verbindung. Er hat eine Art Büro im Palais Montez eingerichtet und ist verdächtigt, Lolas Liebhaber zu sein.
2. 8 1914 - Ausländische Studenten verlassen die Universitätsstadt München
München * An den Münchner Hochschulen, wozu die Ludwig-Maximilians-Universität, die Technische Hochschule, die Königliche Akademie der Künste und die Königliche Akademie der Tonkünste gehören, sind
- 412 Studierende aus Österreich-Ungarn,
- 376 aus Russland und
- 50 Studenten aus dem Königreich Serbien eingeschrieben.
Diese verlassen die Stadt - aus unterschiedlichen Gründen - umgehend.
29. 7 1871 - Die Universität wählt Ignaz von Döllinger zu ihrem Rektor
München-Maxvorstadt * Die Universität wählt Ignaz von Döllinger zu ihrem Rektor.
28. 8 2022 - Klimaaktivisten kleben sich an Rubens-Gemälde
München-Maxvorstadt * Zwei Aktivisten der „Letzten Generation“ kleben sich in der Alten Pinakothek an das Gemälde „Der bethlehemitische Kindermord“ von Paul Rubens aus dem 17. Jahrhundert.
16. 10 1836 - Die Alte Pinakothek wird eröffnet
München-Maxvorstadt * Die Alte Pinakothek an der Barer Straße wird eröffnet. Aus dem überreichen Gemäldebestand können nur 1.300 Bilder gezeigt werden.
Ab 1941 - Professor Walther Wüst ist Rektors der Universität München
München-Maxvorstadt * Professor Walther Wüst bekleidet von 1941 bis 1945 das Amt des Rektors der Universität München.
29. 6 1962 - Das Studentenparlament missbilligt das Verhalten der Protestierer
München-Maxvorstadt * Das Studentenparlament der Ludwig-Maximilians-Universität missbilligt das „teilweise kriminelle Verhalten“ einzelner Protestierer. Es schreibt aber die Hauptschuld an den Ausschreitungen bei den Schwabinger Krawallen dem „unklugen und rücksichtslosen Vorgehen der Polizei“ zu.
6. 8 1877 - Die Polytechnische Schule wird zur Technischen Hochschule
München-Maxvorstadt * Die Polytechnische Schule wird in Technische Hochschule in München umbenannt.
29. 12 1830 - König Ludwig I. lässt die Universität schließen
München-Kreuzviertel * König Ludwig I. lässt die Universität schließen, weil es dort zwischen dem 24. und 29. Dezember 1830 zu einer Randale von Münchner Studenten gekommen ist.
5. 6 1962 - Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und rund 2.000 Personen
München-Maxvorstadt * Im Anschluss an ein Jazzkonzert kommt es an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und rund 2.000 Personen, als nach dem Ende des Konzerts in der Aula der Universität zahlreiche Konzertbesucher die Musiker auffordern, auf dem Geschwister-Scholl-Platz weiterzuspielen.
Als die mit Buhrufen begrüßte Polizei eintrifft, kommt es zu Rangeleien und zwei Festnahmen. Die Polizei wird von den Protestierern durch eine Blockade am Wegfahren gehindert. Dabei werden auch die Reifen des Einsatzwagens zerstochen.
Die bedrängten Polizisten rufen Verstärkung, die mit zwei Funkstreifenwagen, dem Kleinen und Großen Überfallkommando sowie dem Bereitschaftszug der Stadtpolizeischule am Ort der Auseinandersetzung eintrifft. Der Polizeimacht gelingt es an diesem Abend die Menge zu zerstreuen. Es kommt zu weiteren sieben Festnahmen. Die so Festgesetzten werden alle wegen Auflauf und Landfriedensbruch angezeigt.
Dieses Geplänkel geht als „Unikrawall“ in die Geschichte ein.
1. 9 1962 - Der AStA veröffentlicht seinen Untersuchungsbericht zu den Krawallen
München-Maxvorstadt * Der Allgemeine Studenten-Ausschuss der Ludwig-Maximilians-Universität veröffentlicht seinen Untersuchungsbericht zu den Schwabinger Krawallen. Er stellt fest, dass es sich dabei insgesamt um keine Studentenunruhen gehandelt hat. Nur an den ersten Protestabenden waren Studenten führend beteiligt. Der Stadtpolizei wird ein „taktisch unkluges Vorgehen“ bescheinigt.
1913 - Die Münchner Theater GmbH entsteht
München-Maxvorstadt * Im Jahr 1913 gründen theaterbegeisterte jüdische Mäzene die „Münchner Theater GmbH“, um die künstlerische Arbeit der Münchner Kammerspiele langfristig zu sichern und deren wirtschaftliche Grundlage zu stärken.
Mit ihrem finanziellen und persönlichen Engagement schaffen die Gesellschafter die Voraussetzungen dafür, dass sich die Münchner Kammerspiele als künstlerisch ambitionierte Bühne etablieren und weiterentwickeln können. Die Gründung der Gesellschaft markiert einen wichtigen Schritt in der institutionellen Absicherung des Theaters.
1916 - Otto Falckenberg prägt die Münchner Kammerspiele
München-Maxvorstadt * Der Regisseur und Theaterautor Otto Falckenberg kommt als Oberspielleiter und Dramaturg an die Münchner Kammerspiele. Bereits ein Jahr später übernimmt er die künstlerische Leitung des Hauses und prägt dessen Entwicklung über Jahrzehnte hinweg. Mit seinen modernen Inszenierungen und seiner konsequenten Ensemblearbeit macht er die Kammerspiele weit über München hinaus bekannt.
Falckenberg fördert junge Autorinnen und Autoren, entdeckt zahlreiche Schauspieltalente und setzt auf zeitgenössische Dramatik. Später gelangen hier bedeutende Uraufführungen auf die Bühne, darunter Bertolt Brechts „Trommeln in der Nacht“.
1. 10 1922 - „Die rote Zibebe“ geht in die Verlängerung
München-Maxvorstadt * Die Münchner Kammerspiele zeigen nach der Nachmittagsvorstellung des Dramas „Das Weib auf dem Tiere“ von Bruno Frank und schließlich nach der Abendvorstellung des Bühnenstücks „Helden“ von George Bernard Shaw wird jeweils „Die rote Zibebe. Improvisationen in zwei Bildern von Bert Brecht und Karl Valentin“. Die Revue verbindet Brechts „Der Abnormitätenwirt“ mit einer Hochradnummer und dem Einakter „Das Christbaumbrettl“ von Karl Valentin und Liesl Karlstadt. Auf diese Weise treffen das etablierte Theater und die groteske Münchner Volkssänger- und Kabarettkunst unmittelbar aufeinander.
1905 - Das Varieté „Universum“ eröffnet seinen Spielbetrieb
München-Maxvorstadt * Das Anwesen Augustenstraße 89, ein großbürgerliches Wohnhaus, wird für Theaterzwecke umgebaut. In dem Gebäude nimmt das Varietétheater „Universum“ seinen Spielbetrieb auf. Für die neue Nutzung werden das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss zu Kassenhalle, Foyer und Balkon umgestaltet. Zuschauerraum und Bühne befinden sich in einem eigens errichteten Hofanbau. Das Theater bietet Platz für rund 500 Besucherinnen und Besucher.
Über diese frühe Phase sind heute nur wenige Informationen überliefert. Das „Universum“ entspricht jedoch dem typischen Charakter eines Varietétheaters seiner Zeit und präsentiert wechselnde Programme mit Unterhaltung, Musik, Artistik und Kleinkunst.
11 1910 - Das Ende des „Lustspielhauses“ und ein Neubeginn
München-Maxvorstadt * Das „Münchner Lustspielhaus“ in der Augustenstraße 89 gerät in wirtschaftliche Schwierigkeiten und stellt seinen Spielbetrieb im November 1910 ein. Das Gebäude geht anschließend in den Besitz der Industrie-Werke München-Nord über. Die Übernahme erfolgt dabei weniger aus kulturellem Interesse als vielmehr als Kapital- und Immobilieninvestition.
Die neuen Eigentümer verpachten das Haus an den Juristen, Journalisten und Theaterunternehmer Eugen Robert, der die Bühne grundlegend neu ausrichtet. Mit seiner Übernahme beginnt ein neues Kapitel in der Geschichte des Hauses. Sie bildet den Ausgangspunkt für die spätere Gründung der Münchner Kammerspiele.
4 1913 - Das Ende der Ära Eugen Robert
München-Maxvorstadt * Die Intendanz von Eugen Robert an den „Münchner Kammerspielen“ in der Augustenstraße 89 endet bereits nach kurzer Zeit. Trotz künstlerischer Erfolge gelingt es ihm nicht, seine Position dauerhaft zu festigen.
Zu den Höhepunkten seiner Amtszeit zählt die Uraufführung von Frank Wedekinds Schauspiel „Franziska“, das großes Aufsehen erregt und zu einem vielbeachteten Skandalerfolg wird. Dennoch scheidet Robert aus der Leitung des Theaters aus und macht den Weg für eine neue Phase in der Entwicklung der„Münchner Kammerspiele“ frei.
29. 9 1922 - Das Brecht-Bühnenstück „Trommeln in der Nacht“ wird uraufgeführt
München-Maxvorstadt * Das Theaterstück „Trommeln in der Nacht“ des 24-jährigen Bert Brecht, wird unter der Regie von Otto Falckenberg in den Münchner Kammerspielen, damals noch in der Augustenstraße 89, uraufgeführt.
Das Stück spielt vor dem Hintergrund der revolutionären Kämpfe in Deutschland 1918/19. Bei der Uraufführung hängen im Zuschauerraum Plakate mit Aufschriften wie „Glotzt nicht so romantisch“.
Karl Valentin und Liesl Karlstadt sind bei der Premiere anwesend. Das Stück wird am nächsten Tag unter Mitwirkung von Karl Valentin und Liesl Karlstadt parodiert.
5. 10 1922 - „Das Christbaumbrettl“ erobert die Kammerspiele
München-Maxvorstadt * Nach dem Erfolg in der Kabarettrevue „Die rote Zibebe“ bleibt Karl Valentins und Liesl Karlstadts „Christbaumbrettl“ im Programm der Münchner Kammerspiele an der Augustenstraße 89. Zwischen dem 5. und dem 15. Oktober führt das Duo den als „einaktigen Scherz“ angekündigten Bühnensketch noch viermal in den beliebten Nachtvorstellungen auf. Die Auftritte festigen Valentins und Karlstadts Stellung im etablierten Münchner Theaterbetrieb.
30. 9 1922 - Brecht holt Valentin und Karlstadt ins Theater
München-Maxvorstadt * Einen Tag nach der Uraufführung von Bertolt Brechts „Trommeln in der Nacht“ präsentieren die Münchner Kammerspiele in der Augustenstraße 89 die spätabendliche Kabarettrevue „Die rote Zibebe. Improvisationen in zwei Bildern von Bert Brecht und Karl Valentin“. Der Titel erinnert an das gleichnamige Wirtshaus in Brechts Bühnenstück.
Laut Programmzettel besteht das erste Bild aus Brechts „Der Abnormitätenwirt“. Unter dem Titel „Weihnachtsabend“ folgen eine Hochradnummer und der Einakter „Das Christbaumbrettl“ von Karl Valentin und Liesl Karlstadt.
Für das bekannte Humoristenduo bedeutet der Auftritt den erstmaligen Schritt von den Münchner Varieté- und Kabarettbühnen auf die Bühne eines etablierten Theaters. An der experimentellen Revue wirken außerdem Künstler wie Klabund, Joachim Ringelnatz und Valeska Gert mit.
1906 - Umwandlung zum „Münchner Lustspielhaus“
München-Maxvorstadt * Das Varietétheater „Universum“ in der Augustenstraße 89 wird in das „Münchner Lustspielhaus“ umgewandelt. Damit verlagert sich der Schwerpunkt des Hauses von der Varieté-Unterhaltung auf Schauspiel- und Komödienaufführungen.
11. 10 1912 - Die „Münchner Kammerspiele“ entstehen
München-Maxvorstadt * Nachdem die Bühne „Zum Großen Wurstel“ für kurze Zeit wieder unter dem Namen „Lustspielhaus“ firmiert, erhält sie zum 11. Oktober 1912 ihren endgültigen Namen: „Münchner Kammerspiele“.
Die erste Inszenierung unter diesem Namen ist das expressionistische Stationendrama „Das Leben des Menschen“ des russischen Schriftstellers Leonid Nikolajewitsch Andrejew. Mit dieser Aufführung unterstreichen die Münchner Kammerspiele ihren Anspruch, zeitgenössische und künstlerisch anspruchsvolle Werke auf die Bühne zu bringen.
1. 4 1924 - Uraufführung der „Raubritter vor München“ in den Kammerspielen
München-Maxvorstadt * Das zweiaktige Bühnenstück „Raubritter vor München“ von Karl Valentin und Liesl Karlstadt erlebt in den Münchner Kammerspielen in der Augustenstraße 89 seine Uraufführung. Schauplatz der Komödie ist die Stadtmauer am Münchner Isartor. Mit insgesamt 284 Aufführungen entwickelt sich das Stück zu einem außergewöhnlichen Publikumserfolg und markiert den endgültigen Durchbruch des Komikerduos auf der großen Bühne. Zugleich bleibt es Valentins einziges abendfüllendes Theaterstück und gilt als sein bedeutendstes Werk als Bühnenautor.
Den Anstoß für die Entstehung geben die erfolgreichen Nachtvorstellungen des Duos in den Kammerspielen. Ihr großer Zuspruch führt zum Auftrag, eine abendfüllende Raubritter-Komödie zu schreiben. Inhaltlich knüpft das Stück an die damals äußerst beliebte Militärkomik an. Deren Humor entsteht aus den absurden Situationen und Regelverstößen innerhalb des streng geregelten Kasernen- und Manöveralltags. Besonders die Figur des „Schweren Reiters“ zählt zu den beliebtesten Charakteren der Volkssänger. Als unmittelbare Vorläufer von „Raubritter vor München“ gelten die frühen Valentin-Stücke „Der Herzog kommt“ und „Aus guter alter Zeit“.
Die Handlung ist ebenso einfach wie wirkungsvoll: Hinter Berg am Laim treiben Raubritter ihr Unwesen und bereiten einen Angriff auf München vor. Ein Milchfahrer bringt die alarmierende Nachricht in die Stadt und setzt damit die turbulente Komödie in Gang.
1. 1 1911 - Eugen Robert übernimmt das Theater
München-Maxvorstadt * Der Berliner Theatermann Dr. Eugen Robert, ursprünglich Jurist und Journalist sowie zuvor Leiter des Hebbel-Theaters in Berlin, übernimmt das ehemalige „Münchner Lustspielhaus“ in der Augustenstraße 89 als Pächter. Zunächst trägt das Haus den Namen „Zum Großen Wurstel“, eine Anspielung auf den Wiener Wurstelprater.
Robert verfolgt das Ziel, ein modernes und künstlerisch anspruchsvolles Theater zu etablieren. Zur Eröffnung bringt er den Einakter „Varieté“ von Heinrich Mann auf die Bühne und setzt damit ein programmatisches Zeichen für die neue Ausrichtung des Hauses.
10. 5 1919 - Truppenaufzug im Film in den Kammerspielen
München-Maxvorstadt * Seit dem 10. Mai kann die Münchner Bevölkerung in den Kammerspielen, damals noch in der Augustenstraße 89, täglich viermal den Film „Vorbeimarsch des Freikorps Faupel“ vom 6. Mai ansehen.
11. 6 1999 - Die Sanierungsarbeiten am Siegestor sind abgeschlossen
München-Maxvorstadt - München-Schwabing * Die Sanierungsarbeiten am Siegestor sind abgeschlossen.
1840 - Friedrich von Gärtner beginnt mit den Planungen zum Siegestor
München-Maxvorstadt - Schwabing * Friedrich von Gärtner beginnt im Auftrag König Ludwigs I. mit den Planungen zum Siegestor. Johann Martin von Wagner wird mit dem Skulpturenschmuck des Siegestores beauftragt.
16. 7 1871 - Die siegreichen bayerischen Truppen ziehen durchs Siegestor
Schwabing - München-Maxvorstadt * Die siegreichen bayerischen Truppen ziehen triumphierend durch das feierlich geschmückte Siegestor.
1938 - Der Umzug „2000 Jahre Deutsche Kultur“ nutzt das Siegestor
München-Maxvorstadt - München-Schwabing * Der Umzug „2000 Jahre Deutsche Kultur“ nutzt das Siegestor für seine Propaganda.
1. 11 1852 - Ex-König Ludwig I. schenkt der Stadt München das Siegestor
München-Maxvorstadt * Das Siegestor geht als Schenkung an die Stadt über - und damit auch der Unterhalt. Mit der Auflage, dass seine Ausrichtung nach Norden nie verändert werden darf.
7 1954 - Die Ruine des Siegestores soll abgerissen werden
München-Maxvorstadt - München-Schwabing * Die Ruine des Siegestores soll abgerissen werden. Dank des Amtes für Denkmalpflege wird es 1956 jedoch notdürftig geflickt.
Um 12 1945 - Der Abriss des Siegestores wird beschlossen
München-Maxvorstadt - München-Schwabing * Der Abriss des Siegestores wird beschlossen.
21. 1 1975 - „Der lange Weg nach Sacramento“
München * Das Bayerische Fernsehen strahlt im Vorabendprogramm Helmut Dietls grandiose Serie „Münchner Geschichten“ aus. In der Folge „Der lange Weg nach Sacramento“ verwandeln sich der Tscharli und seine Freunde in die Westernhelden Zorro, Gringo und Zapata.
1826 - Erste Planungsvorstellungen zum Bau des Siegestores
München-Maxvorstadt - Schwabing * Erste Planungsvorstellungen von König Ludwig I. zum Bau des Siegestores.
15. 10 1850 - Das Siegestor wird - noch ohne der Quadriga - eingeweiht
München-Maxvorstadt - Schwabing * Das Siegestor wird - noch ohne der Quadriga - eingeweiht.
16. 10 1852 - Nach dem Aufsetzen der Quadriga wird das Siegestor feierlich eröffnet
München-Maxvorstadt - Schwabing * Nach dem Aufsetzen der Quadriga wird das Siegestor feierlich eröffnet.
24. 5 1965 - Der Brunnen im Hof des Hauses des Rechts
München-Maxvorstadt * Das Hauptwerk des Dichters Dante Alighieri heißt „La Divina Commedia - Die göttliche Komödie“. Den gleichen Namen trägt der neu gestaltete Brunnen im Hof des Hauses des Rechts in der Veterinärstraße 1.
1841 - Das Georgianum zieht in den Neubau an der Ludwigstraße
München-Maxvorstadt * Das Georgianum, das weltweit einzige staatliche Priesterseminar, zieht in seinen Neubau an der Ludwigstraße.
25. 8 1829 - Der Grundstein für die Ludwigskirche wird gelegt
München-Maxvorstadt * Am Geburstag König Ludwigs I. wird der Grundstein für die Ludwigskirche gelegt.
14. 10 1872 - Die Kreislehrerinnenbildungsanstalt zieht in die Ludwigstraße
München-Maxvorstadt * Die Kreislehrerinnenbildungsanstalt für Oberbayern hat im Gebäude des Damenstifts an der Ludwigstraße ihre neue Unterkunft gefunden. Die Lehramtsaspirantinnen müssen eine höhere Erziehungs- und Unterrichtsanstalt besuchen und anschließend eine zweijährige Fachausbildung durchlaufen, werden aber nicht in den gleichen Fächern ausgebildet wie die Männer.
Behörden und Lehrer sehen die Frau in der Schule - zwar als einen hübschen, aber dennoch - als Ärgernis erregenden Fremdkörper an. Kritiker betonen, dass der Körper der Lehrerinnen „den Anstrengungen des Schulberufs weniger gewachsen ist als der der Männer. Wir Deutsche aber, die dem konzentrischen Drucke aller Völker Europas ausgesetzt sind, können die Verweiblichung am allerwenigsten brauchen. Wir können uns in unserer Stellung nur halten aufgrund jener harten Männertugenden, die das schönste Erbteil des deutschen Volkes sind.“
- Die Lehrerinnen werden von ihrem männlichen Kollegen verteufelt, obwohl ihr Lohn sowieso schon geringer als der ihrer männlichen Kollegen ist.
- Außerdem haben die meisten weiblichen Lehrkräfte keine feste Anstellung und kommen über die untersten Stufen der Hierarchie nicht hinaus.
- Hinzu kommt noch ein strenges Zölibat, ein Heiratsverbot.
- Das verordnete Eheverbot für die Lehrerinnen ist ein wirksames Mittel, die Quote der weiblichen Lehrkräfte niedrig zu halten.
Die Unvereinbarkeit zwischen Ehe und Lehrberuf wird begründet und verteidigt. So kommt der Bayerische Landtag zur Erkenntnis, dass das Eheverbot „einem dem Interesse der Schule schädlichen Widerstreit zwischen den Pflichten einer Frau als Lehrerin und als Ehefrau“ zuvorkomme.
15. 10 1835 - Grundsteinlegung für das Max-Joseph-Stift an der Ludwigstraße
München-Maxvorstadt * Grundsteinlegung für das Max-Joseph-Stift an der Ludwigstraße.
4. 11 1921 - Die sterblichen Überreste werden in die Ludwigskirche gebracht
München * Schon die Rückkehr des toten Ex-Königs Ludwig III. - in einem Sonderzug - soll zu einer Triumphfahrt werden. Seit der Überschreitung der bayerischem Grenze läuteten entlang der Strecke die Kirchenglocken und auf den Bahnhöfen versammeln sich Amtsträger, Honoratioren und Vereine in der Landestracht.
Der Sonderzug mit den sterblichen Überresten des Ex-Königs Ludwigs III. macht in Wildenwart Zwischenstation, um den Sarg der Ex-Königin aufzunehmen. Um Mitternacht trifft der Zug schließlich in München ein, wo man noch in der selben Nacht die beiden Särge in die Ludwigskirche bringt.
15. 5 1705 - München wird von den Kaiserlichen belagert
München * Feldmarschall Johann Franz Graf von Gronsfeld rückt mit rund 8.000 kaiserlichen und verbündeten Soldaten sowie Belagerungsgeschützen vor München. Er fordert die sofortige Übergabe und droht andernfalls mit der Beschießung der Stadt. Teile der Bürgerschaft wollen Widerstand leisten, doch Regierung und Stadtmagistrat erkennen die militärische Übermacht und nehmen Verhandlungen auf.
Gronsfeld sichert schriftlich zu, die in München lebenden Söhne Kurfürst Max Emanuels nicht anzutasten und die Rechte der Bürgerschaft zu wahren. Außerdem sollen die Kosten der Einquartierung nicht allein den Bürgern auferlegt, sondern auch vom Hofpersonal, vom Adel und von der Geistlichkeit getragen werden. Daraufhin stimmt die Stadt der kampflosen Übergabe zu.
19. 1 1988 - Verwaltungsgerichtshof erklärt Bebauungsplan für nichtig
München-Maxvorstadt * Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof erklärt den Bebauungsplan „Westlicher Taxöldener Forst“ für nichtig. Die nuklearspezifischen Risiken der geplanten Wiederaufarbeitungsanlage sind zwar erkannt, aber nicht ausreichend in die bauleitplanerische Abwägung einbezogen worden. Nach Auffassung des Gerichts dürfen diese Fragen nicht vollständig in das parallele atomrechtliche Genehmigungsverfahren verlagert werden.
Das Urteil bedeutet jedoch keinen automatischen vollständigen Baustopp. Die Arbeiten auf dem WAA-Gelände werden auf der Grundlage bereits erteilter Einzelgenehmigungen fortgesetzt. Dennoch erhöht die Entscheidung die rechtliche Unsicherheit des Projekts erheblich.
Seit dem Jahr 1955 - Die Ludwigskirche wird durch Erwin Schleich wiederhergestellt
München-Maxvorstadt * Die Ludwigskirche wird durch Erwin Schleich wiederhergestellt.
8. 9 1844 - Die Ludwigskirche wird eingeweiht
München-Maxvorstadt * Die Ludwigskirche wird - nach 15-jähriger Bauzeit - durch Erzbischof Lothar Anselm von Gebsattel eingeweiht. Der ursprüngliche Weihetermin war für den 25. August 1844 vorgesehen, konnte aber nicht eingehalten werden, weshalb weder der sich inzwischen auf einer Badereise befindliche König Ludwig I., noch der Architekt Friedrich von Gärtner und der Innenminister Karl August von Abel daran teilnehmen können.
15. 8 1829 - Grundsteinlegung für die Ludwigskirche
München-Maxvorstadt * Der Grundstein für die Ludwigskirche wird gelegt.
Ab 1890 - Ernst Philipp Fleischer lebt dauerhaft in München
München * Ernst Philipp Fleischer lebt dauerhaft in München: zunächst in der Ottostraße 1, später in der Leopoldstraße 20.
24. 1 1998 - Fußweg nach Walter Klingenbeck benannt
München-Maxvorstadt * Der Fußweg zwischen der Kaulbachstraße und der Ludwigstraße wird nach Walter Klingenbeck benannt.
18. 8 1853 - Kaiser Franz Joseph I. und Herzogin Elisabeth „Sisi“ verloben sich
Wien - München * An seinem 23. Geburtstag hält der österreichisch-ungarische Kaiser Franz Joseph I. um die Hand seiner Cousine Herzogin Elisabeth „Sisi“ in Bayern an. In der Überzeugung „einem Kaiser von Österreich gibt man keinen Korb“ stimmt das herzogliche Haus der Verlobung zu. Herzog Max in Bayern und die kaiserliche Administration einigen sich auf eine Mitgift in Höhe von 50.000 Gulden, dazu Kleider und Schmuck.
31. 7 1888 - Die Elefanten-Katastrophe
München * Zum Höhepunkt der Centenarfeier, dem drei Kilometer langen Festzug, formieren sich tausende Menschen und Tiere. Der „Künstler- und Handwerkerzug“ beginnt am Karlsplatz-Stachus, führt zum Marienplatz und von da durch die Dienerstraße zum Max-Joseph-Platz. Von hier aus bewegte er sich über den Odeonsplatz zum Siegestor, wo der Zug wendet, um auf der westlichen Straßenseite wieder zurück zur Briennerstraße zu gelangen, von wo aus der Weg weiter zum Königsplatz führen soll.
Die Festzugsgruppe der „Kauf- und Handelsleute“ präsentiert sich dabei mit einem Wagen, zu dem acht indische Elefanten gehören. Diese entstammen einer Leihgabe des Zirkusdirektors Carl Hagenbeck. Beim Umzug durch die Ludwigstraße trotteen die exotischen Tiere gelassen und brav einher. Als der Festzug jedoch am Siegestor eine Schleife macht, treffen die von Berbern berittenen Elefanten auf die als feuerspeienden Drachen dekorierte Straßenlokomotive in der Gruppe der Eisenindustrie. Die Elefanten erschrecken durch ein unachtsames Dampfablassen und von dem Rattern und Gezische des grotesken Vehikels derart, dass sie scheuten und wild trompetend davonrasen. Die aufgescheuchten Elefanten lösen wiederum eine Massenpanik unter den Besuchern aus.
Den Anfang macht ein Elefantenbulle, der wild zu trompeten beginnt, durch die Ludwigstraße nach Norden trampelt und vor der Staatsbibliothek randaliert. Drei Tiere folgen ihm, Panik bricht aus, im Gedränge sterben Menschen. Die Zirkuswärter brauchen die Hilfe der schweren Reiterei, um die Elefanten zu bändigen.
Vier weitere Elefanten nehmen in die entgegengesetzte Richtung Reißaus und verbreiten Angst und Schrecken. Im ungezügelten Galopp rennen sie über die Ludwig- in die Maximilianstraße, steuern den Hofgraben zu, wo sie an der Königlichen Münze das Hauptportal einrennen. Über den Alten Hof laufen sie weiter zum Viktualienmarkt und richten unter den Verkaufsständen verheerende Verwüstungen an. Ein Elefant soll sogar ins Hofbräuhaus gerannt sein, bei denen Münchner Wirtshausbrüder und Elefanten einander Rüssel an Nase begegnen.
Ihr weiterer Weg führt zum Gärtnerplatztheater und von dort zur Auenstraße 46, wo sie sich im Hof einfangen und beruhigen lassen. Später bringt man einen an die Vorgänge erinnernden Gedenkstein an. Immerhin verlieren durch die „Elefanten-Katastrophe“ und der damit verbundenen Massenpanik zwei, nach anderer Quelle vier Menschen ihr Leben. Zudem verursacht sie 42 Verletzte.
1832 - Grundsteinlegung für die Bayerische Staatsbibliothek
München-Maxvorstadt * Grundsteinlegung für die 172 x 78 x 24 Meter umfassende Bayerische Staatsbibliothek.
3 1943 - Phosphor- und Sprengbomben zerstören die Bayerische Staatsbibliothek
München-Maxvorstadt * Phosphor- und Sprengbomben zerstören 85 Prozent der Bausubstanz und 25 Prozent des Bücherbestands der Bayerischen Staatsbibliothek.
Um 10 2002 - Der Giftschrank in der Bayerischen Staatsbibliothek wird geöffnet
München-Maxvorstadt * Der sogenannte „Giftschrank“ in der Bayerischen Staatsbibliothek wird geöffnet. Er beinhaltet in der Hauptsache erotische Literatur, aber auch unliebsame politische oder kirchenkritische Schriften, die seit dem frühen 19. Jahrhundert zensiert, verboten, von der Polizei und Gerichten abgegeben und gesammelt wurden.
1843 - Der Bau der Bayerischen Staatsbibliothek wird vollendet
München-Maxvorstadt * Der Bau der Bayerischen Staatsbibliothek an der Ludwigstraße wird vollendet. Er kostet 1,3 Millionen Gulden.
1966 - Die Bayerische Staatsbibliothek bekommt einen Erweiterungsbau
München-Maxvorstadt * Nach Kriegszerstörung und Wiederaufbau wird der Bayerischen Staatsbibliothek ein Erweiterungsbau aus Stahl und Glas angefügt.
1827 - Friedrich von Gärtner soll die Bayerischen Staatsbibliothe bauen
München-Maxvorstadt * König Ludwig I. erteilt Friedrich von Gärtner den Auftrag zum Bau der Bayerischen Staatsbibliothek, deren Bestände auf Herzog Albrecht V. ins 16. Jahrhundert zurückgehen.
Schon bevor sie die rund 200.000 Bände aus den säkularisierten Klöstern aufnehmen musste, war die Staatsbibliothek eine der umfangreichsten Sammlungen ihrer Art in Europa.
8. 7 1832 - Der Grundstein für die Staatsbibliothek wird gelegt
München-Maxvorstadt * Der Grundstein für die Bayerische Staatsbibliothek an der Ludwigstraße wird gelegt.
1837 - Die Staatsbibliothek wird bezogen
München-Maxvorstadt * Die von Friedrich von Gärtner geplante Staatsbibliothek wird bezogen.
1842 - Die Staatsbibliothek ist endgültig fertiggestellt
München-Maxvorstadt * Die Staatsbibliothek in der Ludwigstraße ist endgültig fertiggestellt.
29. 4 1903 - Die Familie Schülein zieht in die Richard-Wagner-Straße 18
München-Maxvorstadt * Die Familie Schülein bezieht eine neue Wohnung in der Richard-Wagner-Straße 18. Mit dem Umzug verlegt die Unternehmerfamilie ihren Wohnsitz innerhalb der Maxvorstadt, einem der angesehenen Wohnviertel Münchens.
2000 - An der Richard-Wagner-Straße 16 entsteht ein Studentenwohnheim
München-Maxvorstadt * Auf dem Ruinengrundstück an der Richard-Wagner-Straße 16 entsteht ein sechsstöckiges Haus der Technischen Universität München. In dem Wohnheim finden heute bis zu 40 Studenten der TUM Unterkunft.
1. 7 1855 - Die Zeichnungs- und Modellierschule nimmt ihre Tätigkeit auf
München * Unter der Leitung des Malers Hermann Dyck nimmt die kunstvereinseigene Zeichnungs- und Modellierschule ihre Tätigkeit auf. Sie wird als Einrichtung des Kunstgewerbevereins gegründet und von der bayerischen Staatsregierung lediglich mit 1.600 Gulden unterstützt.
1960 - Die Volkshochschule in der Rheinbergerstraße
München-Maxvorstadt * Die Büros der Münchner Volkshochschule befinden sich im Neuen Rathaus, bis sie im Jahr 1960 in der Rheinbergerstraße in der Maxvorstadt eigene Räume beziehen kann.
1910 - An der Richard-Wagner-Straße 19 entsteht eine Privatklinik
München-Maxvorstadt * Auf dem Grundstück Richard-Wagner-Straße 19, das zu Baubeginn noch Joseph Schülein gehört, lässt sein Schwiegersohn Dr. med. Alfred Haas eine Privatklinik errichten. Das Gebäude ist äußerlich als repräsentatives Wohnhaus gestaltet und fügt sich in das gehobene Umfeld der Maxvorstadt ein. Alfred Haas ist mit Elsa Schülein, einer Tochter Joseph Schüleins, verheiratet.
1922 - Gustav Probst gehört das Anwesen Richard-Wagner-Straße 9
München-Maxvorstadt * „Rechtsanwalt“ Gustav Probst ist Eigentümer des Anwesens Richard-Wagner-Straße 9.
12. 7 1948 - Im ehemaligen Führerbau wird das Amerikahaus eröffnet
München-Maxvorstadt * In der Arcisstraße 12, im ehemaligen sogenannten Führerbau, wird das Amerikahaus eröffnet. Nach dem am 27. Januar 1948 in den USA verabschiedeten „Smith-Mundt Act“ sollte auch den Deutschen die amerikanische Lebensweise und die damit verbundenen politischen Ideale näher gebracht werden.
Die Amerikahäuser sehen sich als Zentren der Positiven Propaganda und sollen dem Loslösen von nationalsozialistischen, später auch kommunistischen Leitbildern dienen und die Völkerverständigung fördern.
1861 - Königin Marie gründet das Marienstift für verwaiste Töchter von Staatsdienern
München * Königin Marie von Bayern ruft das „Marienstift für verwaiste Töchter von Staatsdienern aller Klassen“ ins Leben und wird in der Ludwigstraße 14 untergebracht.
21. 6 1831 - Das Herzog-Max-Palais in der Ludwigstraße ist fertiggestellt
München-Maxvorstadt * Das Herzog-Max-Palais in der Ludwigstraße ist fertiggestellt.
7. 8 1946 - Umbenennung in Staatliche Hochschule für Musik
München * Die Akademie der Tonkunst wird in Staatliche Hochschule für Musik umbenannt.
1914 - Dr. Hermann Schülein lebt in der Richard-Wagner-Straße 17
München-Maxvorstadt * Dr. Hermann Schülein wohnt in einem großzügigen Appartement in der Richard-Wagner-Straße 17. Damit bleibt die Familie Schülein auch weiterhin eng mit der Maxvorstadt verbunden, die zu den bevorzugten Wohnlagen des Münchner Bürgertums zählt.
1913 - Dr. Hermann Schülein heiratet Luise „Fanny“ Levy
München-Maxvorstadt * Dr. Hermann Schülein heiratet Luise „Fanny“ Levy.
1916 - Annemarie Schülein wird geboren
München-Maxvorstadt * Annemarie Schülein, die Tochter von Dr. Hermann und Luise „Fanny“ Schülein, kommt zur Welt.
21. 10 1918 - Lieber ein Kapitulationsfriede als den Zusammenbruch
München - Königreich Bayern * Das Kriegsministerium erhält anonyme „Stimmen aus dem Mittelstande Bayerns“ zugeschickt. Darin wird unter der Berufung auf die allgemeine Volksmeinung gefordert: „Der Friede muss sobald als möglich herbei geführt werden, gleich ob günstig oder ungünstig.“ Ein Kapitulationsfriede sei immer noch besser als der unausweichliche Zusammenbruch.
23. 4 1816 - Der Grundstein für die Glyptothek wird gelegt
München-Maxvorstadt * Der Grundstein für die Glyptothek wird gelegt.
28. 9 1921 - Generalleutnant Otto Hermann von Lossow übernimmt die 7. Division
München * Generalleutnant Otto Hermann von Lossow übernimmt die Befehlsgewalt über die in Bayern stationierte 7. Division.
1. 10 1933 - Wilhelm Adam wird Kommandierender General im Wehrkreis VII
München * Kommandierender General im Wehrkreis VII wird Wilhelm Adam.
25. 8 1919 - Übernahme des bayerischen Militärkontingents von der Reichswehr
Berlin - München * Übernahme des bayerischen Militärkontingents von der Reichswehr.
1. 10 1935 - General Walter von Rückenau übernimmt den Wehrkreis VII
München * Nachfolger von Wilhelm Adam als Kommandierender General im Wehrkreis VII wird General Walter von Rückenau, der als einer der wenigen Vertrauten Adolf Hitlers im Generalstab gilt.
1961 - Umzug des Cafés Guglhupf zum Monopteros
München-Maxvorstadt * Nach der Schließung des „Café Guglhupf“ verlegt Fritz Kreutzkamm den Cafébetrieb in einen Behelfsbau an der Königinstraße nahe dem Englischen Garten. Unter dem Namen „Café Monopteros“ entwickelt sich das Kaffeehaus zu einem beliebten Treffpunkt, insbesondere für Studierende. Nachdem für die Königinstraße ein Baustopp verhängt wird und der Fortbestand des Gebäudes gesichert ist, investiert Kreutzkamm in den Standort und führt das Café bis 1975.
13. 10 1831 - Das Herzog-Max-Palais wird bezogen
München-Maxvorstadt * Herzog Max in Bayern und seine Ehefrau Ludovica beziehen das Herzog-Max-Palais in der Ludwigstraße.
12. 6 1944 - Eine Brandbombe zerstört das Haus Richard-Wagner-Straße 13
München-Maxvorstadt * Eine Brandbombe zerstört den Dachstuhl des Hauses Richard-Wagner-Straße 13.
1926 - Die Abbrucharbeiten an der Heß-Villa in der Luisenstraße 35 beginnen
München-Maxvorstadt * Die Abbrucharbeiten an der Heß-Villa in der Luisenstraße 35 beginnen.
6. 5 2019 - Eine Gedenktafel für die ermordeten Kolpinggesellen
München-Maxvorstadt * Am Prinz-Georg-Palais am Karolinenplatz 5, dem Sitz des Sparkassenverbands Bayern, wird eine Gedenktafel zur Erinnerung an die Ermordung von 21 Kolpinggesellen am 6. Mai 1919 enthüllt.
Das Andenken an die grausamen Vorgänge vor 100 Jahren kam aufgrund einer Initiative von Frau Dr. Hella Schlumberger zustande. Zur Realisierung des Denkmals trägt das Kolpingwerk, die Versicherungskammer Bayern, der Sparkassenverband Bayern und die Landeshauptstadt München bei.
1956 - Die Richard-Wagner-Straße 11 geht an die rechtmäßigen Erben
München-Maxvorstadt * Das Anwesen Richard-Wagner-Straße 11 wird an die rechtmäßigen Erben Dr. Walter und Nelly Zeckendorf zurückgegeben.
28. 8 1938 - Jenny Zeckendorf stirbt
München-Maxvorstadt * Jenny Zeckendorf, Eigentümerin des Anwesens Richard-Wagner-Straße 11, stirbt. Das Haus geht in den Besitz der Kinder Dr. Walter und Nelly Zeckendorf über, die aber bereits nach New York emigriert sind. Sie bleiben offizielle Besitzer bis zum Jahr 1941.
1986 - Das Anwesen Richard-Wagner-Straße 11 wird generalsaniert
München-Maxvorstadt * Das Anwesen Richard-Wagner-Straße 11 wird generalsaniert.
6. 10 1911 - Das Heß‘sche Anwesen in der Luisenstraße 35 wird versteigert
München-Maxvorstadt * Das Heß‘sche Anwesen in der Luisenstraße 35 wird versteigert.
30. 4 2015 - Das NS-Dokumentationszentrum wird eröffnet
München-Maxvorstadt * Das NS-Dokumentationszentrum an der Brienner Straße wird als Lern- und Erinnerungsort eröffnet. An diesem Tag jährt sich die „Befreiung Münchens“ vom NS-Terror durch die US-Streitkräfte zum 70. Mal.
27. 8 1922 - Der Deutsche Katholikentag in München wird eröffnet
München - München-Maxvorstadt * Der Deutsche Katholikentag in München wird eröffnet. Für die anreisenden Zehntausenden von Gläubigen wird ein großer Festgottesdienst auf dem Königsplatz abgehalten, bei dem sich die katholische Kirche mit eindrucksvollem Gepränge darstellt. Die Straßen der Stadt sind mit Fahnen geschmückt, nur das Schwarz-Rot-Gold der Weimarer Republik ist demonstrativ vergessen worden.
Kardinal Michael von Faulhaber enthält sich bei dieser zur politischen Kundgebung umgestalteten Veranstaltung weder politischer noch demokratiefeindlicher Äußerungen und ruft in seiner Ansprache zum Kampf der Kirche gegen den Staat auf:
„Wehe dem Staat,
- der seine Rechtsordnung und Gesetzgebung nicht auf den Boden der Gebote Gottes stellt,
- der eine Verfassung schafft ohne den Namen Gottes,
- der die Rechte der Eltern in seinem Schulgesetz nicht kennt,
- der die Theaterseuche und die Kinoseuche nicht fernhält von seinem Volk,
- der Gesetze gibt, die die Ehescheidung erleichtern,
- die die uneheliche Mutterschaft in Schutz nehmen“.
Diesem Satz folgt ein - von den dicht gedrängten Besuchern stürmisch bejubelter - rhetorischer Tiefschlag gegen die Republik und ihrer Gründer: „Die Revolution war Meineid und Hochverrat und bleibt in der Geschichte erblich belastet und mit dem Kainsmal gezeichnet“. Diese Worte wirken, wie Faulhaber später einmal recht zufrieden feststellt, wie eine Bombe. Der Kardinal versagt sich damit wieder einmal - mit seiner ganzen Autorität und in der Öffentlichkeit - der Weimarer Republik und bereitet damit - ohne das möglicherweise direkt zu beabsichtigen - Adolf Hitler den Weg.
Schon damals stellt die sozialdemokratische Münchener Post unter der Überschrift „Wohin des Wegs, Herr Kardinal?“ fest: „Seine Ansichten sind ein Beweis für den Machthunger der römischen Kirche und ihres Klerus, die nicht mit dem Staat in Frieden und Verträglichkeit zusammenleben, sondern ihn um jeden Preis beherrschen wollen.“
Die in Anwesenheit der Spitzen von Kirche, Staat und Gesellschaft gemachten Aussagen des Kardinals führen allerdings auch zu einem „weltweit hallenden Eklat“ und veranlasst die - konservative - Reichsregierung, sich bei Papst Pius XI. zu beschweren. Damit, dass sich ein Widerstand derjenigen Katholiken formiert, die im neuen Staat ehrlich mitarbeiten wollen, hat Faulhaber nicht gerechnet.
9. 4 2014 - Die Eröffnung des NS-Dokumenationszentrum muss verschoben werden
München-Maxvorstadt * Die bisher für den 9. November 2014 vorgesehene Eröffnung des NS-Dokumenationszentrum als Lern- und Erinnerungsort muss auf den 30. April 2015 verschoben werden.
8. 7 1938 - Martin Bormann verlangt die Erfassung jüdischer Wohnsituationen
München * Martin Bormann, Stabsleiter im Braunen Haus, verlangt die genaue
- Erfassung jüdischer Hauseigentümer,
- an Nicht-Juden vermietete Wohnungen von jüdischen Hauseigentümern,
- an Juden vermietete Wohnungen,
- eigenen Wohnraum und leerstehende Wohnungen,
- um so eine planmäßige Lösung von Mietverhältnissen mit Juden möglich zu machen,
- eine Einengung zu erreichen,
- mehrere Familien in größere jüdische Wohnungen zusammenzulegen,
- Juden von Nicht-Juden zu trennen und
- dabei möglichst keine Ghettobildung zuzulassen“.
1905 - Dem Ehepaar Hanfstängl gehört das Anwesen Richard-Wagner-Straße 9
München-Maxvorstadt * Das „Rentier-Ehepaar“ Hanfstängl ist Eigentümer des Anwesens Richard-Wagner-Straße 9.
1904 - Das Anwesen in der Richard-Wagner-Straße 9
München-Maxvorstadt * Dem Kaufmanns-Ehepaar Held gehört das Anwesen Richard-Wagner-Straße 9.
6. 5 1919 - 21 Kolpinggesellen werden im Keller des Prinz-Georg-Palais ermordet
München-Maxvorstadt * Etwa dreißig Mitglieder des Katholischen Gesellenvereins Sankt-Joseph treffen sich in ihrem Vereinslokal, dem Maxkasino, in der Augustenstraße 41. Dem preußischen Kaiser-Alexander-Garde-Grenadier-Regiment war zuvor von einem Denunzianten mitgeteilt worden, dass dort am Abend eine Versammlung von Rotarmisten stattfindet.
Noch während sich im Kasino die Vereinsmitglieder unterhalten, wird das „Spartakistennest“ von Regierungssoldaten beobachtet und 25 Teilnehmer sowie der Wirt kurz vor 21 Uhr verhaftet.
Die Möglichkeit, gegenüber den Soldaten das Missverständnis aufzuklären und sich zu legitimieren, wird von diesen gewaltsam unterbunden. Erste Gewehrkolbenhiebe gegen die Arretierten und Zurechtweisungen sind die Folge. Mit dem Abmarsch zum Quartier des Alexander-Regiments beginnt der weitere Leidensweg für die Gefangenen, denn bald geht die Begleitmannschaft dazu über, die angeblichen Spartakisten nicht nur zu beschimpfen, sondern auch mit Pistolen und Gewehren auf sie einzuschlagen.
Nun werden die 26 katholischen Gefangenen in das Prinz-Georg-Palais am Karolinenplatz 5 gebracht. Im Hof beginnt das eigentliche Massaker. Sechs der Gesellen werden im hinteren Teil des Hofes gegen das Tor eines Schuppens gestoßen. Dann eröffnen die Soldaten mit Gewehren und Pistolen das Feuer, bis alle sechs tot sind. Die verbliebenen zwanzig Kolpinggesellen werden zum Eingang des Kellers geführt. Dort erwischt es einen siebten Gefangenen. Er wird auf den Boden geworfen und mit einem gezielten Pistolenschuss ermordet.
Die Übrigen werden jetzt zur Zielscheibe sadistischer Spiele ihrer Peiniger. Man stößt sie mit Flüchen und Beschimpfungen die Treppe zum Keller hinunter. Dort müssen sie sich mit dem Gesicht nach unten auf den Boden legen. Dann beginnen die Erschießungen. Auf grauenhafte Weise werden 14 Kolpinggesellen ermordet. Wer nicht durch die Schüsse stirbt, wird mit dem Bajonett erstochen. Manche Gefangene stellen sich tot oder sind bewusstlos.
Nur durch das Eingreifen eines hohen Offiziers wird das Morden beendet. Nach dem Massaker werden 21 Tote in das Pathologische Institut gebracht. Unter den Erschossenen befinden sich zwei Brüderpaare, bei zwei weiteren wird jeweils einer getötet. Zwei Schwerverletzte werden in das Reservelazarett an der Zollstraße eingeliefert. Drei Opfer brauchen keine Krankenhausbehandlung.
Alle Ermordeten sind eingeschriebene Mitglieder der konservativen Bayerischen Volkspartei - BVP. Der Fall wird deshalb vor Gericht ausführlich untersucht. Man ist jedoch von Regierungsseite geneigt, nichts mehr über den Vorfall an die Presse zu geben. Die Folge davon ist, dass die von den Militärbehörden erstellten unwahren Berichte überall, auch im Ausland, Verbreitung finden.
Ansonsten achten die Zensurbehörden streng darauf, dass keine publikumswirksame Veröffentlichung über das blutige Geschehen unter die Leute kommen können. So wird beispielsweise die Sondernummer der Süddeutschen Illustrierten Kriminal-Zeitung vom November 1919, die darüber berichtet, sofort nach ihrem Erscheinen beschlagnahmt.
29. 5 1960 - Das Kavallerie-Denkmal vor dem Hauptstaatsarchiv wird enthüllt
München-Maxvorstadt * Das Kavallerie-Denkmal vor dem Hauptstaatsarchiv wird enthüllt. Der Wehrmachtsgeneral a.D. Dietrich von Saucken lobt dabei die Eigenschaft der „Deutschen Soldatenpferde“ und die sich daraus ergebenden Charaktereigenschaften: „Fromm, willig und ausdauernd bis zum letzten Atemzug“, lautet seine Analyse.
Der Entwurf zu dem überlebensgroßen, ungesattelten Bronzepferd stammt von dem Bildhauer Bernhard Bleeker, der schon den toten Soldaten im Kriegerdenkmal im Hofgarten geschaffen hat.
9. 9 1938 - Der Brauereiunternehmer Joseph Schülein stirbt
München-Maxvorstadt * Joseph Schülein, Gründer der Unionsbrauerei und einer der prägenden Münchner Brauereiunternehmer seiner Zeit, stirbt im Alter von 84 Jahren in München. Mit ihm verliert die Stadt eine Persönlichkeit, die die Entwicklung der Münchner Brauwirtschaft über Jahrzehnte maßgeblich mitgestaltet hat.
6. 9 1909 - Die Familie Schülein bezieht ihr Haus in der Richard-Wagner-Straße 7
München-Maxvorstadt * Die Familie von Joseph Schülein bezieht ihr Haus in der Richard-Wagner-Straße 7. Das repräsentative Anwesen verfügt über zwölf Zimmer und fünf Kammern. Zum Haushalt gehören zudem zwei Dienstbotinnen, wie es in wohlhabenden Bürgerfamilien der Zeit üblich ist. Joseph Schülein lebt hier bis zu seinem Tod am 9. September 1938.
Nach 1946 - Die Richard-Wagner-Straße 7 wird an die Familie Schülein zurückgegeben
München-Maxvorstadt * Das Anwesen in der Richard-Wagner-Straße 7 geht nach dem Ende der nationalsozialistischen Herrschaft wieder in den Besitz der Erbengemeinschaft Schülein über. Die Rückgabe ist Teil der Wiederherstellung von Eigentumsrechten, die der Familie durch die Verfolgungs- und Enteignungspolitik des NS-Regimes entzogen worden waren.
21. 6 1962 - Die Schwabinger Krawalle beginnen
München-Schwabing * An Fronleichnam, einem katholischen Feiertag in Bayern, beginnen die sogenannten „Schwabinger Krawalle“. Das erste Aufeinandertreffen zwischen Polizei und etwa 50 Zuhörern von drei Gitarrenspielern erfolgt gegen 21:45 Uhr - weit weg von jedem Wohnblock - im Englischen Garten am Monopteros. Doch es läuft glimpflich ab, denn die Jugendlichen folgen der Aufforderung der Polizei und gehen auseinander.
Eine knappe halbe Stunde später löst am Wedekindplatz eine andere Streifenwagenbesatzung - ebenfalls ohne größere Probleme - eine aus etwa 150 Personen bestehende Ansammlung auf, die sich um drei Gitarristen gruppiert hat.
Um 22:35 Uhr kommt es an der Leopold-/Ecke Martiusstraße zum dritten Polizeieinsatz und daraus resultierend zur tätlichen Auseinandersetzung zwischen der Polizei und einer aus etwa 200 Personen bestehenden Gruppe, die sich um fünf Gitarristen gebildet hat. Die Band besteht aus den Gymnasiasten Michael Erber und Klaus Olbrich, den Lehrlingen Wolfram Kunkel und Hans (Sitka) Wunderlich und dem jungen Schreiner Rüdiger Herzfeldt. Sie singen und spielen russische Volkslieder.
Nachdem sich einige Anwohner über die Störung der Nachtruhe bei der Polizei beschwert haben, treffen zwei Beamte am „Tatort“ ein und fordern die jungen Gitarrespieler zum Einsteigen in den Funkstreifenwagen auf. Das Einschreiten der Polizei gegen die Musiker wird von den Zuhörern - „spontan und ohne vorherige Planung“ - als Festnahme gedeutet.
Diese artikulieren daraufhin ihren Unmut ziemlich laut und unmissverständlich. Es kommt zu Rangeleien mit den Ordnungshütern, die nun ihrerseits Verstärkung anfordern, nachdem die Randalierer die Luft aus den Reifen des Polizeiautos lassen. Mit einem ersten Gummiknüppeleinsatz kann die Polizei die auf mehrere hundert Menschen angewachsenen Protestierer vom Schauplatz abdrängen. Kaum dass die Polizisten abgerückt sind, läuft eine noch größere Menschenmenge als zuvor (Schätzungen sprechen von 5.000 Personen) auf die Leopoldstraße und blockiert den Auto- und Straßenbahn-Verkehr mit Stühlen und indem sie sich selbst auf der Straße niederlassen.
Erst nach der zweimaligen Räumung der Straße und der Festnahme von 41 Personen erklärt die Polizei um 1:40 Uhr den Einsatz für beendet. Laut Polizeibericht kommen 90 Beamte zum Einsatz. Zwei Protestierer werden nachträglich zur Anzeige gebracht.
7. 5 2013 - Das Lenbachhaus wird wieder eröffnet
München-Maxvorstadt * Das Lenbachhaus wird nach einem umfänglichen und aufwändigen Umbau wieder eröffnet.
24. 6 1892 - Otto von Bismarck samt Gemahlin halten sich bis 26. Juni in München auf
München - München-Maxvorstadt * Otto von Bismarck samt Gemahlin halten sich bis 26. Juni in München auf. Sie wohnen in der Künstlerresidenz Franz von Lenbachs.
9. 5 1897 - Friedensfeier der Münchner Schuljugend am Königsplatz
München-Maxvorstadt * Am Vortag der Grundsteinlegung für das Friedensmonument findet die Friedensfeier der Münchner Schuljugend mit 20.000 beteiligten Kindern auf dem Königsplatz statt.
8. 6 1945 - Der Soldatensender AFN nimmt seinen Betrieb auf
München-Maxvorstadt * Der Soldatensender American Forces Network - AFN nimmt von der Kaulbachstraße 15 aus seinen Betrieb auf. Die technischen Einrichtungen sind vorhanden, weil die Gauleiter Adolf Wagner und Paul Giesler ihre Informationen von hier aus über Kabel direkt zum Sender Ismaning übertragen haben.
29. 3 1416 - Die jüdische Gemeinde erhält einen Friedhof bei München
München * Die Herzöge Ernst und Wilhelm überlassen der jüdischen Gemeinde ein Grundstück „bei dem perg zwischen Moosach und dem Rennweg“ als Begräbnisstätte. Dafür ist jährlich ein Zins von vier ungarischen Gulden zu entrichten. Die Gemeinde kann ihre Verstorbenen nun vor Ort bestatten; zuvor bringt sie sie zur Beisetzung nach Regensburg.
Die genaue Lage des mittelalterlichen Friedhofs ist nicht gesichert. Das Haus der Bayerischen Geschichte vermutet ihn im Bereich des heutigen Maßmannparks; sichtbare Spuren sind nicht erhalten.
28. 4 1919 - Kommunisten besetzen das Wittelsbacher Palais
München * Am Nachmittag besetzen Kommunisten das Wittelsbacher Palais, den Sitz des Aktionsausschusses.
7 1950 - Richard-Wagner-Straße 3 wird als Verwaltungsgebäude errichtet
München-Maxvorstadt * Das Gebäude in der Richard-Wagner-Straße 3 wird in Anlehnung an das Eckhaus an der Brienner Straße als Verwaltungsgebäude errichtet.
18. 10 1833 - Der Grundstein für den Obelisken auf dem Carolinenplatz wird gelegt
München-Maxvorstadt * Der Grundstein für den Obelisken auf dem Carolinenplatz wird gelegt. Er ist ein Denkmal für die im Russlandfeldzug Napoleons umgekommenen bayerischen Soldaten.
1922 - Der päpstliche Nuntius Eugenio Pacelli bewohnt das Seyssel-Palais
München-Maxvorstadt * Bis 1925 bewohnt der päpstliche Nuntius“Eugenio Pacelli, der spätere Papst Pius XII., während des Umbaus der Nuntiatur in der Brienner Straße die Räume des Seyssel-Palais in der Kaulbachstraße 13.
Ab dem 21. 10 1918 - Fluchtpläne für die königliche Familie werden erarbeitet
München * Fluchtpläne für die königliche Familie werden erarbeitet. Der Zufluchtsort für die königliche Familie soll Würzburg sein. Dorthin will sie sich begeben, falls die bayerische Haupt- und Residenzstadt München beschossen oder gar von Feinden besetzt werden sollte. Alle beweglichen Kostbarkeiten aus der Schatzkammer und der Reichen Kapelle der Residenz werden zum Abtransport verpackt.
Bei einer Revolution könnte nach Einschätzung von Prinzessin Wiltrud alles verloren sein. Dann „sind wir sehr, sehr arm, denn Barvermögen ist wenig da“.
1950 - Das Französische Konsulat bezieht die Räume der Kaulbachstraße 13
München-Maxvorstadt * Ein Jahr nach der Gründung der BRD werden offizielle diplomatische Beziehungen mit Frankreich aufgenommen. Das Französische Konsulat bezieht die Räume der Kaulbachstraße 13, die zuvor der NS-Ministerpräsident Ludwig Sieber bewohnt hat.
Das Französische Konsulat sieht ihre Hauptaufgabe in der Wiederbelebung der durch den Krieg zerrissenen kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich.
31. 5 1934 - Nuntius Alberto Vassallo di Torregrossa beendet offiziell seine Tätigkeit
München * Der päpstliche Nuntius Alberto Vassallo di Torregrossa beendet offiziell seine Tätigkeit in München.
10. 5 1933 - Die Bücherverbrennung auf dem Königsplatz
München-Maxvorstadt * Um 19:45 Uhr beginnt im Lichthof der Universität München eine „Feier der nationalen Revolution“ statt. Die Festrede hält Kultusminster Hans Schemm. Eingerahmt von der „Egmont-Ouvertüre“ folgt die Übergabe des neuen Studentenrechts, ein Treuegelöbnis, ein „Appell an die studentische Verantwortung“ und schließlich das Absingen des „Horst-Wessel-Liedes“. Im Anschluss an die Feier beginnt ein Großer Fackelzug. Dazu werden ab 20:30 Uhr am rückwärtigen Ausgang der Universität gegen Gutschein Fackeln ausgegeben.
Um 22:00 Uhr bewegt sich der Fackelzug in Richtung Königsplatz. Die freiwilligen und begeisterten Teilnehmer in Uniform oder dunklem Anzug ziehen an der mit einer roten Flammenkette geschmückten Feldherrnhalle vorbei zum mit Flaggen und Pylonen festlich ausgestatteten Königsplatz, wo um 23:30 Uhr circa 50.000 überwiegend akademisch gebildete Nationalsozialsten und ihre Sympathisanten einen großen „Verbrennungsakt“ beginnen.
Auf dem Rasen vor der heutigen Antikensammlung am Königsplatz ist ein riesiger Scheiterhaufen aus Holz und Stroh errichtet worden. Zunächst hält ein studentischer Funktionär eine Ansprache zur „Ausmerzung undeutscher Schriften“. Danach werfen uniformierte Studenten unter Verlesung von „Feuersprüchen“ die mitgeführten Bücher ins Feuer. In Anlehnung an das Wartburgfest verbrennen sie die „volkszersetzenden Schriften kommunistischer, marxistischer, pazifistischer Haltung (vielfach aus jüdischer Feder stammend) als Symbol der Abkehr vom undeutschen Geist“.
30. 5 1934 - Die päpstliche Nuntiatur in München wird aufgelöst
München-Maxvorstadt * Die päpstliche Nuntiatur in München wird aufgelöst.
14. 7 1925 - Der päpstliche Nuntius Eugenio Pacelli übersiedelt nach Berlin
München - Berlin * Der päpstliche Nuntius Eugenio Pacelli gibt nach dem erfolgreichen Abschluss des Bayerischen Konkordats sein Amt in München auf, um sich auf seine Aufgaben in Berlin zu konzentrieren.
1890 - Franz von Lenbachs Residenz ist fertiggestellt
München-Maxvorstadt * Franz von Lenbachs Residenz an der Luisenstraße 33 ist fertiggestellt.
5. 10 1896 - Franz von Lenbach heiratet Charlotte von Hornstein
München * Franz von Lenbach heiratet Charlotte „Lolo“ von Hornstein.
Erstellung: 1899
Baustil: Neurenaissance
Erstellung: 1900
Baustil: Jugendstil
Baustil: Neurenaissance
Architekt: Schwiening Adolf, Eggers Hartwig
Baustil: Neubarock
Erstellung: 1901
Baustil: Jugendstil
Baustil: Neurenaissance
Architekt: Dinglreiter Ludwig, Brüchle August
Baustil: historisierend
Erstellung: 1905
Architekt: Brüchle August, Dinglreiter Ludwig
Baustil: deutsche Renaissance
Erstellung: 1903
Baustil: Jugendstil
Baustil: Jugendstil
Baustil: Jugendstil
Baustil: Jugendstil
Baustil: Jugendstil
Baustil: Jugendstil
Erstellung: 1899
Architekt: Neureuther Gottfried von, Thiersch Friedrich von
Erstellung: 1874
Architekt: Seybold Ambrosius, Neureuther Gottfried von
Baustil: Neurenaissance
Erstellung: 1872
Baustil: Neurenaissance
Baustil: neubarock
Baustil: Jugendstil
Baustil: Neurenaissance
Baustil: Jugendstil
Baustil: Jugendstil
Architekt: Neureuthers Gottfried von, Thiersch Friedrich von
Baustil: Neurenaissance
Erstellung: 1865
Architekt: Mayr Franz Xaver sen., Himbsel Johann Heinrich
Baustil: Klassizismus
Erstellung: 1827
Baustil: Jugendstil
Architekt: Gärtner Friedrich von, Bestelmeyer German
Baustil: Klassizismus
Erstellung: 1840
Baustil: Jugendstil
Baustil: Jugendstil
Erstellung: 1931
Baustil: Jugendstil
Baustil: Jugendstil
Baustil: Jugendstil
Baustil: Jugendstil
Baustil: Neurenaissance
Baustil: Jugendstil
Architekt: Gärtner Friedrich von, Metzger Eduard, Roth Otto, Wiedemann Josef
Baustil: Klassizismus
Erstellung: 1850
Baustil: Jugendstil
Baustil: Jugendstil
Baustil: Jugendstil
Erstellung: 1850
Baustil: Jugendstil
Architekt: Heilmann und Littmann
Baustil: neuklassizistisch
Erstellung: 1911
Architekt: Gärtner Friedrich von, Gießl Franz
Baustil: Rundbogenstil
Erstellung: 1839
Architekt: Gärtner Friedrich von, Röschenauer Rudolf
Baustil: Klassizismus
Erstellung: 1839
Baustil: Jugendstil
Architekt: Thiersch Friedrich von
Baustil: neuklassizistisch
Erstellung: 1911
Erstellung: 1860
Baustil: Jugendstil
Erstellung: 1897
Architekt: Wentzel Adolf, Wolfskehl Karl, George Stefan
Baustil: Jugendstil
Erstellung: 1903
Erstellung: 1959
Baustil: Jugendstil
Baustil: Neurenaissance
Architekt: Heilmann und Littmann
Baustil: deutsche Renaissance
Erstellung: 1907
Baustil: Neurenaissance
Erstellung: 1800
Erstellung: 1800
Baustil: spätklassizistisch
Baustil: Jugendstil
Erstellung: 1850
Erstellung: 1896
Baustil: Neurenaissance
Architekt: Defregger Hans, Pixis Oskar
Baustil: Historismus
Erstellung: 1924
Baustil: spätklassizistisch
Architekt: Deiglmayr Ludwig sen.
Baustil: Neurenaissance
Erstellung: 1895
Baustil: Jugendstil
Architekt: Lenbach Franz von, Seidl Gabriel von
Baustil: Neurenaissance
Erstellung: 1891
Baustil: Jugendstil
Baustil: Jugendstil
Baustil: Jugendstil
Baustil: Jugendstil
| Entfernung | Straße | Name | Von | Bis | Route |
|---|---|---|---|---|---|
| 154 m | Zieblandstraße 1 | May Karl | 0 | 0 | |
| 165 m | Arcisstraße 46 | Ringelnatz Joachim | 0 | 0 | |
| 182 m | Arcisstraße 44 | Keyserling Eduard von | 1895 | 1895 | |
| 196 m | Schellingstraße 62 | Osteria Bavaria | 0 | 0 | |
| 197 m | Schraudolphstraße 36 München 36 | Graf Oskar Maria | 0 | 0 | |
| 214 m | Zieblandstraße 11 | Karlstadt Liesl | 1892 | 0 | |
| 246 m | Blütenstraße 8 | Rilke Rainer Maria | 0 | 0 | |
| 247 m | Schellingstraße 50 | Fotoatelier Heinrich Hoffmann | 0 | 0 | |
| 249 m | Schellingstraße 50 | Parteizentrale der NSDAP | 1925 | 1931 | |
| 250 m | Schellingstraße 53 | Ibsen Henrik | 0 | 0 | |
| 263 m | Schellingstraße 49 | Strauss Franz Josef | 1915 | 1931 | |
| 272 m | Schellingstraße 44 | Strauss Franz Josef | 1931 | 0 | |
| 279 m | Barer Straße 37 | Graf Oskar Maria | 1919 | 1931 | |
| 301 m | Schellingstraße 39 | Druckerei des Völkischen Beobachters | 0 | 0 | |
| 305 m | Georgenstraße 35 | Kandinsky Wassily | 1898 | 1901 | |
| 316 m | Türkenstraße 69 | Wedekind Frank | 0 | 0 | |
| 319 m | Rambergstraße 3 | Althaus Peter Paul | 0 | 0 | |
| 319 m | Rambergstraße 3 | Keyserling Eduard von | 1895 | 1899 | |
| 320 m | Heßstraße 9 | George Stefan | 1893 | 1894 | |
| 320 m | Türkenstraße 81 | Reventlow Franziska zu | 0 | 0 | |
| 323 m | Heßstraße 5 | Nietsche Friedrich | 0 | 0 | |
| 337 m | Schellingstraße 33 | Marc Franz | 0 | 0 | |
| 343 m | Türkenstraße 94 | Elser Georg | 0 | 0 | |
| 344 m | Türkenstraße 57 | Simplicissimus | 1903 | 1913 | |
| 348 m | Schellingstraße 43 | Walser Robert | 1901 | 1902 | |
| 361 m | Georgenstraße 27 | Reventlow Franziska zu | 0 | 0 | |
| 361 m | Georgenstraße 29 | Reventlow Franziska zu | 1897 | 1898 | |
| 388 m | Heßstraße 34 | Pension Fuchs | 0 | 0 | |
| 391 m | Akademiestraße 9 | Mühsam Erich | 0 | 0 | |
| 392 m | Luisenstraße 62 | May Karl | 0 | 0 | |
| 394 m | Heßstraße 34 | Klages Ludwig | 1893 | 0 | |
| 405 m | Schellingstraße 27 | Wedekind Frank | 0 | 0 | |
| 415 m | Georgenstraße 34 | Heymann Werner Richard | 0 | 0 | |
| 425 m | Schellingstraße 92 | Reventlow Franziska zu | 0 | 0 | |
| 431 m | Schellingstraße 23 | Ringelnatz Joachim | 1909 | 0 | |
| 435 m | Adalbertstraße 34 | Wedekind Frank | 0 | 0 | |
| 437 m | Türkenstraße 35 | Mann Heinrich | 0 | 0 | |
| 449 m | Türkenstraße 52 | Endell August | 0 | 0 | |
| 454 m | Agnesstraße 2 | Fauser Jörg | 0 | 0 | |
| 456 m | Akademiestraße 15 | Brecht Bertold | 1923 | 0 | |
| 457 m | Akademiestraße 15 | Zuckmayer Carl | 0 | 0 | |
| 462 m | Amalienstraße 81 | Dietz Elmar | 1923 | 0 | |
| 468 m | Theresienstraße 66 | Reventlow Franziska zu | 0 | 0 | |
| 472 m | Heßstraße 46 | Reventlow Franziska zu | 0 | 0 | |
| 490 m | Akademiestraße 11 | Toller Ernst | 1917 | 0 | |
| 495 m | Friedrichstraße 1 | Kandinsky Wassily | 1901 | 1904 | |
| 497 m | Friedrichstraße 1 | Münter Gabriele | 0 | 1904 | |
| 509 m | Adalbertstraße 4 | Brenninger Georg | 0 | 0 | |
| 517 m | Isabellastraße 20 | Lempp Albert | 0 | 0 | |
| 523 m | Georgenstraße 24 | Brecht Bertold | 1920 | 0 | |
| 524 m | Georgenstraße 24 | Feuchtwanger Lion | 1917 | 0 | |
| 532 m | Elisabethstraße 5 | Heß Rudolf | 0 | 0 | |
| 533 m | Theresienstraße 46 | Carossa Hans | 1914 | 1929 | |
| 537 m | Konradstraße 11 | Mann Thomas | 1902 | 1904 | |
| 545 m | Friedrichstraße 2 | Holm Korfix | 0 | 0 | |
| 549 m | Zieblandstraße 23 | Reventlow Franziska zu | 0 | 0 | |
| 550 m | Amalienstraße 48 | Walser Robert | 1900 | 1901 | |
| 550 m | Türkenstraße 36 | Thoma Ludwig | 0 | 0 | |
| 554 m | Elisabethstraße 8 | Elsner Gisela | 0 | 0 | |
| 554 m | Akademiestraße 7 | Toller Ernst | 1918 | 0 | |
| 567 m | Georgenstraße 16 | Thiersch Friedrich von | 1889 | 1921 | |
| 570 m | Amalienstraße 44 | Klingenbeck Walter | 1924 | 1942 | |
| 579 m | Heßstraße 35 | Drexler Franz | 1899 | 0 | |
| 582 m | Theresienstraße 106 | Kubin Alfred | 0 | 0 | |
| 582 m | Theresienstraße 106 | Heuss Theodor | 0 | 0 | |
| 587 m | Friedrichstraße 4 | Marc Franz | 1907 | 1908 | |
| 587 m | Franz-Joseph-Straße 42 | Wedekind Frank | 0 | 0 | |
| 587 m | Friedrichstraße 4 | Lipps Theodor | 1894 | 1908 | |
| 602 m | Franz-Joseph-Straße 37 | Igelhoff Peter | 0 | 0 | |
| 603 m | Elisabethstraße 13 | Kruk Gregor | 0 | 0 | |
| 604 m | Türkenstraße 30 | Wedekind Frank | 0 | 0 | |
| 625 m | Römerstraße 1 | Pieper Reinhard | 0 | 0 | |
| 631 m | Tengstraße 26 | Althaus Peter Paul | 0 | 0 | |
| 631 m | Tengstraße 26 | Hausenstein Wilhelm | 1913 | 1914 | |
| 631 m | Tengstraße 26 | Frank Leonhard | 1950 | 0 | |
| 634 m | Schellingstraße 3 | Keyserling Eduard von | 1900 | 1900 | |
| 640 m | Theresienstraße 23 | Morgenstern Christian | 0 | 0 | |
| 650 m | Georgenstraße 3 | Brenninger Georg | 0 | 0 | |
| 660 m | Kurfürstenstraße 30 | Kieselbach Luise | 1912 | 1929 | |
| 664 m | Römerstraße 4 | Hoegner Wilhelm | 0 | 0 | |
| 668 m | Amalienstraße 25 | Café Stefanie | 0 | 0 | |
| 711 m | Theresienstraße 63 | Diefenbach Karl Wilhelm | 0 | 0 | |
| 737 m | Augustenstraße 75 | Georg Busch | 1891 | 1909 | |
| 755 m | Luwigstraße 28 | Haus des Deutschen Rechts | 0 | 1945 | |
| 756 m | Gabelsbergerstraße 51 | Lenin Iljitsch Uljanow | 0 | 0 | |
| 756 m | Leopoldstraße 10 | Nemes Marzell | 0 | 0 | |
| 757 m | Georgenstraße 105 | Mühsam Erich | 1915 | 1919 | |
| 762 m | Leopoldstraße 4 | Die Insel | 0 | 0 | |
| 765 m | Ludwigstraße 18 | Scheffel Joseph Viktor | 0 | 0 | |
| 767 m | Barer Straße 19 | Montez Lola | 1847 | 1848 | |
| 769 m | Theresienstraße 9 | Schmeller Johann Andreas | 1836 | 1852 | |
| 770 m | Leopoldstraße 13 | Leopold Prinz von Bayern | 0 | 0 | |
| 776 m | Leopoldstraße 10 | Hausenstein Wilhelm | 1919 | 1919 | |
| 779 m | Franz-Joseph-Straße 20 | Hartmann Karl Amadeus | 0 | 0 | |
| 783 m | Ainmillerstraße 34 | Rilke Rainer Maria | 1918 | 1919 | |
| 783 m | Leopoldstraße 10 | Herzog Wilhelm | 0 | 0 | |
| 784 m | Ludwigstraße 18 | Gärtner Friedrich von | 1914 | 0 | |
| 790 m | Leopoldstraße 4 | Schröder Rudolf Alexander | 0 | 0 | |
| 790 m | Leopoldstraße 4 | Heymel Alfred Walter | 0 | 0 | |
| 792 m | Ainmillerstraße 32 | Klee Paul | 0 | 0 | |
| 799 m | Franz-Joseph-Straße 18 | Reznicek Ferdinad von | 0 | 0 | |
| 799 m | Franz-Joseph-Straße 18 | Thöny Eduard | 0 | 0 | |
| 799 m | Franz-Joseph-Straße 18 | Wilke Rudolf | 0 | 0 | |
| 800 m | Ohmstraße 20 | Hausenstein Wilhelm | 1926 | 1932 | |
| 801 m | Leopoldstraße 20 | Moshammer Rudolph | 0 | 0 | |
| 802 m | Franz-Joseph-Straße 9 | Bachmann Ingeborg | 1958 | 1958 | |
| 802 m | Franz-Joseph-Straße 13 | Scholl Hans | 1942 | 1943 | |
| 802 m | Franz-Joseph-Straße 13 | Scholl Sophie | 1942 | 1943 | |
| 807 m | Ainmillerstraße 36 | Kandinsky Wassily | 0 | 0 | |
| 807 m | Ainmillerstraße 36 | Münter Gabriele | 1908 | 1915 | |
| 808 m | Schackstraße 4 | Münter Gabriele | 0 | 0 | |
| 810 m | Ainmillerstraße 30 | Stepun Fedor | 1952 | 1965 | |
| 812 m | Hohenzollernstraße 61 | Gildo Rex | 0 | 0 | |
| 813 m | Luisenstraße 22 | Heyse Paul von | 1874 | 1914 | |
| 816 m | Römerstraße 16 | Wolfskehl Karl | 1909 | 1921 | |
| 816 m | Ainmillerstraße 28 | Plehn Marianne | 0 | 0 | |
| 818 m | Römerstraße 16 | George Stefan | 1909 | 1916 | |
| 818 m | Fürstenstraße 6 | Rheinberger Joseph | 1867 | 1901 | |
| 820 m | Ainmillerstraße 28 | Plehn Marianne von | 1913 | 1944 | |
| 828 m | Franz-Joseph-Straße 9 | Thoma Ludwig | 1905 | 1905 | |
| 833 m | Agnesstraße 48 | Leitl Ludwig | 0 | 0 | |
| 833 m | Agnesstraße 48 | Holthusen Hans Egon | 1950 | 0 | |
| 842 m | Ainmillerstraße 19 | Keyserling Eduard von | 1901 | 1918 | |
| 844 m | Kaulbachstraße 63 | Reventlow Franziska zu | 1903 | 1906 | |
| 845 m | Richard-Wagner-Straße 27 | Gerlich Fritz | 0 | 1934 | |
| 851 m | Ohmstraße 3 | Brecht Bertold | 1922 | 0 | |
| 854 m | Kaulbachstraße 69 | Defregger Franz von | 0 | 0 | |
| 860 m | Theresienstraße 148 | Heine Thomas Theodor | 1894 | 1901 | |
| 868 m | Kaulbachstraße 63 | Brecht Bertold | 1918 | 0 | |
| 869 m | Hohenzollernstraße 110 | Heisenberg Werner | 0 | 0 | |
| 877 m | Kaulbachstraße 41 | Bierbaum Otto Julius | 0 | 0 | |
| 877 m | Hohenzollernstraße 31 | Ringelnatz Joachim | 1920 | 1930 | |
| 879 m | Hohenzollernstraße 83 | Hausenstein Wilhelm | 1915 | 1919 | |
| 884 m | Hohenzollernstraße 56 | May Karl | 0 | 0 | |
| 886 m | Kaulbachstraße 62 | Schaumann Ruth | 0 | 0 | |
| 892 m | Wilhelmstraße 3 | Gasteiger Mathias | 0 | 0 | |
| 894 m | Kaulbachstraße 35 | Dauthendey Max | 0 | 0 | |
| 895 m | Kaulbachstraße 35 | Huch Ricarda | 0 | 0 | |
| 895 m | Arcisstraße 12 | Führerbau | 1933 | 1945 | |
| 897 m | Arcisstrasse 4 | Böcklin Arnold | 0 | 0 | |
| 898 m | Kaulbachstraße 68 | Klabund | 1904 | 1904 | |
| 898 m | Kaulbachstraße 68 | Marc Franz | 1905 | 1907 | |
| 902 m | Schleißheimer Straße 106 | Lenin Iljitsch Uljanow | 1901 | 1901 | |
| 905 m | Kaulbachstraße 68 | Fassbinder Rainer Werner | 0 | 0 | |
| 911 m | Agnesstraße 54 | Spengler Oswald | 1914 | 1925 | |
| 915 m | Ainmillerstraße 18 | Kurz Isolde | 1913 | 1944 | |
| 915 m | Ainmillerstraße 13 | Beer-Walbrunn Anton | 0 | 0 | |
| 924 m | Ludwigstraße 13 | Reichsbank-Hauptstelle | 0 | 1945 | |
| 926 m | Ludwigstraße 13 | Elisabeth von Österreich-Ungarn | 1837 | 1854 | |
| 934 m | Kaiserstraße 54 | Althaus Peter Paul | 1937 | 1939 | |
| 935 m | Franz-Joseph-Straße 2 | Mann Thomas | 1905 | 1910 | |
| 938 m | Hohenzollernstraße 93 | Braun Eva | 1925 | 1935 | |
| 941 m | Kaulbachstraße 77 | Kutscher Arthur | 1916 | 1920 | |
| 943 m | Giselastraße 7 | Corinth Lovis | 1891 | 1897 | |
| 943 m | Giselastraße 7 | Ruederer Joseph | 1888 | 0 | |
| 947 m | Königinstraße 69 | Althaus Peter Paul | 0 | 0 | |
| 949 m | Gabelsbergerstraße 77 | Corinth Lovis | 1897 | 0 | |
| 951 m | Hohenzollernstraße 23 | Pieper Reinhard | 0 | 0 | |
| 952 m | Wilhelmstraße 2 | Halbe Max | 1904 | 1936 | |
| 954 m | Kaulbachstraße 90 | Ende Michael | 1935 | 1944 | |
| 958 m | Leopoldstraße 21 | Schülein Julius Wolfgang | 1908 | 1930 | |
| 961 m | Ainmillerstraße 7 | Fleißer Marieluise | 0 | 0 | |
| 963 m | Richard-Wagner-Straße 7 | Schülein Joseph | 0 | 0 | |
| 965 m | Leopoldstraße 42 | Goll Claire | 0 | 0 | |
| 968 m | Kaulbachstraße 15 | Kaulbach Friedrich August von | 0 | 0 | |
| 968 m | Kaulbachstraße 15 | Wagner Adolf | 0 | 0 | |
| 973 m | Hohenzollernstraße 21 | Münter Gabriele | 0 | 0 | |
| 973 m | Hohenzollernstraße 21 | Obrist Hermann | 0 | 0 | |
| 974 m | Kaiserstraße 46 | Lenin Iljitsch Uljanow | 1900 | 1901 | |
| 975 m | Schönfeldstraße 4 | Dülfer Martin | 0 | 0 | |
| 982 m | Luisenstraße 33 | Lenbach Franz von | 0 | 0 | |
| 986 m | Ainmillerstraße 5 | Reventlow Franziska zu | 0 | 0 | |
| 990 m | Wilhelmstraße 9 | C. H. Beck Verlag | 0 | 1944 | |
| 994 m | Friedrichstraße 34 | Hoffmann Heinrich | 0 | 1945 | |
| 1,00 km | Karolinenplatz 1 | Tjutschews Fjodor Iwanowitsch | 1832 | 1835 |